Grenzüberschreitendes Projekt

Kunst aus dem Meer

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Hoyer/Højer
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Die Installation, die auf großes Interesse stieß, bleibt bis zum 19. November bei der Schleuse. Foto: Elise Rahbek

Am Freitag ist in Hoyer die Kunst-Installation aus Müll präsentiert worden, den Schüler aus Dänemark und Deutschland im Wattenmeer gesammelt haben. Den größten Blickfang bildete eine fünf Meter hohe Ölpumpe.

Anziehungskraft übte am Freitag die Einweihung der Kunstinstallation „Havfald–Waste for Life“ im Umfeld der Hoyer Schleuse aus. Eingefädelt wurde die grenzüberschreitende Aktion von Jes Vagnby, Architekt und Künstler, und dem Hoyeraner Fritz Sönnichsen, Unternehmer und Künstler, die auch die Idee ausgebrütet hatten.

„Ausschlaggebend dafür war das Ausmaß der Problematik mit Abfall im Meer. Plastik ist ja fantastisch, wir haben aber nur vergessen, wie man es wieder entsorgt“, so Vagnby. Nachdem 200 Schüler aus Niebüll und Hoyer im Mai entlang des Wattenmeeres Unrat gesammelt hatten, verwandelten die deutschen Künstlerinnen Inga Momsen und Solvej Krüger und ihr dänischer Kollege Mogens Davidsen aus Dahler das, was das Meer hergab, zu einer Installation.

Fünf Meter hohe Pumpe

Milchkartons, Dosen, Plastikhandschuhe, Plastikbehälter in allen Schattierungen und was sonst noch auftauchte, wurde in Faschinen installiert. Gestern wurde das Werk nicht nur eifrig aus der Nähe studiert, sondern auch fotografiert. Den Blickfang bildet eine fünf Meter hohe Ölpumpe, die Fritz Sönnichsen während des vergangenen halben Jahres gebaut hat. „Wir haben eine Ölpumpe gewählt, da Plastik aus Öl produziert wird. Das Ganze läuft darauf hinaus, dass eure nächste Tüte nicht aus Plastik sein soll, und ihr sie auf jeden Fall nicht in die Natur werfen sollt“, appellierte Vagnby an die Bürger.

Während die von Mikkel Sønnichsen für den Anlass komponierte Musik präsentiert wurde, tuckerte auf der Wiedau ein Boot vorbei. Das Schicksal der Installation nach dem 19. November ist noch nicht besiegelt.

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