Bauprojekt

Deutsches Museum: Exponate hängen in Kiel fest

Deutsches Museum: Exponate hängen in Kiel fest

Deutsches Museum: Exponate hängen in Kiel fest

Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Auf der Baustelle des Deutschen Museums für Nordschleswig geht es voran. Foto: Karin Riggelsen

Der Ausnahmezustand wegen der Corona-Krise wirkt sich auch auf Neubau und Neueinrichtung des Deutschen Museums für Nordschleswig aus.

Die Handwerker und Bauarbeiter arbeiten zwar wie gewohnt, trotzdem wirkt sich die Corona-Krise auf Neubau und Neueinrichtung des Deutschen Museums für Nordschleswig aus.

„An der Baustelle selbst geht alles seinen gewohnten Gang“, sagt Hauke Grella, Leiter des Museums. Die Glaskuppel ist installiert, das Eingangsportal nimmt Form an, Tür und Fenster sind eingesetzt. „Da läuft alles wie gehabt und ohne Verzögerungen“, so Grella.

Wird die Eröffnung im Juli stattfinden können?

Einschränkungen oder Verzögerungen gibt es aber bei der Inneneinrichtung. Am 11. Juli soll das neue Museum am Sonderburger Rönhofplatz eröffnen, das Richtfest ist im Januar fristgerecht gefeiert worden.

Wird die Eröffnung im Juli stattfinden können? „Es ist schwer abzusehen, wie sich die Situation weiterentwickelt. Derzeit gehe ich davon aus, aber man muss abwarten“, so Grella.

Uwe Jessen, Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger ist optimistisch gestimmt: „Bisher läuft alles planmäßig. Ich bin guter Dinge, dass wir gemeinsam am 11. Juli Eröffnung feiern können.“

Das neue deutsche Museum für Nordschleswig besteht aus dem alten Gebäudeteil (l.) und dem Anbau. Hier der Blick vom Parkplatzdeck gegenüber Foto: Karin Riggelsen

Gewehr und Uniform können nicht abgeholt werden

Eigentlich wollte der Museumsleiter in dieser Woche Exponate aus Kiel abholen. Ein Gewehr aus der Festung Rendsburg von 1848, eine 170-jährige Uniform aus der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (1848-51) – die Exponate haben Seltenheitswert, können wegen der geschlossenen Grenzen aber nicht abgeholt werden.
„Das ist erst mal verschoben worden. Wir haben zum Glück die Maße und können die Inneneinrichtung darauf einstellen“, so der Museumsleiter.

Ausgesetzt werden mussten außerdem einige Interviews zum Thema „Identität im Grenzland“, die im Museum virtuell aufbereitet gezeigt werden sollen.

Derweil baut das Kopenhagener Unternehmen „Engelbrecht Construction“ in Zusammenarbeit mit den Inneneinrichtern von „No Parking“ die Vitrinen für die Ausstellung.


Mehr lesen