Tønder Festival 2019

Am Wohlfühl-Limit angekommen

Am Wohlfühl-Limit angekommen

Am Wohlfühl-Limit angekommen

Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
Im Spiegelzelt gibt es eine besonders intime Atmosphäre. Foto: Elise Rahbek

Volles Haus beim Tønder Festival: 12.000 bis 13.000 Besucher fanden am Sonnabend den Weg auf das Veranstaltungsgelände. Bei mehr Festivalgästen wäre die besondere Stimmung gefährdet, sagen die Organisatoren.

„Das Tønder Festival soll nicht größer werden, da es schön sein soll, hier zu sein.“ Das betonten am Sonntagvormittag, während die Musik noch spielte, die künstlerische Leiterin Maria Theessink und Bert Schultz, der die Vertretung der administrativen Chefin Kirstine Uhrbrand übernommen hat, die sich im Mutterschutz befindet. Das fantastische Festival stand unter einem sonnigen Stern – und bei der ersten Bilanz der vier Festivaltage gab es strahlende Gesichter.

Etwa 12.000 Festivalkarten

Am Sonnabend, der vor Musik und Sonne strotzte, befanden sich zwischen 12.000 und 13.000 Menschen auf dem Festivalplatz, wie Schultz berichtet.

Klein und groß kamen beim Festival auf ihre Kosten. Foto: Elise Rahbek

Insgesamt wurden um die 8.000 Partout-Karten (vier Tage) verkauft. Dazu kommen jeweils pro Festivaltag in etwa 1.000 Tageskarten, plus Helfer etc.. „Mit etwa 12.000 Tickets haben wir das Niveau erreicht, das wir uns wünschen. Am Sonnabend wurde die maximale Grenze erreicht. Wir befürchten, dass der besondere Geist des Festivals und die gemütliche Atmosphäre verloren gehen, wenn wir mehr Menschen auf den Platz lassen“, sagt Bo Ludvigsen, Vorsitzender von Tønder Festival Forening und Vorstandsmitglied im Vorstand von Tønder Festival Fond.

Die Festivalgäste hätten durchgehend den Wunsch, auf dem Festivalgelände zu essen. Mit mehr Publikum sei diesem Wunsch schwer nachzukommen. Die Partout-Karten und die Tageskarten für Sonnabend waren bereits am Freitag vergriffen.

Es gibt viele gemütliche Sitzgelegenheiten Foto: Elise Rahbek

Zusätzlicher Strombedarf

Die Hitze am Sonnabend führte nicht nur dazu, dass es im Getränkebereich zeitweise ein Notstand an Wasser in Flaschen gab, sondern sorgte im Kühlbereich für den Bedarf an zusätzlichen Stromquellen. „Wir mussten drei Generatoren anfordern, um das Eis und die Getränke kalt zu halten“, erläutert Bert Schultz. Damit konnte das Konzept mit dem Kauf von grüner Energie nicht ganz eingehalten werden, für 2020 werde aber an einer Lösung gearbeitet, so Schultz.

Maria Theessink lobte die Festivalgäste. „Wir sind stolz auf unser Publikum“, erklärte sie mit Blick auf den Respekt, den die Musik bei den Festivalbesuchern genießt. „Es war ein fantastisches Festival. Ich war vor meiner Feuertaufe etwas nervös. Mit den vielen freiwilligen Helfern, dem tollen Publikum und dem fantastischen Wetter ist alles super gelungen“, freute sich Bert Schultz, bei dem sich ein Hauch von Wehmut einschlich, da seine Vertretung Ende Oktober endet.

Mehr lesen