Bildungspolitik

Ende der Sparauflage rettet Schulen

Ende der Sparauflage rettet Schulen

Ende der Sparauflage rettet Schulen

Kopenhagen
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Auch die Berufsbildungsstätte EUC Syd in Apenrade war von Auflage betroffen, jährlich 2 Prozent zu sparen. Foto: Archivfoto Riggelsen

Nordschleswigsches Folketingsmitglied Jesper Petersen (Soz.) verbucht Streichung des „omprioriteringsbidrag“ als ein Erfolg für die ländliche Region.

2016 hatte die damalige Venstre-Regierung mit parlamentarischer Unterstützung der bürgerlihen Parteien eine als „Omprioriteringsbidrag“ sprachlich verpackte Sparauflage eingeführt, die alle Ausbildungsstätten von den Universitäten bis zu Gymnasien und berufsbildenden Schulen verpflichtet, jedes Jahr zwei Prozent ihrer Ausgaben zu streichen. Nach einigen Jahren führte das zu Entlassungen in den Mitarbeiterstäben und einige Ausbildungsstäten waren in ihrer Existenz bedroht.

Nachdem die neue sozialdemokratische Regierung, wie berichtet, in ihrem Haushaltsentwurf, die Sparauflage streichen will, weist der nordschleswigsche Folketingsabgeordnete Jesper Petersen, Woyens, darauf hin, dass der Wegfall des Sparzwangs besonders auch den Ausbildungsstätten in den überwiegend ländlichen Regionen Südjütland und Nordschleswig zugute komme.

„Für mich war das ein Hauptthema im Wahlkampf“, so Petersen, der als Fraktionssprecher eine entscheidende Position im Regierungslager bekleidet. Er erläutert, dass allein in Südjütland und Nordschleswig die Ausbildungseinrichtungen von Sparauflagen in Höhe von jährlich 62 Millionen Kronen befreit werden.

1.3 Milliarden Kronen gestrichen

Laut Regierung waren den Ausbildungsstätten in Dänemark in Relation zum Niveau 2015 bis 2019 zusammengezählt 1,3 Milliarden Kronen gestrichen worden. 2020 entfällt eine Streichung von landesweit 300 Millionen Kronen.

Laut Petersen wird beispielsweise der Berufsbildungsverbund EUC Syd mit Abteilungen in mehreren nordschleswigschen Orten im kommenden Jahren von 3,5 Millionen Kronen Sparauflage entlastet. Das Gymnasium in Tondern entgeht Streichungen in Höhe von 1 Million Kronen. „Eine Ausbildung von hoher Qualität ist wichtig für jeden einzelnen Jugendlichen, aber es ist auch ein Fundament für unsere gesamte Volkswirtschaft und Gesellschaft“, erklärt der Folketingsabgeordnete. Besonders für die heimisch Region sei es Voraussetzung für Entwicklung und Fortschritt, dass den jungen Leuten gute Ausbildungsangebote zur Verfügung stehen.

Verschlechterungen und Zentralisierung

„Die Einsparungen haben zu Verschlechterungen und Zentralisierung geführt“, stellt Petersen fest und ist froh, dass die Maßnahme der bürgerlichen Parteien abgeschafft werden kann.

Es sei klar, dass die Streichung dieser Sparauflage nicht alle Probleme der Ausbildungsstätten löse. Die Maßnahme, die auch von den Unterstützerparteien der sozialdemokratischen Regierung getragen wird, helfe aber, die Existenz vieler Bildungsstätten zu sichern.

In der Kommune entgehen Ausbildungsstätten 2019 Sparauflagen in Höhe von 2,8 Millionen. In Apenrade sind es 2,5 Millionen, in Sonderburg, wo auch die Süddänische Universität berührt ist, sind es 4,9 Millionen Kronen, in Hadersleben , wo regional die Lehrerbildung platziert ist, sind es 6 Millionen Kronen.

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