Schüler als Filmemacher

Ein Hauch von Hollywood in Tondern

Ein Hauch von Hollywood in Tondern

Ein Hauch von Hollywood in Tondern

Tondern/Tønder
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Schüler freuen sich über ihren Preis
Die glücklichen Preisträger aus Flensburg, nachdem der Vorsitzende des kommunalen Kulturausschusses, René Andersen (l.)sie als Sieger ausgerufen hatte. Foto: Elise Rahbek

Die Schüler des Alten Gymnasiums Flensburg sicherten sich im grenzüberschreitenden Wettstreit mit ihrem Kurzfilm „Lohnt es sich?“ den Preis für den besten Film. Die Technik hatten die Vertreter der Deutschen Schule Tingleff am besten im Griff.

Die Filmwelt drückte am Freitag der Schweizerhalle ihren Stempel auf, als sechs Filmpreise bei einer Schüler-Filmgala verliehen wurden. Den Preis für den besten Film schnappten sich im grenzüberschreitenden Wettbewerb die Schüler vom Alten Gymnasium in Flensburg mit der Produktion „Lohnt es sich?“.

Für die überraschten Flensburger lohnte es sich. „Wir sind überrascht, da wir viele Ideen hatten und noch mal neu gedreht haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagten Jule Schmidt und Leonie Mangelsen dem „Nordschleswiger“, als die Statuette nach der Preisverleihung in der Filmcrew von Hand zu Hand wanderte.

Ein arbeitsreicher Prozess

Die Truppe, die erstmals einen Kurzfilm gedreht hat, steckte sehr viel Arbeit in ihre Produktion. „Für das Schneiden haben wir zwei Tage benötigt“, berichtet Leonie.Ihr Lehrer Axel Schmidt erläutert, dass er überhaupt nicht involviert war und das alles in Eigenregie der Schüler gelaufen ist. „Ich habe sie nur zum Filmcamp geschickt“, so Schmidt.

Die Krönung des ersten Filmmoduls

Mit der Filmgala wurde das erste Filmmodul im Jugend2020-Projekt der Region Sønderjylland-Schleswig gekrönt. Acht Klassen der Unterrichtsstufen 9 und 10 aus Dänemark und Deutschland waren in zwei gemeinsamen Camps im September auf dem Knivsberg und nachfolgend auf Sylt zum Thema „Grenzen“ unter die Filmemacher gegangen.

Schüler, die sich freuen
Der Preis löste Jubel unter den Schülern aus. Foto: Elise Rahbek

Sechs Kategorien wurden beurteilt

Die Interpretation des Themas stand den Jugendlichen frei. Die Schüler wurden in den Bereichen Regie, Manuskript, Kamera und Schnitt unterrichtet. Danach ging es für die Kurzfilmer an die Arbeit. Für die nominierten Filme schlug in den Kategorien Skript, Schauspiel, Technik, Plakat sowie bester Film die Stunde der Wahrheit.

„Border" der Publikumsliebling

Die Schüler konnten unter den Filmen für ihren Favoriten votieren. In dieser Sparte machte die Todenbüttel Schule mit ihrem Streifen „Border“ das Rennen. Die Deutsche Schule Tingleff erzielte in der Kategorie beste Technik den ersten Platz. Die Tingleffer Produktion war außerdem als bester Film nominiert. Das Flensburger Filmteam, das sich für fünf Kategorien qualifizierte, hatte auch das beste Plakat entworfen.

Die Gewinner der sechs Kategorien:

Skript: Borders
Technik: „Nej betyder nej" (Deutsche Schule Tingleff)
Schauspiel: „Over Grænsen" (Favrdalskolen, Hadersleben)
Plakat: „Lohnt es sich?" (Altes Gymnasium, Flensburg)
Film: „Lohnt es sich?" (Altes Gymnasium Flensburg)
Publikumspreis: „Borders" (Todenbüttel Schule)

Folgende Schulen waren dabei:

Favrdalsskolen Hadersleben,
Hjordkær Skole,
Tønder Overbygningsskole,
Deutsche Schule Tingleff,
Husum Schule,
Altes Gymnasium, Flensburg,
Todenbüttel Schule,
10. Klasse Sønderborg.

Als Moderatoren führten die Schülerinnen Mathilde Kirkholm (8. Klasse) und Ida Møller Eichner Dyhre Nielsen (7. Klasse) von Tønder Overbygningsskole auf Dänisch und Deutsch gekonnt durch das Programm. „Das war spannend. Ich war anfangs schon ein bisschen nervös, als ich vor so vielen Leuten stehen sollte“, sagt Ida. „Es hat Spaß gemacht“, lautet die Erfahrung von Mathilde.

Birgitte Boelt UC Syd Zentrale für Unterrichtsmittel in Apenrade berichtet, dass das Projekt im kommenden Jahr mit neuen Klassen weiter geht. „Das Interesse ist groß. Wir bemühen uns auf dänischer Seite um eine geografische Ausgewogenheit unter den Städten, die zur Kulturabsprache gehören“, sagt sie.

Zwei Mädchen moderieren
Die Schülerinnen Mathilde Kirkholm und Ida Møller Eichner Dyhre Nielsen (r.) von Tønder Overbygningsskole moderierten auf Dänisch und Deutsch. Foto: Elise Rahbek
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