„Aktiv ferie“

Rudern lernen in fünf Tagen

Gerd Larsen/ Helge Möller
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Gerd Larsen

„Aktiv ferie“ heißt das Ferienprogramm der Kommune Apenrade in dessen Rahmen sich sieben Jugendliche beim ARV in die Riemen legten.

„Aktiv ferie“ heißt das Ferienprogramm der Kommune Apenrade in dessen Rahmen sich sieben Jugendliche beim ARV in die Riemen legten.

Vier Jungs und drei Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahre legten sich kürzlich im Apenrader Ruderverein in die Riemen – im Rahmen des Ferienprogramms „Aktiv ferie“ der Kommune Apenrade. Hinzu gesellte sich noch ein Junge aus Frankfurt, der zu Gast bei seinem Onkel und seiner Tante war, beide Mitglieder im Apenrader Ruderverein (ARV)

Fünf erfahrene Vereinsruderer, die für den Lehrgang verantwortlich sind, sehen jedes Jahr gespannt auf das Wetter. Können wir mit diese Anfänger auf das Wasser gehen, wenn es zu windig ist? Schon am ersten Tag, Montag, kam nicht der Wind in der Quere sondern der Regen! Die Boote standen schon vor der Bootshalle, mussten jedoch schnell zurück in die Halle gebracht werden, um nicht voll zu laufen. Ein Unwetter zog auf, Blitz und Donner machten es unmöglich, sich auf dem Wasser zu bewegen. Hagel machte alles noch schlimmer. Kein guter Anfang sollte man glauben. Aber im Ergo- und Kraftraum des Rudervereins zeigten die Jugendlichen vollen Einsatz. Mit einem Langstreckentest auf den Ruderergometern und Kraftübungen an den verschiedenen Kraftgeräten lernten sie die Bewegungsabläufe, was sich bereits am nächsten Tag auf dem Wasser als Vorteil erwies.

Und dann kam die ganz große Freude auf: Der Wetterbericht sagte in den kommenden vier Tagen nur schwachen Wind und kein Regen voraus. Und so kam es auch.

Bewegungsabläufe

Dank des „Trockentrainings“ tags zuvor konnten die Kinder den Bewegungsablauf beim Rudern durchführen: Erst beim Ruderschlag die Beine strecken, Arme beugen, dann die Arme strecken und Beine beugen, beim Aushebeln das Blatt drehen und beim Eintauchen wieder in die Senkrechte führen. All dies geschieht auf einem Rollsitz, der sich auf eine Schiene hin und her bewegt, und dann gibt der Schlagmann noch Anweisungen – kein leichtes Unterfangen.

Mittwoch war dann der Tag, den die Schülerinnen und Schüler am spannendsten fanden, auf dem Lehrplan stand: Kenterübungen im Einer! Es galt in einem schmalen Boot die Balance zu halten, um dann mit mehr oder weniger Absicht zu kentern. Diese Übung war sehr wichtig. Einsteiger kommen mit ihrer Hilfe in Einklang mit Boot, Wasser und dem eigenen Verhalten. Alle schafften es.
Danach blieb genug Zeit, die sicheren Gig-Boote zu nutzen. Im jeden saßen zwei ARV-Trainer, der eine steuerte, der andere war Schlagmann bzw. -frau. So geübt war der Nachwuchs, dass alle drei Boote auf 10 km kamen.

Foto: Gerd Larsen

Der letzte Tag

Freitag war der letzte Tag. Wieder wurde etwas Ungewöhnliches geboten.Die drei Mädchen zusammen mit ARV-Trainerin Connie machten ein „Tøseboot” mit Steuermann.Die restlichen machten in zwei Gig-Booten wieder eine Ausfahrt zum Scheriff.

Nach dem Reinigen der Boote, ebenso Bestandteil des Rudersports, wanderten viele selbstgemachte Hotdogs in die leeren Kindermägen.

Was nahmen die Teilnehmer mit nach dieser Woche? Neben der ein oder anderen Blase vielleicht auch den Eindruck, dass Rudern etwas Besonderes ist. Jedenfalls hatten einige den Wusch geäußert, weiter zu machen. Das wird den Verein freuen. Es war das siebte Mal, das der ARV diesen Ferien-Lehrgang durchführte, der auch den Trainern viel Freude gemacht hat. Der ARV hofft, den Kindern aus der Kommune auch in den kommenden Jahren ein sportlich-spannendes Ferienprogramm anzubieten.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“