Neueröffnungen

Kaffeebar und Kunst am Graben

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Hans Skøtt und Marie Dufresne. Die Kaffeebar folgt im Großen und Ganzen den Öffnungszeiten der Geschäfte. Foto: Karin Friedrichsen

Am Graben in Hadersleben ist einiges los: Hans Skøtt hat am Montag seine Kaffeebar eröffnet und Marie Dufresne folgt im September mit der „Kunsthal 6100“.

Montag hat Hans Skøtt seine Kaffeebar am Graben eröffnet. Das kleine Café wurde in dem Gebäude eingerichtet, wo ehemals ein Fischhandel und davor eine Eisbar ihren Standort hatten. Nachbarin der Kaffeebar ist Marie Dufresne. Sie plant für 20. September 2019 die Einweihung der körperschaftseigenen Einrichtung „Kunsthal 6100“. Kaffeebar und Kunsthalle werden Seite an Seite in der ehemaligen Buchdruckerei von Jacob Wind angesiedelt.

Hans Skøtt arbeitet in Teilzeit bei „Brand & Redning Sønderjylland“. Mit dem Sprung in die Selbstständigkeit erfüllt er sich einen lang gehegten Wunsch. Hans Skøtt arbeitete viele Jahre als Pädagoge. Im Frühjahr entschloss er sich neue berufliche Wege zu beschreiten. Der 47-Jährige arbeitet nur in Teilzeit bei der kommunalen Bereitschaft, wo er in der Serviceabteilung tätig ist.

Auf Reisen inspiriert

Deswegen lassen sich Kaffeebar und Job vereinen, erzählt Skøtt. „Auf meinen Reisen in Europa habe ich Kaffeebars besucht und gedacht, dass Hadersleben auch so eines haben müsste“, schmunzelte Skøtt. Als ihm das Mietobjekt angeboten wurde, fiel ihm die Entscheidung leicht: „Ich habe die Räumlichkeiten saniert. Bin erst am Sonntagabend gegen 23 Uhr fertig geworden“, erzählte Skøtt. Die ersten Kunden strömten bereits vor Geschäftseröffnung an den Graben. Das gemütliche Café hat auch Sitzplätze im Freien. „Ich habe unter anderem italienische Kaffeespezialitäten, Filterkaffee und Gebäck“, sagte Skøtt. Der gestrigen guten Kundenresonanz nach zu deuten, stieß Skøtt auf eine Marktlücke.

Kunstkollegin hilft in Notsituationen

Marie Dufresne wird seine Kollegin. Die 40-Jährige richtete sich ein kleines Büro ein. „Marie wird während der Öffnungszeit im Café sein, um zu übernehmen, wenn ich zu einer Aufgabe bei der Bereitschaft gerufen werde“, erklärte Skøtt. Darüber hinaus wird Marie Dufresne ihren Standort in der Kaffeebar dazu nutzen, wichtige Arbeit im Vorfeld der Eröffnung von „Kunsthal 6100“ zu erledigen. Die Ausstellungstätte für zeitgenössische Kunst wird, so Dufresne, am 20. September 2019 eröffnet. Es war Marie Dufresne, die die Initiative zur Gründung der Kunsthalle ergriff. Wie berichtet wurde das Kunstprojekt unlängst von „Statens Kunstfond“ gefördert. „Kunsthalle 6100“ wird als interkulturelle Plattform ausgerichtet, mit Konzerten, Workshops, Vorträgen und Kunst unter einem Dach. „Im September wird unser erster Workshop, bei dem es um das Schreiben von Tagebüchern geht, eingeleitet“, so Dufresne. Sie hofft, dass viele Bürger sich einbringen in das neue Kulturprojekt.

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