Schenkung

Kieler Künstlerin schenkt SDU ein Friedens-Werk

Kieler Künstlerin schenkt SDU ein Friedens-Werk

Kieler Künstlerin schenkt SDU ein Friedens-Werk

Sonderburg/Sønderborg
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Künstlerin Marie-Luise Liebe (r.) und Bibliotheks-Mitarbeiterin Vibeke Rønnedal vor der Collage, die der SDU geschenkt wurde. Als Angestellte vor Ort wird Vibeke Rønnedal das Kunstwerk in ihrem Alltag erleben, ebenso wie die Studierenden der Universität. Foto: Sara Eskildsen

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Wie zerbrechlich und schutzbedürftig Frieden ist, zeigt die Künstlerin Marie-Luise Liebe mit einer Fotocollage in der Süddänischen Universität. Warum sie ihr Friedenswerk nun verschenkt hat, verrät sie im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“.

„Den Frieden für die nächsten Generationen zu erhalten ist unsere allerwichtigste Aufgabe.“ Mit diesen Worten hat die Kieler Künstlerin Marie-Luise Liebe der Süddänischen Universität (SDU) in dieser Woche ein Werk geschenkt.

Die großrahmige Fotocollage entstand vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit Kindern aus dem Deutschen Kindergarten Lügumkloster (Løgumkloster) und Kindern aus dem Raum Kiel. Marie-Luise Liebe hat Kinderhände fotografiert, die rohe Eier mit den Worten „Frieden“ und „Fred“ halten.

„Friedensbotschaft ist relevanter denn je!“

„Die dänischen Kindergärten und Schulen in Deutschland sowie die deutschen Kindergärten und Schulen in Dänemark sind wunderbare Einrichtungen, um das friedliche Miteinander von Klein auf zu erfahren und zu praktizieren. Deswegen habe ich sie mir als Friedensbotschafter ausgesucht“, erklärte die Künstlerin, als sie das Werk der SDU übertrug.

„Wir sind unglaublich dankbar, dass wir dieses Werk ausstellen durften, und dass wir es nun behalten können“, so Lotte Vinther, die als Bibliothekarin und Kunstzuständige der SDU bei der Schenkung anwesend war. „Die Tatsache, dass es in dem Werk um Frieden geht, macht es zu einem ganz besonderen Kunstwerk. Diese Friedensbotschaft ist relevanter denn je!“


Die Künstlerin Marie-Luise Liebe Foto: Sara Eskildsen

Die Idee zu dem Werk kam der Künstlerin 2016, als der grenzüberschreitende Kunst- und Kulturverein FFKK seine Mitglieder einlud, sich für die Wanderausstellung „Grænzeland“ zu bewerben.

„Die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark ist durch die Jahrhunderte hindurch mit Macht und Blutvergießen etliche Male verschoben worden. Ich wollte mich dem Thema nicht durch den Rückblick in die kriegerische Vergangenheit nähern, sondern wollte den Blick auf das heutige friedliche Zusammenleben im Grenzland richten, ins Besondere auf unsere Verantwortung für die Zukunft.“

Friedenswerk inmitten der jungen Generation

Seit 2022 hängt das Bild nun schon in der Bibliothek der SDU – inmitten der nächsten Generation, die vor Ort studiert. „Ich finde es ganz wunderbar, dass es inmitten junger Menschen hängt“; so die Künstlerin. „Dass sie es mit ihren Augen sehen und daraus etwas mitnehmen.“

„In vielen Kulturen gilt das Ei als ein Symbol für Vollkommenheit, Leben, Zukunft und Hoffnung. Wegen seiner Zerbrechlichkeit müssen wir mit dem Ei wie auch dem Frieden immer mit allergrößter Umsicht und Achtsamkeit umgehen.“

Das Foto-Werk ist zusammen mit Kindern aus dem Deutschen Kindergarten Lügumkloster entstanden und hängt nun zeitlich unbegrenzt als Schenkung in der Bibliothek der Süddänischen Universität. Foto: Sara Eskildsen
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