Förderung

Warmer Solarregen für die ehemalige deutsche Schule in Uk

Warmer Solarregen für die ehemalige deutsche Schule in Uk

Warmer Solarregen für die ehemalige deutsche Schule in Uk

Uk/Uge
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Das Gebäude der ehemaligen deutschen Schule und des ehemaligen Kindergartens in Uk Foto: kjt

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Aus dem Fördertopf, der in Verbindung mit dem Fotovoltaik-Projekt in Jolderup gebildet worden ist, kann der Hausverein in Uk gleich mit zwei Zuschüssen im sechsstelligen Bereich liebäugeln. Bei der Ausschüttung des Behrendorfer Energieprojekts ging der Deutsche Kindergarten Tingleff leer aus.

Fast zeitgleich mit der Hiobsbotschaft auf der BDN-Delegiertenversammlung, dass der Bund Deutschen Nordschleswiger (BDN) kaum Spielraum für Bau- und Sanierungsprojekte hat, gibt es für die deutsche Gemeinschaft in Uk eine frohe Kunde.

Aus dem Fördertopf „Grøn pulje“ des Fotovoltaikprojekts in Jolderup (Hjolderup) zwischen Bollersleben (Bolderslev) und Hellewatt (Hellevad) ist der Hausverein, Trägerverein für das Gebäude der ehemaligen deutschen Schule und des ehemaligen Kindergartens in Uk, gleich zweimal als Empfänger vermerkt.

Insgesamt 42 Vereine und Institutionen aus der Umgebung hatten Zuschussanträge gestellt. Die meisten können sich über eine Zuteilung freuen.

Grøn Pulje 

„Grøn pulje“ ist ein staatlich vorgegebener Fördertopf, den Kommunen bei regenerativen Energieanlagen (Vedvarende energianlæg/VE) über Mittel der jeweiligen Investoren bilden müssen. Das Geld soll umliegenden Ortschaften, Vereinen, Einrichtungen und Nachbarn zugutekommen. Die Verwaltung und Verteilung der Zuschüsse liegen in der Zuständigkeit der Kommunen.

Der Ausschuss für Planung, Technik und Landdistrikte stimmte auf seiner Junisitzung der Verteilung von Geldern aus dem Jolderuper Gesamtpool von 8,8 Millionen Kronen zu.

Der Hausverein Uk bekommt demnach 139.000 Kronen für die Küchenrenovierung in dem als Begegnungsstätte umfunktionierten Schul- und Kindergartengebäude. Beantragt waren 216.000 Kronen.

Nachschlag in Reichweite

167.830 Kronen für den Wechsel von Gasheizung auf Wärmepumpe könnten als weitere Fördersumme dazukommen. Für diese beantragte Summe, die in das Ressort des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung fällt, gibt es von der Verwaltung „Daumen hoch“.  Grünes Licht muss allerdings erst noch von diesem Ausschuss kommen.

Lokalmatador Erwin Andresen aus Uk, treibende Kraft des örtlichen Hausvereins und zugleich Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei, freut sich über den ersten Teil der Förderung, auch wenn sie statt der erhofften 216.000 Kronen „nur“ 139.000 Kronen beträgt.

 „Das ist ein nicht unerheblicher Beitrag, um mit der Sanierung der Küche loslegen zu können. Es ist eine Kindergartenküche, die über 30 Jahre alt ist“, so Erwin Andresen.

„Wir werden nach wie vor auf die finanzielle Unterstützung des BDN zurückgreifen müssen, können mit dem Zuschuss von ‚Grøn pulje‘ jetzt aber mit der Sanierung anfangen. Vermutlich im September werden die Arbeiten beginnen“, ergänzt Andresen.

Man solle sich nicht zu früh freuen, so der SP-Politiker mit einem Augenzwinkern, er sei aber zuversichtlich, dass es auch mit der anderen Förderung klappen wird, da die Antragskriterien im Bereich energetische Maßnahmen erfüllt seien. Andresen ist selbst Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung und wird sich bei diesem Tagesordnungspunkt wegen Befangenheit heraushalten.

Geduldsprobe für Kindergarten und Kulturzentrum

Verteilt wurde auch aus dem kleineren Topf (rund 2 Millionen Kronen) des Solarprojekts bei Behrendorf (Bjerndrup). Unter den Antragstellern sind das Sport- und Kulturzentrum Tingleff (deutsche Sporthalle) und der Deutsche Kindergarten Tingleff.

Während die Sporthalle immerhin 47.500 Kronen zugesprochen bekommen hat, geht der Kindergarten laut Ausschussbeschluss leer aus. Von der Verwaltung waren von den beantragten 303.000 Kronen für Spielplatzausrüstung noch 100.000 Kronen angesetzt. Dieser Betrag fällt weg.

Alternative

Das Kulturzentrum hatte 400.000 Kronen für Erdarbeiten und Rasenplatz beantragt und sollte laut „Vorentscheid“ 150.000 Kronen erhalten. Dass es am Ende nur 47.500 Kronen wurden, begründet der Ausschuss damit, dass noch ein „Grøn pulje“-Fördertopf in Tingleff wegen jüngster Energieprojekte folgen wird. Aus diesem könne dann erneut beantragt werden, heißt es im Beschluss.

Das gilt auch für den Deutschen Kindergarten Tingleff, der sich große Hoffnungen auf einen Zuschuss für die Neu- und Umgestaltung des Spielplatzes gemacht hatte.

„Es wurde im Ausschuss mehrheitlich beschlossen, dem Udviklingsråd Bjerndrup den vollen Betrag für ein Gemeinschaftshaus zu geben und den Zuschuss somit von 797.000 Kronen auf eine Million aufzustocken. Das fehlende Geld wurde bei den wenigen anderen Projekten weggenommen, die einen Zuschuss zuerkannt bekamen. In Behrendorf sind sie sehr aktiv und haben die Förderung verdient, keine Frage. Es ist dennoch schade und ärgerlich, dass der Kindergarten und das Kulturzentrum kaum beziehungsweise gar nicht berücksichtigt wurden", so Kurt Asmussen von der Schleswigschen Partei (SP), stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Planung, Technik und Landdistrikte.

Er werde bei der Ausschüttung des Tingleffer Energieanlagenpools ein Auge darauf halten, dass die deutschen Einrichtungen diesmal berücksichtigt werden, so der SP-Politiker.

Da die Anlage am Bjerndrupvej vor den Toren Tingleffs kurz vor der Fertigstellung ist, dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, so seine Einschätzung.

 

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