Verabschiedung

„Warst unser Pastor und immer für uns da“

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Uberg/Ubjerg
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Achim Strehlke (re.) nahm Abschied Foto: Brigitta Lassen

Die Uberger Kirchengemeinde hat sich von Pastor Achim Strehlke verabschiedet. Anschließend gab es das erste Sommerfest in der Haidburg.

Das Abschiednehmen falle ihm nicht leicht, meinte Pastor Achim Strehlke, als er am Sonntag ein letztes Mal auf der Kanzel in der Uberger Kirche stand. Denn mit vielen der Anwesenden sei er Wegstrecken gegangen, hätte Gespräche geführt und man sei sich anders begegnet.

Nach elf Jahren als deutscher Pastor in Tondern und Uberg hat er sich zu einem beruflichen Wechsel entschieden und zieht mit seiner Frau Heike und Tochter Leonie in zwei Wochen nach Plön, wo er Jugendpfarrer bei der evangelischen Jugend- Bildungs- und Fortbildungsstätte auf dem Koppelsberg wird.

Lieder mit Bedeutung

In seiner Predigt ging er auf Lieder ein, die einem viel bedeuteten – auch ihm. Eines seiner Lieblingslied war „Herr deine Liebe“, was auch beim deutsch-dänischen Abschiedsgottesdienst gesungen wurde. Es wurde 1970 von Pastor Ernst Hansen ins Deutsche übersetzt. Dieser war ab 1967 Leiter auf dem Koppelsberg.

In seiner Fürbitte schloss Strehlke die Wahl eines neuen Propstes und eines deutschen Pastors und das Blühen der Gemeinde ein.

Zusammenarbeit gelobt

Noch nie hätte es zwischen den beiden Gemeindeteilen in Uberg eine so gute Zusammenarbeit gegeben, freute sich Kassierer und Kirchältester Jacob Tygsen in seiner Dankesrede. Seit der Reformation seien in den 500 Jahren nur 25 Pastoren in Uberg im Amt gewesen. Im Schnitt also 20 Jahre. Die längste Dienstzeit dauerte 42 Jahre, die kürzeste nur einige Jahre. „Daher hätten wir dich gerne noch ein paar Jahre länger bei uns gehabt“, bedauerte Tygsen.

Strehlke hätte viele Ideen gehabt, hätte gut mit dem Gemeinderat zusammen gearbeitet und hätte auch viel Neues angeschoben, auch mit gemeinsamen Veranstaltungen mit seiner dänischen Amtskollegin Anne Lenger Krogh, die beim Gottesdienst mitwirkte. Auch ihre Amtszeit geht zu Ende. Ihren letzten Gottesdienst hält sie am 2. September.
Der Gemeinderatsvorsitzende Jacob Lorenzen meinte anschließend: „Du bist unser Pastor und das warst du. Du bist immer für uns da gewesen“.

Bewunderung von dänischer Kollegin

Anne Lender Krogh meinte, sie bewundere ihre deutschen Kollegen die alle Aufgaben im Alleingang meistern müssten, während sich die dänischen Pastoren die Arbeit aufteilen könnten. „Das ist schon recht fantastisch“, meinte sie.

Nach einem Stehempfang in der Kirche mit einem Gläschen Prosecco und selbstgebackenen „kransekager“ ging es in die Haidburg bei Süderlügum, wo das erste gemeinsame Sommerfest der Gemeinden Tondern und Uberg in fröhlicher Runde gefeiert wurde.

So mancher der rund 30 Teilnehmer erinnerte sich noch an die Zeit, als er/sie noch selbst mit den Klassenkameraden in dem 1922 gebauten Jugendheim mitten im Wald übernachtet hatten. Mehrere konnten so manche amüsante Geschichten erzählen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“