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Campingplatz: Langsam zurück zur Normalität

Campingplatz: Langsam zurück zur Normalität

Campingplatz: Langsam zurück zur Normalität

Apenrade/Sandskær
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Sandskær Strandcamping ist an der Gjenner Bucht auf der Halbinsel Loit gelegen. Foto: Sandskær Camping

Die heimischen Freiluftoasen bieten in der Corona-Zeit noch Möglichkeit für Urlaub – und mehr Sicherheit, glaubt ein Campingplatzbesitzer.

„Es ist wie im vergangenen Jahr“, sagt Jesper Langschwager, Inhaber des Campingplatzes „Sandskær Strandcamping“ auf der Halbinsel Loit (Loitland). „Wir haben für die Hauptsaison den Platz schon fast ausgebucht. Das war 2020 auch so. Die Corona-Reiserestriktionen haben damals und auch heute dafür gesorgt, dass die Leute im Land geblieben sind und hier ihren Urlaub verbracht haben“, erklärt er.

Deutsche Ostergäste fehlten

Allerdings fehlten die Gäste in der Osterzeit: „Wir haben sonst viele internationale Gäste, vor allem Deutsche, die dann bei uns sind. Die sind ganz weggeblieben“, berichtet der Campingplatzbesitzer. „Doch wenn man in Quarantäne muss, wenn man nach Dänemark kommt und auch wieder, wenn die Camper zurück nach Deutschland kommen, nimmt das keiner auf sich“, glaubt Langschwager, als Grund dafür ausmachen zu können.

Jesper Langschwager plant bisher knapp zwei Wochen im Voraus. (Archivfoto) Foto: Jan Peters

Sommersaison fast ausgebucht

Für den Sommer hat er jedoch schon wieder fast alles ausgebucht. Allerdings kommen die Gäste nicht aus Deutschland oder den skandinavischen Ländern, sondern aus dem eigenen Land. „Das Impfprogramm ist erneut nach hinten verschoben worden, und deshalb bleiben die Menschen wohl lieber zu Hause“, glaubt er. „Die Unsicherheit, was noch kommen kann, ist ihnen scheinbar zu groß.“

Corona spielt weiterhin eine Rolle

Die Corona-Maßnahmen haben sich auf dem Campingplatz an der Gjenner Bucht nicht geändert. „Wir haben die Anzahl der Menschen beschränkt, die sich im Geschäft oder in der Gemeinschaftsküche aufhalten dürfen. Außerdem achten wir verstärkt auf das Einhalten der Hygiene-Regeln. So werden mehrmals am Tag die Kontaktflächen sauber gemacht.“

Langsame Rückkehr zum Alltag

Jesper Langschwager freut sich über die aktuellen und kommenden Lockerungen, denn „sie geben uns mehr Möglichkeiten. Wir können wieder Veranstaltungen anbieten, weil sich mehr Menschen treffen dürfen“, sagt er. Allerdings ist auch der Campingplatzbesitzer vorsichtig und plant bisher nur zwei Wochen voraus.

Vor Corona gab haben den Sommermonaten an den Wochenenden immer Musiker und Künstler auf dem Platz für Unterhaltung gesorgt. Die wurden schon Monate zuvor gebucht. „Darauf verzichten wir bisher“, sagt er, weil ihm die Situation zu unsicher scheint. „Wer weiß, was in drei oder vier Wochen ist. Da kann schon wieder alles ganz anders aussehen“, meint er, auch wenn er hofft, dass es nicht wieder zu einem Lockdown komme.

Das „Mobillen“, ein Informationsangebot für Kinder, war vor zwei Jahren zu Gast auf dem Strand des Campingplatzes. Auf solche Angebote müssen die Gäste vorerst noch verzichten. (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen

Doch werden schon jetzt wieder kleine Wandertouren angeboten, die Jesper Langschwager zusammen mit seiner Frau Line Meldgaard Langschwager vorbereitet und durchführt. Am vergangenen Wochenende ging es beispielsweise auf Wandertour nach Barsø, und an diesem Wochenende ist eine Fackeltour geplant. „Wir begrenzen die Teilnehmerzahl und folgen den geltenden Bestimmungen“, so der Loitninger.

Für den August, wenn die Impflage und die allgemeine Corona-Situation sich verbessert haben, wie Langschwager hofft, plant der ein großes Sommerfest auf dem Platz geben.

Informiert über aktuelle Regeln im In- und Ausland

Mit den geltenden Bestimmungen kennt Jesper Langschwager sich gut aus. Er bekommt viele Anrufe aus Deutschland, die nach den aktuellen Corona-Regeln fragen. „Da muss ich natürlich wissen, was bei uns im Land, aber auch, was in Deutschland gilt. Nicht dass es nachher zu Überraschungen für die Gäste kommt, wenn sie hierherkommen und plötzlich feststellen, dass sie in Quarantäne müssen, wenn sie wieder nach Hause kommen“, erklärt er.

Jesper Langschwager versucht, seinen Gästen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Sie sollen sich auf dem Platz sicher fühlen können und doch so wenig eingeschränkt wie möglich sein.

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