Kultur

Stimmiger Abschluss des deutsch-dänischen Chorprojekts

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Tingleff/Tinglev
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Foto: Karin Riggelsen

Nach Auftritten in Flensburg und Leck hat das deutsch-dänische Grenzland-Chorprojekt in Tingleff seinen Abschluss gefunden. In gleich sieben Sprachen und Dialekten des deutsch-dänischen Raums wurde unter professioneller Leitung und Begleitung bei bestem Wetter gesungen.

„Da kann man vor Stig und dem Chor nur den Hut ziehen“, so das Résumé von Tingleffs Büchereileiterin Mareike Poté. Zusammen mit ihrem Kollegen Niels Jacobsen von der dänischen Bibliothek hatten sie ein deutsch-dänisches Chorprojekt ins Leben gerufen, das mit Interreg-Mitteln und weiteren Fördergeldern finanziert wurde.

Den Hut zogen auch die mehr als 100 Zuhörer, als am Donnerstagabend an der Freilichtbühne im Tingleffer Wald das dritte und letzte Konzert gegeben wurde. Der Chor mit Sängern beidseits der Grenze trat an den Tagen zuvor in Leck und Flensburg auf.

Ein kurzer Ausschnitt aus dem Konzert:

Intensive Vorbereitung, professionelle Musiker

Die Darbietung im idyllischen Ambiente der Tingleffer Freilichtbühne war ein rühmlicher Abschluss des besonderen grenzüberschreitenden Musikevents. Die große Professionalität, die Chorleiter und Multikünstler Stig Möglich Rasmussen ins Projekt gelegt hatte, war unverkennbar.

Die Lieder, die sieben verschiedene Dialekte und Sprachen aus dem hiesigen Raum umfassten, hatte er von Sprachkennern aus dem Grenzland extra auf Tonträger einsprechen lassen, damit der Chor optimal vorbereitet wird. Die sechs professionellen Musiker, die Stig Möglich aus seinem Netzwerk heranzog, machten den Chorauftritt schließlich zu einem perfekten Ganzen.

Durch den Abend in Tingleff führte Poul Erik Thomsen, der als Vorsitzender von Tinglev Forum die Rolle des Conferenciers routiniert auszufüllen weiß. Insgesamt 20 Lieder (und eine Zugabe) wurden gesungen.

Verdienten Applaus ernteten Chor, Chorleiter und Musiker zum Ende. Es war mit Wehmut verbunden, dass die Truppe nach so vielen Wochen enger Zusammenarbeit über die Grenze hinweg wieder getrennte Wege gehen wird.

„Es wurde nach dem Konzert natürlich darüber gesprochen, in Kontakt zu bleiben, und am liebsten würde der Chor weitermachen mit Hinblick auf 2020. Ob da was möglich ist, muss man aber sehen. Das Projekt ist offiziell beendet“, so Mareike Poté.

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