Deutsche Minderheit

Neue Höchstmarke an der Ludwig-Andresen-Schule

Neue Höchstmarke an der Ludwig-Andresen-Schule

Neue Höchstmarke an der Ludwig-Andresen-Schule

Tondern/Tønder
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Die LAS-Vorsitzende Marit Jessen Rüdiger bedankte sich bei Dirk Andresen, der an diesem Abend die Generalversammlung des Schulvereins, des Fördervereins und die Wahl einer Aufsichtführenden leitete. Foto: Monika Thomsen

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164 Mädchen und Jungen besuchen die Bildungsstätte in Tondern. Die Nähe zum Elternhaus ist weiterhin bei der Schulleitung und dem Vorstand im Fokus. Die LAS möchte die Kinder aus den Zubringerschulen gerne bereits ab 7. Klasse unterrichten.

„Wir haben eine gut besuchte Schule und alles läuft. Im vergangenen Jahr hatten wir einen großen Anstieg von Schülerinnen und Schülern. Jetzt ist ein bisschen mehr Arbeitsruhe eingekehrt. Wir nehmen nur noch begrenzt auf. Wir müssen auch Platz haben für die Kinder von den Zubringerschulen“, sagte die Vorsitzende des Schulvereins, Marit Jessen Rüdiger, in ihrem Bericht auf der Generalversammlung der Ludwig-Andresen-Schule.

Aus Lügumkloster (Løgumkloster) wechseln die Mädchen und Jungen nach der 6. Klasse nach Tondern. Aus Rapstedt (Ravsted) und Buhrkall (Burkal) erfolgt der Wechsel nach der 7. Klasse. 

„Persönlich bin ich für einen Wechsel nach der 6. Klasse in die Oberstufe. Es gibt weniger Unruhe in den Jahren, in denen viel Unruhe in den Köpfen der Kinder ist“, so die Vorsitzende.

Zwei 8. Klassen nach den Sommerferien

„Wenn sie in die 7. Klasse kommen, können wir sie richtig kennenlernen. Das gibt mehr Ruhe“, führte auch Schulleiterin Bonni Rathje-Ottenberg in ihrem Bericht an. Zudem fängt das obligatorische Wahlfach in der 7. Klasse an und die Prüfung muss in der 8. Klasse abgelegt werden.

Marit Jessen Rüdiger erwähnte, dass die 8. Klasse nach den Sommerferien geteilt wird.

So haben sich die Schülerzahlen entwickelt
• 2020/2021: 134
• 2021/2022: 140
• 2022/2023: 154
• 2023/2024: 164

Nähe zum Elternhaus im Blick

„Es ist schön zu sehen, dass die Schule angenommen wird. Die Nähe zum Elternhaus ist immer noch ein Fokuspunkt und ich finde, dass uns das zu etwas Besonderem macht“, so die ehemalige Schülerin der LAS. 

Derzeit gibt es 164 Kinder an der LAS. Ein weiteres Thema, mit dem sich der Vorstand befasst, ist die Kommunikation.

Viel Verwaltungsaufwand

Die Vorsitzende ging auf den großen Verwaltungsaufwand ein, der für Schulleiterin Bonnie Rathje-Ottenberg durch die vielen Gebäude anfällt. Außer dem Schulgebäude gehören das Brennerhaus, wo der Freizeitklub angesiedelt ist, der Kindergarten, das Lorenzenhaus, das der Kindergarten nutzt, sowie die deutsche Bücherei zu den Immobilien des Schulvereins. 

Die Vorsitzende hielt es für wünschenswert, dass der DSSV (Deutscher Schul- und Sprachverein für Nordschleswig) übergeordnet darauf schauen würde, wie eine Entlastung möglich sei.

Das Bauprojekt mit dem neuen Pausengang der LAS schreitet voran. Foto: Monika Thomsen

Der neue Pausengang nimmt Form an

„Er wird schön, unser neuer Pausengang. Er passt zu uns. Er ist modern und wir haben damit, wie immer die Umwelt vor Augen, wenn erst das Dach grün wird“, so Marit Rüdiger Jessen.

Die Vorsitzende ging auch auf den Stellenwert des Knivsbergfestes ein. „Das ist eine schöne Zusammenkunft mit vielen Aktivitäten und der Möglichkeit, die Minderheit mal anders kennenzulernen“. 

Blick durchs Fenster in den Innenhof Foto: Monika Thomsen

Weiterentwicklung der Zusammenarbeit

„Wir haben uns gemeinsam mit dem Kindergarten angeguckt, wie wir den Übergang der Vorschülerinnen und Vorschüler zu uns noch besser gestalten können. Es ist schön, dass wir uns immer weiterentwickeln. Wir haben auch eine gute Zusammenarbeit mit der Bücherei und sehen uns als Campus und eine Gemeinschaft“, sagte Schulleiterin Bonni Rathje-Ottenberg. 

Zu den wichtigen Terminen im Aktivitätskalender gehört das Festivalkonzert für Schülerinnen und Schüler. „Das ist eine wichtige Geschichte für uns“, so die Schulleiterin. 

Schulleiterin Bonni Rathje-Ottennberg in ihrem Büro (Archivfoto) Foto: Monika Thomsen

Zusammenarbeit als Schlüsselwort

„Die Enge zum Elternhaus ist uns wichtig. Nur so können wir die Kinder am besten da abholen, wo sie sind. Und das kann man nur in Zusammenarbeit“, sagte die Schulleiterin.

Als vollen Erfolg wertete sie die zweite Ausgabe des Weihnachtsmarktes, der auch zukünftig am Mittwoch vor dem ersten Advent fest eingeplant wird.

„Einmal im Monat haben wir unseren Aula-Treff, der für die Schülerinnen und Schüler wichtig geworden ist. Das ist für alle ein Highlight und da singen wir auch zu den Geburtstagen“, erzählte die Schulleiterin. 

Das Schulkonzert des Tønder Festivals ist ein fester Programmpunkt für die LAS (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

Neueinteilung der Stufen

Die LAS hat wegen der neuen Prüfungsanforderungen eine Neueinteilung der Klassenstufen vorgenommen. Von 0. bis 3. Klasse ist die Unterstufe. Die 4. bis 6. Klasse bilden die Mittelstufe und die Klassen 7 bis 9 die Oberstufe. Die Schulleiterin ging auch auf das morgendliche Lesen in allen Fächern ein. Die 20-minütige Lesezeit wird im nächsten Jahr auch in der Unterstufe eingeführt.

Minus erläutert

Bonni Rathje-Ottenberg erläuterte das Minus von 324.645 Kronen im Rechenschaftsbericht, für das es mehrere Gründe gebe. Außer dem neuen Pausengang gab es im Kindergarten Probleme mit einem Wasserschaden und auch ein alter Öltank musste entsorgt werden. 

„Wir hoffen, dass der Pausengang Ende Mai fertig wird, dann wollen wir eine große Einweihung feiern“, kündigte die Schulleiterin an. 

 

Museumsleiter und LAS-Vorstandsmitglied Hauke Grella informierte über das Entstehen der deutschen Minderheit. Foto: Monika Thomsen

Leckere Suppe und Geschichtsstunde

Zum Auftakt stärkten sich die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer leckeren Suppe. Danach unternahmen sie mit Hauke Grella, Leiter des Deutschen Museum Nordschleswig in Sonderburg (Sønderborg), auf interessante Weise eine Zeitreise und tauchten in die Geschichte der deutschen Minderheit in Nordschleswig und dem Aufbau des Schulwesens ein. 

Der LAS Vorstand

Die Vorstandsmitglieder Marit Jessen Rüdiger und Hauke Grella sowie die Suppleantin Eva Landvogt und Suppleant Thore Grøndahl wurden auf der Generalversammlung wiedergewählt.
Das Gremium hat sich folgendermaßen konstituiert:
• Marit Jessen Rüdiger, Vorsitzende
• Claudius Knepel-Stoll, stellvertretender Vorsitzender
• Charlotte Hummelmose Pudlo
• Hauke Grella
• Margit Tästensen Lassen
• Eva Landvogt, 1. Suppleantin
• Thore Grøndahl, 2. Suppleant

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Zum Tode von Günter Weitling – Seelsorger und Seele“