Kunstrasenanlage

Auf der Suche nach 1,6 Millionen

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Loit/Løjt
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Die Arbeitsgruppe von Løjt IF lässt sich etwas einfallen, um sich den Traum von einer Kunstrasenanlage zu erfüllen.

Die Kommune Apenrade hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt: Mit kommunalen Mitteln werden allein die Kunstrasen in Krusau und Apenrade finanziert. Wenn Løjt IF also eine solche Ganzjahresanlage für seine Fußballer wünscht, dann muss der Verein die Mittel selbst aufbringen. „Das ist auch ganz okay. Das ist eine klare Ansage, mit der wir arbeiten können. Wir jammern nicht!“, sagt Carsten Lund aus Loit. „Wenn wir aber verhindern wollen, dass unsere Kinder zu den Klubs in der Umgebung abwandern, wo Fußball als Ganzjahressport angeboten wird, dann brauchen wir einfach eine eigene Kunstrasenbahn“, fügt er hinzu.

Lund gehört einer vierköpfigen Arbeitsgruppe an, die sich zum Ziel gesetzt hat, genügend Mittel zusammenzubekommen, damit auf den Sportanlagen in Loit eine solche Bahn angelegt werden kann. Möglichst soll das schon zu Beginn der Wintersaison, also gerne zu Oktober dieses Jahres, geschehen. 1, 6 Millionen (zuzüglich Mehrwertsteuer) kostet eine solche Anlage.

Die Arbeitsgruppe lässt sich auch jede Menge einfallen, um die nötigen Mittel zusammenzubekommen. „Wir schreiben natürlich Stiftungen an und verkaufen Aktien an Mitglieder und Sponsoren“, erzählt Carsten Lund und fügt hinzu, dass die Arbeitsgruppe eng mit dem örtlichen Bürgerverein, Løjtland Fællesråd, zusammenarbeitet, um zu verhindern, dass man sich gegenseitig das Wasser abgräbt, indem man die gleichen Geldquellen ansticht. Das wäre kontraproduktiv. Beide Organisationen wollen schließlich nur das Beste für die Bewohner der Halbinsel erreichen.

Veranstaltungen sollen für Einnahmen sorgen

Und so hat die Arbeitsgruppe auch noch ganz viel anderes vor. Unter anderem sollen durch besondere Veranstaltungen Einnahmen generiert werden. Ein „berühmtes Kind des Ortes“ hat auch schon zugesagt, dem Verein helfen zu wollen. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler und jetzige Fußball-Experte Morten Bruun hat sich bereit erklärt, in seiner alten Heimat einen Vortrag halten zu wollen. Der genaue Termin steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Lund kündigt aber an, dass sich Interessierte schon mal die Kalenderwoche 26 (25. Juni bis 1. Juli) vormerken sollen. Wenn alles klappt, wie es sich die Arbeitsgruppe vorstellt, wird Loit in der Woche zum Fußballmekka mit einer Reihe von lohnenden Veranstaltungen rund um das runde „Leder“. Genaues kann und will Carsten Lund noch nicht verraten, da die entscheidenden Unterschriften noch fehlen.

Er hofft aber, dass die Arbeitsgruppe Mitte/Ende Februar mit einem „Coup“ an die Öffentlichkeit herantreten kann. Der Nordschleswiger konnte ihm zumindest so viel entlocken, dass man u. a. ein attraktives Trainingsspiel plant, für das die Zusage von SønderjyskE so gut wie vorliegt, unter der Voraussetzung, dass ein würdiger Sparringspartner gefunden wird, und da ist der Ausschuss gerade dran.

„Uns reicht ein halbes Feld“

„Uns reicht eine halbe Bahn. Ein ganzes Feld wäre wesentlich teurer“, sagt Lund. Er unterstreicht, dass der Kunstrasen nicht nur den rund 275 Aktiven der Fußballabteilung zur Verfügung stehen wird, sondern dass selbstverständlich auch die Schule und die Schulfreizeitordnung (SFO) die Anlage nutzen dürften.

Aus diesem Grund sei es auch wichtig, dass die Bahn direkt in der Nähe der jetzigen Fußballfelder angelegt wird – in unmittelbarer Nähe von Schule und SFO und nicht etwa am Hundklem, wo es auch ein Fußballfeld gibt. „Die genaue Platzierung an der Halle ist noch nicht entschieden. Es gibt verschiedene Alternativen“, sagt Carsten Lund. Die Bahn könnte entweder in Verlängerung des Stadions oder auch auf einem der Nebenplätze angelegt werden.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“