Dansk-Tysk med Matlok

Popp freut sich über viele deutsche Zugezogene – aber nicht über alle

Popp freut sich über viele deutsche Zugezogene – aber nicht über alle

Popp freut sich über die meisten deutschen Zugezogenen

Der Nordschleswiger
Tondern/Tønder
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Bürgermeister Jørgen Popp Petersen und Siegfried Matlok beim Interview Foto: DK4

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In die Freude über die vielen neuen deutschen Bürgerinnen und Bürger in der Kommune Tondern mischt sich bei Bürgermeister Popp auch etwas Skepsis. Ihm missfällt besonders ein Satz aus dem Munde mancher Zuzüglerinnen und Zuzügler.

Bürgermeister Jørgen Popp Petersen freut sich über die seit Jahrzehnten erstmalig gestiegenen Einwohnerzahlen in der Kommune Tondern, vor allem durch den Zuzug von rund 500 Deutschen. In der Fernsehsendung „Dansk-tysk med Matlok“ auf „DK4“ meldet er aber zugleich auch Zweifel und Skepsis an.

Nach seinen Worten seien die Reaktionen der Däninnen und Dänen auf die neuen deutschen Nachbarinnen und Nachbarn bisher allgemein sehr positiv gewesen, da sich die Zugezogenen zu integrieren wünschen und nicht hinter heruntergezogenen Gardinen leben wollen.

Wenn er das Projekt mit der deutschen Zuwanderung in Tondern aber nicht besonders anpreisen wolle („ikke oversælge“), dann weil so etwas nach seinen Worten einen Rückschlag hervorrufen könnte, so Popp mit Hinweis auf mögliche Spekulationen wegen seiner Zugehörigkeit zur deutschen Minderheit.

Popp distanziert sich von „fertig mit Deutschland“

Es gebe, so Popp im Interview mit Siegfried Matlok, aber auch einige Deutsche, die ihm nicht gefallen, weil sie ihren Wechsel nach Dänemark mit den Worten begründen: „Ich bin mit Deutschland fertig.“

Er habe diese Leute dann darum gebeten, mit solchen Äußerungen etwas vorsichtig zu sein, „denn es ist ja falsch zu glauben, dass das Grün nördlich der Grenze immer grüner ist als südlich der Grenze“, unterstrich Popp auf „DK4“.

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