Schulgeburtstag

70 Jahre Bildung in Lügumkloster

70 Jahre Bildung in Lügumkloster

70 Jahre Bildung in Lügumkloster

Lügumkloster/Løgumkloster
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Mittlerweile werden seit sieben Jahrzehnten Kinder an der Deutschen Schule Lügumkloster eingeschult und unterrichtet. (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

Den deutschen Schulstandort in Lügumkloster gibt es seit sieben Jahrzehnten. Die Schulvereinsvorsitzende Signe von Oettingen signalisierte, dass die Einrichtung auch in Zukunft dazu beitragen will, dass sich dort unter den besten Bedingungen Persönlichkeiten entwickeln können.

Einen Vorlauf mit einem kleinen Umtrunk gab es zum Auftakt der Generalversammlung der Deutschen Schule Lügumkloster.

„Wir haben heute viel zum Anstoßen“, sagte die Schulvereinsvorsitzende Signe von Oettingen den in Corona-Formation sitzenden 21 Teilnehmern in der Schulturnhalle, bevor sie näher auf die drei guten Gründe einging.

 Als Erstes widmete sie sich der Grenzziehung 1920.

„Die deutschgesinnten Menschen, die vor 100 Jahren hier gewohnt haben, wurden mit der neuen Grenze vor 100 Jahren eine deutsche Minderheit. Eine Grenze hinterlässt immer Menschen auf der einen und der anderen Seite. Somit fing es also vor 100 Jahren mit der deutschen Minderheit an."

Vor 75 Jahren sei dann der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig gegründet worden.

Die Zugehörigkeit zur deutschen Kultur vermitteln

„Und jetzt kommt es: Seit 70 Jahren gibt es schon diese wunderbare Schule hier in Lügumkloster. Auch für die Zukunft der Schule hoffe ich, dass es uns gelingt, die Zugehörigkeit zur deutschen Kultur zu vermitteln – den Kindern gegenüber, den Eltern gegenüber, und der dänischen Gesellschaft gegenüber in der wir leben. Und das auf eine vielfältige und offene Art und Weise“, sagte die Vorsitzende.

Ein Jubiläumsjahr bedeute auch Dankbarkeit. „Denn wir können dankbar zurückblicken. Dankbar, denn trotz der schwierigen und dunklen Jahre der deutschen Geschichte hat sich das Gegeneinander ja zu einem Füreinander entwickelt."

Das sei nicht einfach so gekommen, sondern nur, weil Menschen vor Ort sich für Frieden, Demokratie und Verständigung engagiert hätten.

Sie übernahmen und haben Verantwortung getragen, sie formulierten Visionen und haben Hoffnungen gehabt. Diese sind dann auch konkret umgesetzt worden.

Signe von Oettingen, Schulvorsitzende

„Sie übernahmen und haben Verantwortung getragen, sie formulierten Visionen und haben Hoffnungen gehabt. Diese sind dann auch konkret umgesetzt worden“, erklärte Signe von Oettingen.

Signe von Oettingen (r.) und ihr Mann Matthias Alpen bei der Einschulung ihrer Tochter Marie im August (Archivfoto) Foto: Elise Rahbek

„Wir sind eine kleine Schule der Minderheit. Aber als eine kleine Schule haben wir eine große Verantwortung: Wir wollen auch in Zukunft dazu beitragen, dass sich hier unter den besten Bedingungen Persönlichkeiten entwickeln können. Als kleine Schule haben wir dafür auch besonders gute Bedingungen“, so die Vorsitzende.

In diesem Zusammenhang erwähnte sie den klassenübergreifenden Unterricht, die Liebe zum Ort, zur Heimat und zum Landstrich. Weiter führte sie die superkurzen und direkten Wege zwischen Eltern und Lehrer an.

„Die Vorteile pflegen"

„Kleine Schulen haben viele Vorteile. Die müssen wir auch in Zukunft pflegen“, erklärte die Schulvereinsvorsitzende, bevor sie den Gästen mit Sekt, der auf die Farben „Schwarz-Rot-Gold“ getrimmt war, zuprostete.

Zu den Gästen zählten Schulrätin Anke Tästensen und der Vorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig, Welm Friedrichsen.

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