Royales Rennen

Royal Run: Sonderburg nahezu gleichauf mit Kopenhagen

Royal Run: Sonderburg nahezu gleichauf mit Kopenhagen

Royal Run: Sonderburg nahezu gleichauf mit Kopenhagen

Sonderburg/Sønderborg
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Beim Royal Run 2019 in Kopenhagen: Kronprinz Frederik mit seinen Kindern Foto: James Alexander Thisted/Ritzau Scanpix

Die Anmeldungen für den Start des Royal Run 2020 in Sonderburg gehen durch die Decke: Bis zum Dienstagmorgen hatten sich bereits 12.361 Personen angemeldet. In Odense waren es lediglich 2.852.

„Das ist einfach unglaublich, wir kriegen hier in Sonderburg die Arme vom Jubeln gar nicht mehr nach unten“, sagt Helge Larsen, Stadtratspolitiker und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses der Kommune.

Was ihn zum Jubeln bringt, sind die Anmeldezahlen für den Royal Run, der 2020 am 1. Juni in Sonderburg beginnt, und an dem Kronprinz Frederik auf der "One-Mile"-Strecke mitlaufen wird.

Seit Dienstag kann man sich in verschiedenen Strecken und Distanzen für den Lauf anmelden, der in Sonderburg, Aalborg, Odense, Kopenhagen und auf Bornholm durchgeführt wird.

Bis Mittwochmorgen waren es in Sonderburg 12.361 angemeldete Personen. Zum Vergleich: Für den Lauf in Kopenhagen hatten sich zum selben Zeitpunkt 12.730 Personen angemeldet, für die Veranstaltung in Odense 2.852.

„Das ist fantastisch, und ich habe meine Vermutung, was die Gründe dafür sind“, sagt Helge Larsen. Zum einen habe Kronprinz Frederik Mitte der 1980er selbst in Sonderburg gelebt, als er seine Ausbildung in der Sonderburger Kaserne absolvierte.

„Wir sind hier in Nordschleswig sehr royal"

„Wir sind hier in Nordschleswig sehr royal, und die Menschen vor Ort haben ein besonderes Verhältnis zu Kronprinz Frederik und zum Königshaus“, vermutet Helge Larsen.

„Zum anderen hat Sonderburg im 100. Jahr nach der Wiedervereinigung für viele Menschen ein besonderes Thema, eine besondere Anziehungskraft. Das Thema Wiedervereinigung ist relevant, und da ist es naheliegend, dass die Dänen für dieses besondere Arrangement in diesem besonderen Jahr nach Sonderburg kommen wollen“, so der Stadtratspolitiker.

Der gesamte Stadtrat geht als Team an den Start

Helge Larsen hat sich bereits am Dienstag für den Lauf angemeldet. Er ist nicht der einzige Politiker, der mitmacht: Der gesamte Sonderburger Stadtrat geht als Mannschaft an den Start.

Bei der Etappe in Aarhus lief Kronprinz Frederik 2019 die „One Mile“-Strecke. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix

„Wir sind ja sehr unterschiedlich in Alter und Kondition, daher ist es jedem selbst überlassen, welche Strecke er läuft und mitmacht. Ich beispielsweise gehe die Fünf-Kilometer-Strecke mit“, so Larsen.

Die Kommune Sonderburg beteiligt sich mit einer Million Kronen an der Veranstaltung. Bestens investiertes Geld, findet Larsen.

Werbung, die ansonsten unbezahlbar wäre

„Bereits an dem Tag, an dem der Start in Sonderburg bekannt gegeben wurde, hat TV2 stundenlang über Sonderburg berichtet. Am 1. Juni 2020 wird der Sender einen Tag lang aus Sonderburg berichten – das ist Werbung, die ansonsten unbezahlbar wäre. Abgesehen davon verdient Sonderburg an all den Gästen, die uns in dem Zusammenhang besuchen werden“, so die Einschätzung des Lokalpolitikers.

Wer sichergehen möchte, dass er dabei ist, sollte bestimmt nicht bis zum Anmeldeschluss im Mai warten.

Helge Larsen, Stadtratspolitiker

Der Lauf in Sonderburg wird in Zusammenarbeit mit der Kommune Sonderburg, dem „Genforeningssekretariat“ und Sport Event Syd ausgerichtet.

Der Lauf ist für 15.000 Personen konzipiert. „Sollten sich weitaus mehr Menschen anmelden, dann bin ich sicher, dass Sport Event Syd mit den Streckenverläufen jonglieren kann, damit möglichst viele mitmachen können. Aber wer sichergehen möchte, dass er dabei ist, sollte bestimmt nicht bis zum Anmeldeschluss im Mai warten“, sagt Helge Larsen.

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