Wiedereröffnung

Second-Hand-Läden wieder offen: „Das wurde Zeit“

Second-Hand-Läden wieder offen: „Das wurde Zeit“

Second-Hand-Läden wieder offen: „Das wurde Zeit“

Wester-Satrup/Vester-Sottrup
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Vera Tychsen (l.) und Margit Schlosser am ersten Tag der Wiedereröffnung hinter dem Tresen des Rote-Kreuz-Ladens in Wester-Satrup. Foto: Sara Wasmund

Im ganzen Land haben am Montag auch die Second-Hand-Geschäfte wiedereröffnet, mit denen Hilfsorganisationen Geld für wohltätige Zwecke verdienen. Im Wester-Satruper „Genbrug“-Geschäft vom Roten Kreuz kam es zu einem wahren Kundenansturm.

Seit Ende Dezember saßen die Mitarbeiter des Roten-Kreuz-Geschäftes in Wester-Satrup buchstäblich auf gebrauchten Möbeln, Klamotten und Dekorationsartikeln. Und nicht nur das. Im Laufe des Shutdowns lieferten immer mehr Bürger ihre gebrauchten Sachen hinter dem Geschäft ab – sodass sich die Waren geradezu auftürmten.

100.000 bis 150.000 Kronen weniger an Spenden

Und so war Abteilungsleiterin Margit Schlosser am Montag mehr als erleichtert, als endlich wieder Kunden ins Geschäft kommen durften. „Wir haben durch die Zeit der Schließung rund 100.000 bis 150.000 Kronen weniger, die wir in wohltätige Zwecke investieren können“, so Margit Schlosser, die um kurz vor 15 Uhr die Tür zum Geschäft öffnete, vor der schon mehrere Kunden warteten.

Die Parkplätze vor und hinter dem Geschäft waren kurz nach der Öffnung um 15 Uhr voll besetzt. Foto: Sara Wasmund

Der „Genbrug“-Laden in Wester-Satrup gibt 34 Prozent seiner Einnahmen an den Landesverband, „über den Rest dürfen wir selbst bestimmten“, so Schlosser. Die Abteilung unterstützt unter anderem kostenlose Gesundheitsbehandlungen für Bedürftige sowie Projekte, die Gefängnisinsassen und Angehörige unterstützen.

Kundenanzahl stark begrenzt

Seit Montag kommt für diese und andere Projekte wieder Geld in die Kasse. „Wir achten darauf, dass im großen Raum maximal 15 Kunden sind, und in der Möbelhalle maximal 10. Es dürften nach den geltenden Regeln und unserer Quadratmeteranzahl mehr sein, aber zum Schutz der Kunden und der Mitarbeiter passen wir besonders gut auf uns auf“, so die Abteilungsleiterin, die in den ersten Stunden der Wiedereröffnung einen wahren Kundenansturm erlebte und die Kundenanzahl genau im Blick behalten musste.

Es sind derzeit so viele Möbel in der Halle, dass nicht alle aufgestellt werden können – so wie dieses senkrecht abgestellte Sofa. Foto: Sara Wasmund

„Einige von uns waren während des Lockdowns hier vor Ort, um die angelieferten Waren einzusortieren. Belehrt aus der Zwangsschließung im Frühjahr. Die Leute kommen nämlich trotzdem vorbei und stellen ihre Sachen ab. Wir haben die Regale aufgefüllt, wie nur irgendwie möglich. Und in der Möbelhalle stapeln sich die Möbel! Jetzt wurde es wirklich Zeit, dass wieder Kunden kommen!“, so Margit Schlosser. Von den rund 80 Freiwilligen des Rote-Kreuz-Ortsverbandes sind rund 50 Personen im „Genbrug“-Geschäft aktiv.

Ein Paar Kindergummistiefel ergattert

Kundin Camilla Hartung und Sohn Melvin aus Nübel (Nybøl) waren unter den ersten Kunden am Tag der Wiedereröffnung. „Ich habe drei Jungs und komme regelmäßig hierher“, so Camilla Hartung, die ein Paar Kindergummistiefel ergatterte. „Wir haben jetzt lange genug gewartet, endlich kann man wieder Second Hand einkaufen!“

Camilla Hartung und Sohn Melvin aus Nübel waren unter den ersten Kunden des Tages. Foto: Sara Wasmund
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