Designvolkshochschule

Design mit internationalem Flair

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Hoyer/Højer
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Aus dem Süden Frankreichs stammend, hat sich Marion Lacaze für den 24 wöchigen Lehrgang in Hoyer entschieden. Foto: Elise Rahbek

Am Mittwoch ist die Designvolkshochschule in der alten Bohnerwachsfabrik in Hoyer offiziell eingeweiht worden. Das Ziel ist es, in einigen Jahren zu den besten Volkshochschulen in ganz Dänemark zu gehören.

Mit einer internationalen Schülerschaft läuft der Betrieb an Designhøjskolen in Hoyer seit dem 8. Januar in der ehemaligen Bohnerwachsfabrik an der Süderstraße. Damit hat die Designnachschule ihr angestrebtes, neues Familienmitglied bekommen. „Die Schüler sind das Wichtigste, denn ohne euch wären wir heute nicht hier. Wir haben Schüler aus Japan, von den Färöern, aus Frankreich und aus Island“, erklärte die Chefin der Designvolkshochschule und der Designnachschule, Kirsten Boyschau Hansen, bei der gestrigen Einweihung der Unterrichtsstätte.

Sie verheimlichte nicht, dass es nach der Einweihung der renovierten Fabrikräume im Oktober 2016 mit einem Lehrgang nicht ganz so zügig wie erhofft klappte. „Wir haben die Vision, in einigen Jahren zu den besten Volkshochschulen in Dänemark zu zählen. Wir möchten uns aus der Menge hervortun“, so Boyschau Hansen, die 2007 eine der Initiatorinnen für die Designnachschule war.

Am Küchentisch ins Leben gerufen

Die neue Einrichtung, die auf wilden Gedanken und Ideen fuße, die am Küchentisch ins Leben gerufen wurden, sei seit vier Jahren unterwegs. „Nach mehreren Versuchen mit Branding und Vermarktung der Designhøjskole haben wir im März 2017 Andreas und Amy gefunden. Sie hatten die Aufgabe, 24 Schüler zu rekrutieren. Mit einer neuen Identität und vielen neuen Vorstößen, Ausdauer und einem tollen Einsatz haben sie es geschafft, 27 Schüler zu werben. Ich blicke mit Begeisterung in die Zukunft“, so Kirsten Boyschau Hansen mit Anerkennung in Richtung der Leiterin der neuen Bildungsstätte, Amy Hamilton, und ihren Mann Andreas Christensen. Mittlerweile werde im Speisesaal zu verschiedenen Zeiten gegessen, um Platz für die 170 Schüler der beiden Einrichtungen zu haben, die verköstigt werden. Bürgermeister Henrik Frandsen (V) betonte, dass in Hoyer der Wille vorhanden sei, in die Hände zu spucken und selbst die Ärmel hochzukrempeln, um etwas zu erreichen.

„Gute, örtliche Kräfte haben sich wirklich engagiert und Hoyer und die Kommune Tondern nicht nur auf die Land,- sondern auf die weltweite Karte gesetzt. Vor zehn Jahren gelang dies mit der Designnachschule nur durch einen langen, anhaltenden Einsatz, ein großes Engagement und einen unverwüstbaren Optimismus. Auf diesen Erfolg haben die Menschen mit Feuereifer nun weiter gebaut. Ihr beweist, dass Dinge machbar sind, wenn man die Fähigkeiten und den Willen hat, anzupacken“, so Frandsen, der sich nicht im Zweifel war, dass die neue Stätte ein Erfolg werden wird.

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