Gottorf-Führung

Kind des Grenzlands: Eine persönliche Stadtwanderung

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Wittrup vor der Schlossmühle mit einer von zwei Schießscharten. Foto: Gesche Picolin

Letzte Chance für die Gottorf-Führung mit Historiker Wittrup ist am 4. September.

Jan Wittrup, Grenzlandhistoriker, nimmt Sie mit auf eine Tour durch sein Apenrade, wo er an fast jeder Ecke auf Spuren der Geschichte aufmerksam macht. Doch es ist eine andere Geschichte, als die, die man hierzulande gewöhnlich zu Ohren bekommt. Ihm geht es um die Zeit, als Apenrade zum Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf gehörte. Er berichtet von der Entstehung des großen Brands von 1610, als am Ramsherred zuletzt noch 30 Häuser übrig waren.

Hören Sie, welche Dame Apenrade wann zum Pfand nahm. Und entdecken Sie die Besonderheiten eines Bohlenständerbaus an der Slotsgade. Vor allem aber: Nehmen Sie Ihren dänischen Nachbarn mit. „Denn“, so Wittrup, „euch aus der Minderheit ist die Gottorfer Geschichte mehr oder weniger vertraut. Zu wünschen wäre, dass sich die Dänen ihr auch öffnen würden.“ Wittrup, der auch schon für den BDN gearbeitet hat, ist gebürtig aus Jordkirch.

Er hat viele familiäre Verbindungen nach Apenrade, auf die er auch hinweist. Das macht die Führung, die er noch einmal am Montag, 4. September macht, so persönlich. Beginn ist um 19 Uhr am Schloss Brundlund, die Führung kostet 50 Kronen.

Wittrup erzählt die Geschichte der ersten drei Generationen der Gottorfer im alten Apenrade; eine, wie er meint, übersehene, ja, verdrängte Seite der Geschichte der Stadt.

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