Vorbereitungen

Gemütliches Weihnachtsflair hält in Tondern seinen Einzug

Gemütliches Weihnachtsflair hält in Tondern seinen Einzug

Gemütliches Weihnachtsflair hält in Tondern seinen Einzug

Tondern/Tønder
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Um die 350 Nadelhölzer werden in der Fußgängerzone, auf dem Markt sowie in den angrenzenden Straßenzügen platziert. Foto: Monika Thomsen

Der Handelsverein hat das Aktivitätsniveau im Schatten von Corona um einige Gänge zurückgeschaltet. Handelsvorsitzender: Die Kunst des Möglichen.

Die Corona-Pandemie ist der Auslöser dafür, dass in Tondern der Hase beim weihnachtlichen Geschehen anders als üblich laufen wird. Dennoch sind die Vorzeichen dafür, dass sich die Stadt für den Weihnachtshandel rüstet, nicht zu übersehen.

An allen Ecken werkeln die Freiwilligen dieser Tage, um die Innenstadt für die gemütliche Stimmung zu trimmen.

„Wir warten noch auf die letzten Zulassungen. Wir lassen große Vorsicht walten“, sagt der Vorsitzende des Handelsvereins, Anders Jacobsen, dem „Nordschleswiger“.

Deutsche Werbevorstöße storniert

Wegen der verschärften Bestimmungen in Dänemark und Schleswig-Holstein hat der Handelsverein die Werbemaßnahmen südlich der Grenze storniert.

Wir hoffen darauf, dass der Dezember etwas normaler wird, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgedrückt hat.

Anders Jacobsen, Handelsvereinsvorsitzender

„Wir hoffen darauf, dass der Dezember etwas normaler wird, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgedrückt hat“, so Anders Jacobsen.

Wie schon im September angekündigt, wird es bei der 28. Ausgabe von „Julebyen Tønder“ keinen Umzug der Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen geben.

Tonderns Frühstart

Sie nehmen per Tradition Anfang November Kurs auf die Wiedaustadt, damit der Frühstart gewährleistet ist. Somit will die Stadt ihrem Weihnachtsslogan gerecht werden, dass Tondern die Stadt ist, in der Weihnachten beginnt.

Wenn es am Sonnabend, 7. November, auch keine Eröffnungsrede von Bürgermeister Henrik Frandsen gibt, so müssen die Menschen, die sich in die Stadt begeben, nicht ganz auf Rotjacken zu verzichten.

Eine kleine Delegation wird in der Fußgängerzone unterwegs sein, wie vom Koordinator für die Stadtmitte, Erik Petersen zu erfahren ist.

Abendstimmung auf dem Markt obgleich die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen sind. Foto: Monika Thomsen

„Die Geschäfte haben sich auf die neue Situation vorbereitet und dort hat man die zulässige Anzahl der jeweiligen Kunden im Griff“, berichtet Jacobsen.

Bei den geplanten Aktivitäten ist jedoch um mehrere Gänge zurückgeschaltet worden, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Während die deutsche Anzeigenkampagne zurückgefahren wurde, wird im Gegenzug im Inland auf landesweiter und regionaler Ebene aufs Gaspedal gedrückt.

Der um 1800 errichtet Liebestempel in der Grünanlage ist auch mit Tannen dekoriert worden. Foto: Monika Thomsen

Sicherheit im Blick

„Wir gewichten die Sicherheit und stehen im engen Kontakt mit der Polizei, der Bereitschaftsbehörde und der Kommune Tondern. Wir sind ganz sicher nicht daran interessiert, dass es vor Ort zu einem Infektionsherd kommt“, so Jacobsen.

Der Handelsverein hat an verschiedenen Schrauben gedreht, um das Weihnachtsgeschäft den sich ständig wandelnden Bedingungen anzupassen.

Es ist die Kunst des Möglichen.

Anders Jacobsen, Handeslvereinsvorsitzender

„Es ist die Kunst des Möglichen“, sagt der Vorsitzende des Handelsvereins mit Blick auf das Ergebnis.

John Lund und Carl Jørgensen (v. l.) gehören zu den Ehrenamtlichen, die viel Zeit in den Aufbau investieren. Foto: Monika Thomsen

Hütten sind angerückt

Das Hüttenleben auf dem Markt wird nicht aus dem Programm gestrichen. Mit Unterstützung des Pionier-Teams des Tønder Festivals sind bereits am Freitag, 23. Oktober, die ersten Weihnachtshütten dorthin bugsiert worden.

Nachdem sie früher auf dem Festivalplatz und auch bei der Firma WeHa ihr Sommerquartier hatten, erläutert Carl Jørgensen, dass sie dieses Jahr die Sommermonate in einer Halle beim Unternehmen PTI Europa A/S am Papegøjevej in Tondern verbracht haben.

Der feste Kern

Die drei Männer, Carl Jørgensen, Jackie Jørgensen und Bjarne Hansen, bilden den festen Kern für die Ausschmückung von „Julebyen Tønder“ mit Unterstützung von Tina Sylvest.

Jørgensen und sein langjähriger Helfer Torben Lund haben alle Hände voll zu tun, um den Markt coronagerecht einzurichten, als der „Nordschleswiger“ vorbeischaut.

„Viele Freiwillige packen mit an“, so Jørgensen.

Hier und dort gibt es noch Einiges zu tun. Foto: Monika Thomsen

Ein erstes Indiz dafür, dass in diesem Jahr auf dem weihnachtlichen Markt alles anders ist, war die Tatsache, dass die zwölf Meter hohe Tanne auf dem Kleinen Markt platziert wurde.

Wir werden den Markt ganz anders neu gliedern, damit es Platz für die vorgeschriebenen Gruppen von jeweils zehn Personen gibt.

Carl Jørgensen, Freiwilliger

„Wir werden den Markt ganz anders neu gliedern, damit es Platz für die vorgeschriebenen Gruppen von jeweils zehn Personen gibt“, erläutert Jørgensen.

Neuer Standort für den Tannenbaum

Dadurch, dass die Tanne auf dem Kleinen Markt ihren Standort hat, gibt es auf dem Markt mehr Luft.

Das Kinderkarussell gehört in diesem Jahr nicht zum Angebot.

„Wir setzen darauf, dass wir bis Sonnabend fertig sind. Bislang haben wir es noch immer geschafft“, so Jørgensen, bevor er und Lund ihre Arbeit fortsetzen.

Der Springbrunnen gibt bis Weihnachten ein Gastspiel auf dem Mühlenteich. Foto: Monika Thomsen

Sportliches Wachpersonal wird ein Auge darauf richten, dass auf dem Markt alles coronagerecht zugeht. „Wir haben uns mit den Sportvereinen verbündet, die Wachdienste übernehmen werden“, erläutert der Vorsitzende des Handelsvereins, Anders Jacobsen.

Es werden im Stadtkern verschiedene Stationen eingerichtet, wo die Besucher/innen ihre Hände desinfizieren können.

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