Denkmalschutz

Mühlenrenovierung: 150.000 Kronen aus der Kommunalkasse

Mühlenrenovierung: 150.000 Kronen aus der Kommunalkasse

Mühlenrenovierung: 150.000 Kronen aus der Kommunalkasse

Sonderburg/Sønderborg
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Die Düppeler Mühle ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Foto: Jan Peters

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Die Gesamtkosten für die Renovierung belaufen sich auf eine Million Kronen. Die Arbeiten mussten durchgeführt werden, nachdem Fehler bei der vorherigen Renovierung gemacht worden sind.

Die Düppeler Mühle ist ein Nationalsymbol, das auch in der deutsch-dänischen Geschichte des Grenzlandes eine große Rolle spielt. Sie steht nahe den Düppeler Schanzen, die im Krieg von 1864 ein zentraler Schauplatz beim Kampf des preußischen und dänischen Heeres waren, die sich hier gegenüberstanden.

In Verbindung mit den Festlichkeiten zum 100. Jahrestag der Wiederangliederung Nordschleswigs an Dänemark (im Dänischen „Genforening“ genannt) ist die Mühle generalüberholt worden. Wie sich kurze Zeit später jedoch herausstellte, wurde das äußere Mauerwerk fehlerhaft verputzt. Eine erneute Renovierung war notwendig. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen.

Eine Million Kronen kosteten die Arbeiten. Der selbsttragende Verein „DSI Dybbøl Mølle“, der die Mühle unterhält, hatte nicht ausreichend Mittel zur Verfügung – und bat deshalb um Hilfe. Unter anderem sollte die Kommune Sonderburg 250.000 Kronen hinzuschießen, so der Wunsch.

Kommune unterstützt Mühlen-Renovierung

Jetzt hat der zuständige Ausschuss für Kultur-, Sport und Mitbürgerschaft entschieden, 150.000 Kronen beizusteuern.

„In der Kommune Sonderburg wollen wir die Renovierung gerne unterstützen. Wir sind der Meinung, dass wir lokal und national an der Bewahrung des Nationalsymbols, der Düppeler Mühle, eine Mitverantwortung tragen. Die Mühle hat eine kulturhistorische Bedeutung für die einzigartige Geschichte des Grenzlandes, wo Deutsche und Dänen heute in friedlicher Nachbarschaft leben“, sagt die Ausschussvorsitzende Christel Leiendecker von der Schleswigschen Partei (SP). Der Ausschuss-Vize Thomas Worm Larsen (Venstre) sieht noch einen weiteren Aspekt. Für ihn ist die Mühle auch ein touristisches Aushängeschild.

Die Kommune kann die Aufgabe nicht allein tragen. Deshalb erwarten wir, dass der Staat sich seiner Verantwortung bewusst ist und seinen Anteil trägt.

Christel Leiendecker, Ausschussvorsitzende

Allerdings sieht Christel Leiendecker die Kommune nicht allein in der Pflicht für die Bewahrung dieses Stücks Grenzgeschichte. „Die Kommune kann die Aufgabe nicht allein tragen. Deshalb erwarten wir, dass der Staat sich seiner Verantwortung bewusst ist und seinen Anteil trägt“, erklärt Leiendecker in einer Pressemitteilung.

Verschiebung im Kommunal-Budget

Da die erneute Renovierung überraschend auftauchte, war zunächst kein Geld da. „Wir mussten im Budget fündig werden“, berichtet die SP-Politikerin, „und dafür mussten wir in einem schon engen und von Sparmaßnahmen getroffenen Etat an anderer Stelle sparen“, fährt sie fort. Statt der von „Dybbøl Mølle“ gewünschten Viertelmillion Kronen konnten nun jüngst 150.000 Kronen bewilligt werden. Dafür wird eine andere, ursprünglich geplante Investition in das kommende Haushaltsjahr verschoben.

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