Internationales Autofestival

Lügumkloster: Stelldichein für Sportwagen der Marke Eigenbau

Lügumkloster: Stelldichein für Sportwagen der Marke Eigenbau

Lügumkloster: Stelldichein für Sportwagen der Marke Eigenbau

Tondern/Tønder
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Der gelbe Flitzer CR1 des dänischen Unternehmens Aquila Racing Cars Foto: Pressefoto

Das neu initiierte internationale Event für Autoliebhaber findet vom 7. bis 10. Oktober in Lügumkloster statt. Ein namhafter pensionierter amerikanischer Autodesigner ist mit von der Partie.

Ein internationales Festival für sportliche Flitzer auf vier Rädern, die von Hand gebaut worden sind, wird vom 7. bis zum 10. Oktober in Lügumkloster steigen.

An den Fäden für die Veranstaltung zieht Autoliebhaber Anton Schulz.

Schulz und sein Unternehmen „AScon Business Service“, das Homepages und redaktionelle Inhalte erstellt, hat gemeinsam mit dem Lokalrat „The International Festival for Unique Handbuild Sportcars“ eingefädelt.

Flitzer der Marke Eigenbau

„Die Veranstaltung richtet sich an ein internationales Publikum von Autoliebhabern, die sich nicht damit begnügen, einen herkömmlichen Sportwagen oder einen klassischen Wagen in der Garage zu haben. Sie bauen ihr eigenes Auto“, sagt Schulz.

„Einige designen ihr eigenes Fahrzeug, während andere wiederum Nachbildungen von Konzeptautos bauen, die nie zu kommerziellen Zwecken produziert wurden. Dabei kann es sich um Fahrzeuge für die Rennbahn oder kreative Vorstellungen der Autokonzerne für die Fahrzeuge der Zukunft handeln“, erläutert der Event-Koordinator.

Ein Blick in die Werkstatt des italienischen Autobauers Dario Paqualini Foto: Pressefoto

Traumautos werden nachgebaut

Es gebe auch Leute, die ihre eigene Interpretation von super-Fahrzeugen umsetzen oder Kopien von klassischen Sport- und Rennwagen nachbauen, weil sie aufgrund des Seltenheitswerts für normal Sterbliche unbezahlbar seien.

Schulz hat seit den 1980-er Jahren Fahrzeuge restauriert. Anfangs interessierte er sich für Jeep und Land Rover und seit Mitte der 1990-er Jahre für klassische englische Sportwagen.

Ich habe wohl als Junge meinem Vater, der Schmied war, zu viel über die Schultern geschaut.

Anton Schulz, Event-Koordinator

Einzelstück in Arbeit

„Vor etwa zehn Jahren entstand die Idee, ein Auto ganz nach meinem eigenen Design zu bauen“, so Schulz zu dem Projekt, das weiter in Arbeit ist.

„Ich habe wohl als Junge meinem Vater, der Schmied war, zu viel über die Schultern geschaut“, beantwortet er mit einem Lachen die Frage, ob er gelernter Automechaniker ist.

Nicht nur virtuelle Begegnungen

Im Zusammenhang mit seiner Leidenschaft für einzigartiges Design ist dem Autodidakten aufgefallen, dass er mit diesem Interesse nicht allein auf weiter Flur steht.

Die Interessenten würden sich typisch virtuell in Facebook-Gruppen treffen. Nun will er einigen der Gleichgesinnten eine Plattform für ein physisches Treffen bieten.

Der Norweger Steinar Thyholdt hat seinen eigenen Flitzer gebaut. Foto: Pressefoto

Seminare und eine Auto-Show

Die Veranstaltung ist in zwei Abteilungen gegliedert. Im örtlichen Refugium, wo die Autofans einquartiert sind, werden Seminare durchgeführt. Bei einer Ausstellungs-Show in der Klosterhalle, wo die Öffentlichkeit Zutritt hat, werden die Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentiert.

Schulz hat Einladungen an mehr als130 ausgewählte Enthusiasten geschickt. „Wir laden erst jetzt im breiteren Kreis ein. Aufgrund der Corona-Pandemie haben mehrere bei der Anmeldung einen abwartenden Gang eingelegt“, sagt Schulz.

Anton Schulz hat das Event eingefädelt. Foto: Pressefoto

Zusagen aus Norwegen und Italien

Zusagen gebe es jedoch bereits aus Trondheim in Norwegen und Ferraris Heimatstadt Modena in Italien.

„Wenn sich 20 Personen aus ganz Europa anmelden, bin ich froh“, sagt Schulz. Bislang gebe es acht oder neun Anmeldungen. Das Festival hätte bereits 2020 stattfinden sollen.

Finanzielles Sicherheitsnetz

Als Art Ausfallbürgschaft hat der Lokalrat vom kommunalen Ausschuss für Landbereiche 15.000 Kronen bewilligt bekommen. Ansonsten werde das Event von ihm und durch Eigenleistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer finanziert.

„Wir bemühen uns aber nicht nur um ausländische und private Autoliebhaber. Wer denkt schon daran, dass es mit Aquila Racing Cars auch in Kastrup einen Produzenten von superschnellen Rennautos im Stil von Le Mans gibt“, so Schulz.

Der früherer Jaguar-Desginer Keith Helfet kommt im Oktober nach Lügumkloster. Foto: Pressefoto

Eine Koryphäe von Jaguar

Er freut sich sehr, dass mit Keith Helfet, einer der bedeutenden Designer der Jaguar-Fabrik kommt. Helfet, der inzwischen pensioniert ist, wird einen Vortrag halten. „Er ist eine Koryphäe. Was das Design anbelangt, ist er der Erfinder des ultimativen super Autos Jaguar XJ220 aus dem Stall von Jaguar“, berichtet Schulz.

Turbo wird angeworfen

Aufgrund der coronabedingten Unsicherheit und dem Einfluss eventueller Reisebeschränkungen lief die Öffentlichkeitsarbeit bislang etwas verhalten.

„Nun steht aber fest, dass wir das Festival durchführen“, versichert der Initiator. Bei der Vermarktung und der Planung des Vorhabens wird daher der Turbo angeworfen, wie Schulz mitteilt. Er sucht auch freiwillige Helfer, die sich unter schulz@asconbs.com oder Tel. 29 99 37 89 melden können.

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