Verkehr

Auftakt für schnellere Züge Tondern-Niebüll

Auftakt für schnellere Züge Tondern-Niebüll

Auftakt für schnellere Züge Tondern-Niebüll

Niebüll/Tondern
Zuletzt aktualisiert um:
NEG-Geschäftsführer Ingo Dewald, der schleswig-holsteinische Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und CFL-Direktor Marc Hoffmann bei der Übergabe des Fördermittelbescheides in Kiel Foto: MWVATT

Bahnfahrten über die Grenze hinweg werden schneller. Das Land Schleswig-Holstein stellt Fördermittel für Sicherungstechnik bereit, damit Züge zwischen Tondern und Niebüll 120 km/h fahren können.

Der Startschuss für schnellere Züge an der grenzüberschreitenden Westküstenbahn ist gefallen. Bereits seit einigen Jahren arbeitet der Geschäftsführer der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll (NEG), Ingo Dewald, daran, dass parallel zur Ausrüstung der Bahnstrecke Esbjerg-Bramming-Tondern auch der Abschnitt der Bahn zwischen Tondern und Niebüll mit der Sicherungstechnik ETCS ausgerüstet wird, um damit den grenzüberschreitenden Bahnverkehr nach Inbetriebnahme des Systems in Dänemark beibehalten zu können. Das Vorhaben kann jetzt durchgeführt werden – und es wird in den kommenden Jahren das Tempo der grenzüberschreitenden Züge von bisher maximal 80 auf 120 Stundenkilometer angehoben.

Es werden 10,9 Millionen Euro in den In Ausbau der Strecke Tondern-Niebüll investiert, die sich im Besitz der NEG Niebüll befindet, einem mittelständischen Eisenbahnunternehmen im Besitz der Luxemburgischen Staatsbahnen (CFL). Das Land Schleswig-Holstein übernimmt mit einem Betrag von 9,3 Millionen Euro den Hauptanteil bei der Finanzierung. Das hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holsteins mitgeteilt.

Ingo Dewald berichtet dem „Nordschleswiger“, dass voraussichtlich ab 2022 die Züge zwischen Tondern und Niebüll bis zu 120 km/h schnell fahren. Damit kann die Fahrzeit, heute beträgt sie 17 Minuten, verringert werden. Damit können auch die Anschlüsse zum Fernverkehr Westerland-Hamburg in Niebüll verbessert werden.

Dewald berichtet, dass die Züge der Bahngesellschaft Arriva Danmark, die zwischen Niebüll-Tondern und Esbjerg fahren, mit der ETCS-Sicherheitstechnik ausgerüstet werden. Ohne eine Aufrüstung der Strecke zwischen Tondern und Niebüll könnten die Züge nicht mehr über die Grenze fahren.

Zwischen Tondern und Niebüll, wo die Planungen für die Modernisierung schon laufen, werden auch unbeschrankte Bahnübergänge technisch gesichert. „Die NEG Niebüll ist die erste private Bahn in Deutschland, die mit dem modernen Sicherheitssystem ausgerüstet wird“, so Dewald.

Mehr lesen