Rechtsprechung

Folgenschwere Schummelei mit Covid-Papieren

Folgenschwere Schummelei mit Covid-Papieren

Folgenschwere Schummelei mit Covid-Papieren

Fröslee/Frøslev
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Am Sonderburger Gericht hat es erneut Haftprüfungstermine wegen Urkundenfälschung bei der Einreise gegeben. Foto: DN (Archiv)

An der Grenze ist mehrmals die Vorlage gefälschter Corona-Tests oder Arbeitspapiere aufgedeckt worden. Mit den Dokumenten sollte ein Einreisegrund nachgewiesen werden. Auch ein deutscher Arbeitnehmer ließ sich zu einer Urkundenfälschung hinreißen.

Es ist angesichts der verschärften Gesetze in der Pandemie kein Kavaliersdelikt, sich mit einem falschen Corona-Test oder falschen Arbeitsverträgen Zugang nach Dänemark zu verschaffen.

Das haben in den vergangenen Tagen gleich mehrere ausländische Staatsbürger erfahren müssen, nachdem sie bei Kontrollen an der Grenze mit falschen Papieren ertappt worden waren.

Ungereimtheiten bei den Arbeitspapieren

Vier Wochen Untersuchungshaft heimste sich nach Angaben der Polizei für Südjütland und Nordschleswig eine 25-jährige Rumänin ein.

Sie legte am Autobahngrenzübergang Fröslee einen falschen Arbeitsvertrag vor, woraufhin Beamte sie festnahmen.

Die Rumänin beteuerte ihre Unschuld, legte gegen die U-Haft aber keine Beschwerde ein.

Geständig

Zwei Wochen Untersuchungshaft sind am Gericht in Sonderburg (Sønderborg) gegen zwei Georgier im Alter von 35 und 48 Jahren angeordnet worden.

Auch sie hatten am Frösleer Übergang falsche Einreisepapiere vorgelegt. Die beiden Männer zeigten sich geständig.

Datum geändert

Ein juristisches Nachspiel hat zudem ein 36-jähriger Deutscher zu erwarten.

Da ihm am Osterwochenende ein aktueller Corona-Test fehlte, um zur Arbeit in Dänemark zu kommen, fälschte er laut Polizei kurzerhand das Datum eines alten Testergebnisses.

Der Schwindel flog auf, und auch gegen den Deutschen wurde ein Verfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet.

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