Blumige Kampfansage

Kein Gift, mehr Natur, mehr Tiere und weniger Schadnager

Kein Gift, mehr Natur, mehr Tiere und weniger Schadnager

Kein Gift, mehr Natur, mehr Tiere und weniger Schadnager

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Die bunte Blumenwiese mitten im Gewerbegebiet am Apenrader Egelund ist derzeit eine Augenweide. Foto: Karin Riggelsen

Abena schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe, indem das Unternehmen auf einer 5.000 Quadratmeter großen Fläche am Egelund Wildblumen ausgesät hat. Die bunte Wiese sieht nicht nur schön aus, sondern erfüllt auch einen wichtigen Zweck im Kampf gegen Schädlinge.

Fotografin Karin Riggelsen ist von einer Fahrt zum Apenrader Krankenhaus mit einer Speicherkarte voller fantastischer Fotos einer bunten Feldblumenwiese zurückgekehrt, die ihr Auge erfreut hatte. Die Blumenwiese ist aber nicht nur als Augenweide für Passanten und Mitarbeiter des Unternehmens Abena gedacht, dem die Wiese am Egelund gehört; sie ist auch ein wichtiges Element in der firmeneigenen Schädlingsbekämpfung.

Blühende Wildblumen
Blühende Wildblumen Foto: Karin Riggelsen

Fressfeinde sollen sich ansiedeln

„Wir haben schon vor Jahren beschlossen, dass wir weder im Kampf gegen Unkraut noch gegen Schädlinge Gift einsetzen wollen“, sagt der Servicechef des Unternehmens, Bo Skjøth. „Wir wollen zudem weniger Energie – und Arbeitskraft – auf die Pflege der Außenflächen verwenden“, fügt er hinzu. Aus diesem Grund ließ Abena auf der rund 5.000 Quadratmeter großen Fläche an der Lagerhalle am Egelund eine mehrjährige Wiesenblumenmischung aussäen.

Das wunderschöne Ergebnis sieht man jetzt: Die Wiese blüht in den verschiedenen Blau-, Weiß- und Rottönen.

„Ja, es sieht jetzt schön aus, aber das wird sich über die Jahre ändern. Auf Sicht hoffen wir, dass die Natur das Stück Land übernimmt. Dass hier Büsche und Bäume wachsen“, sagt Skjøth.

Das bedeutet zwar das Aus für die bunte Blumenwiese, hat aber dann den Vorteil, dass sich noch mehr Tiere ansiedeln. Bisher wurden dort schon vermehrt Tiere gesichtet. „Wir hoffen vor allem auf Raubvögel, Füchse und andere Tiere, die sich von Schadnagern ernähren“, erläutert der Servicechef den Hintergedanken des Naturprojektes.

Blühende Wildblumen in Nahaufnahme
Buntes Blumenmeer am Egelund Foto: Karin Riggelsen

Rattenfallen schnappen schon merklich seltener zu

Er ist diesbezüglich sehr zuversichtlich. „Unsere Rattenfallen schnappen schon deutlich seltener zu“, sagt Skjøth. Er ist überzeugt, dass dies bereits ein Nebengewinn der Blumenwiese ist. „Wir observieren schon viel mehr Raubvögel als in früheren Jahren“, so der Servicechef. Rehe und andere Kleintiere sind übrigens auch schon häufige Gäste auf der Naturfläche.

Mehr lesen