Verkehrspolitik

„Super-Radweg“ ist beschlossene Sache

„Super-Radweg“ ist beschlossene Sache

„Super-Radweg“ ist beschlossene Sache

Hadersleben/Haderslev
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Die Museumsbahner büßen einen Teil ihrer Strecke ein, sollen aber, wie berichtet, dafür entschädigt werden. Foto: Ute Levisen

Der nicht unumstrittene sogenannte „Super-Radweg“ kann in die Verlängerung gehen! Darauf einigte sich eine Mehrheit im Stadtrat auf der jüngsten Sitzung. Auf dieser stimmten die Repräsentanten von Einheitsliste erstmals gegen einen Radweg.

Visionen und Ideen für den bisherigen, 900 Meter langen Schienenstrang von der Norderstraße bis zum Museum „Historische Kutschensammlung“ am Simmerstedterweg gibt es viele, offenbarte die jüngste Stadtratssitzung. Dort verabschiedeten die Politiker mehrheitlich – mit drei den Gegenstimmen von Einheitsliste und Marie Skødt (Soz.) die seit langem geplante und keineswegs unumstrittene Verlängerung.

Frust und Trauer bei den Museumsbahnern

Vor allem die Ehrenamtlichen der Museumsbahn bedauern diese Entscheidung, die, wie berichtet, dazu führt, dass die Hauptstation der Bahn am Rathaus dem Teilabschnitt des „Super-Radweges“ weichen muss.

„Ich glaube, es ist das erste Mal, dass Einheitsliste gegen einen Radweg stimmt“, stellte Svend Brandt von der Einheitsliste fest. Seine Vision ist eine Stadtbahn von Hadersleben nach Woyens.

Mogens Rerup, Svend Brandt (EL) (siehe Foto) und Marie Skødt (Soz.) stimmten gegen den Vorschlag, aber aus verschiedenen Gründen. Foto: Ute Levisen

Stadtbahn keine „Luftnummer“

Auf die Gegenantwort von Stadtratskollegen, der Traum von einer „Letbane“ sei ein Luftschloss, argumentierte Einheitsliste, dass dem mitnichten so sei, da der Staat bei der Kommune in der Schuld stehe, als diese im Zuge der Kommunalreform die Straße nach Woyens übernahm – ohne die dafür in Aussicht gestellte Kompensation: Diese sei in die Autobahn nach Sonderburg geflossen!

Vision von fahrerlosen Mini-Bussen zwischen Hadersleben und Woyens

Auch der Einsatz sogenannter fahrerloser Mini-Busse auf dieser Strecke gehören zu den vielen politischen Ideen. Marie Skødt und ihre Parteikollegin Lone Ravn verwiesen auf mangelhafte Verkehrssicherheit in Verbindung mit der Verlängerung auf der Breiten Straße, die zur Stoßzeit recht unübersichtlich ist, um es vorsichtig auszudrücken.

„Tunnel wäre optimal“

Daher wäre eine Tunnellösung für die viel befahrene Straße auch optimal, räumte der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Benny Bonde (Liberale Allianz), ein. Dies wäre allerdings eine wesentlich kostspieligere Alternative.

Die Verlängerung des Radweges kostet insgesamt gut sechs Millionen Kronen und wird vom Staat mit 1,2 Millionen Kronen gefördert. Vorgesehen ist, die ca. 400 Meter lange Strecke von der Norderstraße bis zur Breiten Straße in einer Breite von vier Metern anzulegen und die Strecke von der Breiten Straße bis zum Simmerstedterweg in einer Breite von drei Metern.

Kreuzungen wird es an der Pladsgade, Slagtergade und am Viadukt am jetzigen Schienenstrang an der Laurids Skaus Gade geben.

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