Evakuierung auf Kjär

Am Mittwochvormittag wird gesprengt

Am Mittwochvormittag wird gesprengt

Am Mittwochvormittag wird gesprengt

Sonderburg/Sønderborg
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Heimwehr und Polizei sperrten am Mittwochvormittag die Zufahrt nach Kjär ab. Foto: Sara Eskildsen

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Heimwehr und Polizei haben die Zufahrt Richtung Kjär abgesperrt. Um 10.45 Uhr soll die Sprengung der Bomben stattfinden. Hunderte Anwohnende wurden bereits am Dienstagabend aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen.

Jetzt geht plötzlich alles ganz schnell: Am Dienstagabend um 19.29 Uhr hat der Munitionsräumdienst EOD in einer öffentlichen Mitteilung alle Bewohnerinnen und Bewohner der Halbinsel Kjär aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen.

Im Laufe des Abends und der Nacht wird die Polizei versuchen, alle Anwohnenden zu kontaktieren, um sie zum Verlassen der Halbinsel auffordern.

Plötzlich ist Gefahr im Verzug

Anlass ist die geplante Sprengung von zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die vor rund zwei Wochen auf einem Acker an der Adresse Arnkilsmaj gefunden wurden.

Nachdem am Dienstag Spezialeinheiten den Acker vor Ort untersucht und eine der beiden Bomben freigelegt haben, ist plötzlich Gefahr im Verzug.

Diese Karte ist von der Polizei am Dienstagabend veröffentlicht worden. Sie zeigt den gesamten Bereich, der nun evakuiert werden muss. Foto: Syd- og Sønderjyllands Politi

Die Abdeckung von einer der beiden Bomben habe am Dienstag gezeigt, dass die Bomben schneller als erwartet schadlos gemacht werden müssen, so die Nachricht aus der Polizeizentrale am Abend.

„Wir können nicht die Methode anwenden, mit der wir gerechnet haben“, sagt der zuständige Major Peter Jegsen. „Die meisten Methoden setzen voraus, dass viele Lastwagen in den Bereich vorfahren, um Erde oder Sand abzuladen. Das bewerten wir nun als zu riskant.“

Auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend wurde bekannt, dass die eine Bombe in zwei Teile zerbrochen ist – Explosionsgefahr bei Erderschütterungen.

Größere Sicherheitszone erforderlich

Nun sollen die Bomben am Mittwochmorgen gesprengt werden. Das gehe schneller – erfordere aber eine größere Sicherheitszone, so Jegsen.

Aus diesem Grund müssen sämtliche Menschen auf Kjär, sowie einige Haushalte auf der Sundewitt-Seite ihr Zuhause verlassen – am besten sofort.

Ein Bild vom Bomben-Acker am Dienstagnachmittag: Links unter der blauen Plane liegen die vor rund zwei Wochen gefundenen Bomben, rechts im Hintergrund suchen Mitglieder des Munitionsräumdienstes nach weiteren Bomben. Foto: Sara Eskildsen

„Die Bürgerinnen und Bürger können schon jetzt überlegen, wo sie die Nacht verbringen können und sie sollten die Gegend so schnell wie möglich verlassen“, sagt Polizeiinspektor Tage Jehn.

Wer nicht weiß, wohin, kann sich unter 114 melden und eine Unterkunft für die Nacht erhalten. Wer die Gegend verlässt, möge sich ebenfalls unter 114 bei der Polizei melden, damit die Behörden den Überblick haben.

Mittwochvormittag soll gesprengt werden

Gesprengt wird erst, wenn alle Bürgerinnen und Bürger evakuiert sind. Geplant ist, dass die Bomben am Mittwochmorgen in die Luft gehen. Wann genau, weiß bislang noch niemand. Insgesamt werden rund 500 Bürgerinnen und Bürger evakuiert, es handelt sich um 193 Haushalte. Zudem kommen Haustiere – und Pferde.

Auffangzentrale Humlehøjhallen

Wer kann, möge bei Freunden, Bekannten oder Familie unterkommen, so der Rat am Dienstagabend. In den Sonderburger Humlehøjhallen wird eine Auffangzentrale eingerichtet. Von dort aus weist die Kommune Übernachtungsplätze an.

In Kürze wird auch der Luftraum über Sonderburg gesperrt. Noch ist der Flugbetrieb am Sonderburger Flughafen aber nicht eingestellt, wie Flughafendirektor Christian Berg um 20.27 Uhr auf Anfrage mitteilte.

Die Kommandozentrale des Militärs am Rande der Wiese, wo die Bomben liegen Foto: Sara Eskildsen
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