Baustelle in Apenrade

Der CimbriaPark soll im kommenden Sommer einzugsbereit sein

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Svend Overgaard schaut über die Baustelle, wo Domea Rothenkrug in der ersten Bauphase drei Wohnblöcke errichten lässt. Foto: Pause

Die Wohnungsbaugesellschaft Domea aus Rothenkrug wählt nur Qualität für den Neubau. Moderne Bauverfahren senken dabei die Bausumme um fünf Millionen Kronen. 56 von 66 Wohnungen sind bereits vermietet.

Svend Overgaard schaut über die Baustelle, auf der die Wohnungsbaugesellschaft Domea aus Rothenkrug den CimbriaPark erstellen lässt. „Die ersten Mieter werden ab dem 1. Juli 2018 einziehen können“, skizziert er den Zeitplan. Er ist der Vorsitzende von Domea Rothenkrug, und er ist stolz darauf, dass die Gesellschaft in Apenrade baut. Mit den Hausnummern 5 bis 13 an der Reeperbahn als Adresse entstehen fünf Wohnblöcke mit insgesamt 108 Wohnungen in zentraler Lage. „Wer in den oberen Stockwerken eine Wohnung bezieht, bekommt eine wundervolle Aussicht über die Stadt, den Hafen und die Förde“, preist Overgaard das Projekt an. „Und zahlt dementsprechend mehr an Miete!“

56 Wohnungen schon vermietet

Um die Auslastung der 66 Wohnungen der ersten Bauetappe macht sich der Vorsitzende keinerlei Sorgen: „56 sind schon vermietet“, weiß er zu berichten und fügt hinzu, dass die Mietverträge noch nicht unterschrieben sind, weil der Landvermesser erst die Blöcke vermessen muss, bevor Verträge eingegangen werden dürfen. Das soll im Mai 2018 geschehen. Seine Wohnungsbaugesellschaft besitzt 456 Einheiten in Rothenkrug, und alle sind vermietet. Zwei Wohnungen in der zweiten Phase sind schon jetzt vergeben, und das, obwohl weder die kommunale Baugenehmigung noch die Ausschreibung eingeholt bzw. vorgenommen worden sind.

„Unser Erfolg liegt unter anderem darin, dass wir den Mietern Qualität bieten“, erläutert Overgaard. „Wir kaufen keine preiswerten Geschirrspüler oder Waschmaschinen. Das rechnet sich nicht und wird auch von den Mietern geschätzt.“

Bei der Ausschreibungsrunde für den ersten Bauabschnitt schlug ein Anbieter vor, Standardglühbirnen zu verwenden, doch Domea verlangte den Einbau von LED-Leuchtmitteln. „Wir schreiben bald das Jahr 2018, und dem LED gehört die Zukunft“, sagt der Domea-Vorsitzende.

Stahlträger statt Ziegelbau

Überhaupt steht die Rothenkruger Wohnungsbaugesellschaft für zeitgemäßes Bauen, in dem neue Verfahren erst bewertet und dann angewandt werden, wenn sie als alternative Lösungen zu bisherigen Methoden besser und wirtschaftlicher sind. Statt im traditionellen Ziegelbau wird „Cimbriaparken“ als Stahlträgerbau gefertigt. Zwischen dem in sich und an Boden sowie Deckenplatten verschraubten Stahlgerüst werden Wandplatten montiert. Daraufhin folgt das Anbringen von Aluminiumschienen an die Ziegelplatten, die die Außenverkleidung ausmachen. Trotzdem werden die Wohnblöcke sich ins rote Backsteinbild der Nachbarschaft unauffällig einfügen.

Bäder und Toiletten werden als fertige Nasszellen von Green Box aus Aulum geliefert. Die modernere Bauweise hat laut Svend Overgaard die Kosten um rund fünf Millionen Kronen verringert. „Zwar ist STB aus Vejle unser Vertragspartner, aber als Unterlieferanten sind viele Handwerksfirmen aus dem Nahbereich an der Ausführung beteiligt“, erklärt Overgaard. „Das ist gut für den lokalen Arbeitsmarkt.“

Richtfest im Blick

„Wir werden Ende September oder Anfang Oktober das Richtfest feiern können“, bemerkt er. „Der Zeitplan hat sich nur zweimal verzögert: Wir entdeckten einen Ölbrunnen, den wir entfernen mussten, und dann hatten die Betonwerke Lieferschwierigkeiten. Durch den Einsatz von mehr Kränen hat STB den Zeitverlust so gut wie wieder wettgemacht.“

Die zweite Etappe kann durch Betonmangel in Zeitdruck geraten, da alle Fabriken nördlich und südlich der Grenze für das nächste Jahr „ausverkauft“ melden. Domea wird bald den Bauantrag an die Kommune schicken und rechnet damit, die Baugenehmigung im Laufe des Septembers zu erhalten. Im April 2018 soll Baubeginn sein.

Rema ab Juli 2018

Die ersten drei Blöcke verfügen über Zwei- und Dreizimmerwohnungen, einen Gemeinschaftssaal für rund 55 Personen, Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste sowie einen Supermarkt der Discounterkette REMA 1000. Das Geschäft soll nach Plan ab Mitte Juli 2018 einziehen können.

„Wir hätten gern noch einen dritten Block im zweiten Abschnitt gewollt, aber das wurde nicht genehmigt“, erinnert sich Svend Overgaard. „Alternativ wünschten wir ein Stockwerk mehr auf der gesamten Anlage, aber das ließ sich wegen der geltenden Maximalhöhe von 24 Metern nicht ermöglichen.“
Domea Rothenkrug hat das Projekt trotz des Widerwillens ihrer Gegenspieler in Apenrade durchsetzen können. Die Kostenrechnung ist laut Overgaard sehr eng, lohnt sich aber trotzdem.
„Wir setzen alles daran, dass unsere Mieter in Apenrade genauso zufrieden sind wie die in Rothenkrug“, schließt Svend Overgaard.

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