Mobilität

Neue Ticketpreise: In Nordschleswig ist es jetzt teurer, mit Bus und Bahn zu fahren

Neue Ticketpreise: In Nordschleswig ist es jetzt teurer, Bus und Bahn zu fahren

Neue Ticketpreise: Bus und Bahn in Nordschleswig teurer

Apenrade/Aabenraa
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Busfahren wird in Nordschleswig, wie in ganz Dänemark, in den meisten Fällen teurer. Besonders Kurzstrecken sind betroffen (Archivfoto). Foto: Karin Riggelsen

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Öffentlicher Transport: Sydtrafik und DSB wollen mehr Geld von den Fahrgästen sehen – besonders auf kurzen Reisen. Berufsverkehr und lange Strecken werden derweil geschont.

Busfahrten sind seit Sonntag in Südjütland und Nordschleswig im Durchschnitt um 4,9 Prozent teurer. Damit nutzt die regionale Verkehrsgesellschaft Sydtrafik den vorgegebenen Rahmen von maximal 4,9 Prozent Preisanstieg für 2023 voll aus.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt, seien die Kosten für den Betrieb in jüngster Zeit deutlich gestiegen. „Zugleich wurden die Preise über mehrere Jahre nicht angefasst, und das macht es nötig, sie nun steigen zu lassen“, so Sydtrafik-Geschäftsführer Lars Berg.

Claus Berg Sydtrafik
Claus Berg, Geschäftsführer bei Sydtrafik Foto: Rico Feldfoss

Einzelfahrten werden deutlich teurer

Wer sich spontan dafür entscheidet, in den Bus zu steigen, muss seit Sonntag besonders draufzahlen: Egal, wie lang die Reise ist, sie wird für Erwachsene um 2 Kronen teurer. Die günstigste Einzelfahrt wird somit 26 statt 24 Kronen kosten.

Kinder unter 16 Jahren müssen 1 Krone mehr berappen, Erwachsene können aber weiterhin zwei Kinder unter zwölf Jahren kostenlos mitnehmen.

Rejsekort: Geringerer Anstieg

Wer eine Rejsekort besitzt und so seine Bus- und Bahnfahrten bezahlt, kommt etwas glimpflicher davon. Im Tarifbereich von Sydtrafik steigt der Einstiegspreis um 1,25 Kronen pro Fahrt über zwei Zonen, von 18,25 Kronen auf 19,50 Kronen.

Egal, wie bezahlt wird: Der Preisanstieg ist nicht anteilig, sondern liegt für Erwachsene bei 2 Kronen ohne und 1,25 Kronen mit Rejsekort, egal, wie lang die Fahrt ist – weshalb lange Fahrten verhältnismäßig weniger teuer werden.

Zudem bleibt der 20-prozentige Rabatt für alle Fahrten in den Zeiten 11 bis 13 und nach 18 Uhr an Werktagen für Rejsekort-Besitzerinnen und Besitzer erhalten.

Pendelfahrten werden nur leicht teurer

Wer mit dem Bus zur Arbeit fährt, hat die geringsten Preisanstiege zu befürchten. Eine Pendelkarte für zwei Zonen wird monatlich künftig 390 statt 384 Kronen kosten. Wer weit fährt – zwischen 8 und 11 Zonen – wird überhaupt keinen Preisanstieg bemerken – dazwischen allerdings wird es teurer. Auch Pendelkarten für Rentnerinnen und Rentner werden entsprechend teurer.

Bahnfahren wird in Dänemark teurer. Die DSB verweisen auf weiterhin günstige Orange-Tickets (Archivfoto). Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Auch die Zugfahrt wird teurer

Die DSB heben die Preise für Fahrten in ganz Dänemark an – und zwar vorwiegend für Kundinnen und Kunden mit Rejsekort. Heißt: Seit Sonntag ist es nicht mehr in jedem Fall günstiger, mit der Rejsekort zu fahren.

„Wir wünschen uns, dass es einfacher wird, zu durchschauen, welches Ticket am besten zur Reise passt, egal, über welchen Kanal es gekauft wurde“, so DSB-Kundenchefin Charlotte Saltoft Kjærulf in einer Pressemitteilung der DSB vom 5. Januar. Deshalb würden die Preisunterschiede nun weitgehend abgeschafft.

Zugfahrten in Jütland und auf Fünen werden 2023 um durchschnittlich 3,9 Prozent teurer. Bei Einzelfahrkarten sind es 2,1 Prozent – bei der Rejsekort 6,9 Prozent. Östlich des Großen Belts steigen die Preise um durchschnittlich 4,9 Prozent an. Die Kosten für Reisen über den Belt hinweg steigen um 3,2 Prozent.

Details zu den neuen Preisen auch für Rentnerinnen und Rentner oder Kinder und Jugendliche gibt es auf den Internetseiten von Sydtrafik und DSB.

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