„Ren Dag“

Stadtputztag: Gemeinsam für ein sauberes Apenrade

Stadtputztag: Gemeinsam für ein sauberes Apenrade

Stadtputztag: Gemeinsam für ein sauberes Apenrade

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Auf solche Filterbeutel stößt man seit Jahren überall auf Straßen und Wegen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern birgt für Tiere eine große Gefahr. Schon kleinere Mengen Nikotin sind für Hund, Katze und Co. giftig. Foto: Anke Haagensen

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Die Lokalredaktion Apenrade ruft wieder zur gemeinsamen Müllsammelaktion auf. Am Sonntag, 14. April, heißt es wieder: Ran an die Greifer!

Am Sonntag, 14. April, beteiligt sich die Lokalredaktion Apenrade wieder an der Müllsammel-Aktion „Ren Dag“, die der dänische Naturschutzbund, „Danmarks Naturfredningsforening“ (DN), landesweit ausrichtet. In der Kommune Apenrade wird der Naturschutzbund von der Apenrader Versorgungsgesellschaft „Arwos“ unterstützt.

„Arwos“ versorgt teilnehmende Gruppen und Vereine nicht nur mit Mülltüten und Greifern, sondern spendiert ihnen auch ein gemeinsames Frühstück. So gestärkt, sammelt es sich nämlich viel leichter.

Beim Stadtputztag konzentriert sich das „Team Nordi“ auf die Flächen im Dreieck zwischen Medienhaus, Gesundheitshaus und Marktplatz. Foto: Karin Riggelsen

Einwegplastik und Nikotinbeutel

Fokusgebiete sind in diesem Jahr zum wiederholten Mal Einwegplastik und sogenannte „Chewing Bags.“ Seitdem Rauchen vielerorts verboten ist, hat der Nikotinkonsum durch kleine weiße Filterbeutel an Popularität gewonnen. Doch was früher die achtlos hingeworfene Kippe war, ist heute dieses ausgespuckte Filtertütchen. Die kleinen Beutel werden von den Anwenderinnen und Anwendern in der Regel unter die Oberlippe geschoben. Nachdem der Inhalt seinen Geschmack und seine Wirkung verloren hat, werden sie ausgespuckt, anstatt sie in den Deckel der Dose zu legen und sie später mit dem Restmüll zu entsorgen. 

Auch wenn das die Fokusgebiete sind, so sammelt das „Team Nordi“ alles an Unrat auf, was ihm in die „Quere“ kommt und das ist leider jedes Jahr erschreckend viel.

Darum sollten alle mitmachen

Einige Leserinnen und Leser denken vielleicht: Warum soll ich den Müll wegmachen, den andere achtlos hinterlassen? Darauf lautet die einfache Antwort: Die Natur kann ja nichts dafür und kann sich allein nicht wehren. Sie benötigt unsere Unterstützung!

Müll in der Natur ist nicht nur unschön, sondern besonders für Tiere eine Gefahr. Bei so manchem verendeten Tier sind bei einer abschließenden Obduktion Plastikteile im Magen gefunden worden, oder sie haben sich in Netzen von Obst oder Meisenknödeln verheddert.

Aus diesem Grund fordert die Lokalredaktion die Leserinnen und Leser des „Nordschleswigers“ und alle anderen Interessierten zur Teilnahme an der Aktion in Apenrade auf.

Nicht aller Müll wird achtlos in die Natur geworfen. Manchmal reißt einem der Wind ein Papiertaschentuch, ein Bonbonpapier oder einen Einkaufsbon aus der Hand. Foto: Karin Riggelsen

Mit Frühstück geht es los

Treffpunkt ist an jenem Sonntag um 10 Uhr im Medienhaus. Der hintere Eingang (vom Parkplatz an der Gildegade) ist an diesem Tag geöffnet. In der Kantine des „Nordschleswigers“ wird das gemeinsame Frühstück eingenommen. Anschließend geht es dann mit Greifern und Müllsäcken „bewaffnet“ in die Natur.  Wer selbst einen Greifer und Arbeitshandschuhe hat, kann sie gerne mitbringen. Ansonsten stellt der „Nordschleswiger“ Einweghandschuhe.

Wir werden uns wie in den Vorjahren primär auf den Bereich das Medienhaus herum konzentrieren. Erfahrungsgemäß liegt dort leider genug Müll herum. Anderthalb bis zwei Stunden werden wir wohl unterwegs sein. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, später zu uns zu stoßen oder früher zu gehen.

Wenn ganze Mülltüten in den Grünstreifen der Innenstadt entsorgt werden, ist das schon dreist. Foto: Karin Riggelsen

Für Kinder geeignet

Nach getaner Arbeit werden wir uns dann noch einmal im Medienhaus treffen, um noch gemeinsam einen Kaffee oder eine Tasse Kakao zu trinken und über die fantastischsten Fundsachen fachsimpeln.

Die Aktion ist übrigens auch für Kinder geeignet.

Um genügend Brötchen, Kaffee und Aufschnitt einkaufen zu können, wird um vorherige Anmeldung an Mitarbeiterin Anke Haagensen (aha@nordschleswiger.dk oder 7332 3060) gebeten. Da wir auch noch bei „Arwos“ Greifer und Müllsäcke abholen müssen, ist eine Anmeldung bis zum Mittwoch, 10. April, erforderlich.

Die fleißigen Müllsammlerinnen des Jahres 2023 würden sich im Jahr 2024 über Verstärkung freuen. Foto: Karin Riggelsen

Fakten zur Müllsammelaktion

  • Seit 2006 fordert der dänische Naturschutzbund, Danmarks Naturfredningsforening (DN), zur jährlichen Müllsammelaktion auf.
  • In diesem Jahr findet die Aktion in der gesamten Kalenderwoche 15 (8. bis 14. April) statt.
  • Unter der Woche beteiligen sich landesweit rund 186.000 Kinder aus Schulen und Kitas an der Aktion. Am Wochenende kommen weitere Strand- und Stadtputzaktionen dazu. Weshalb der Naturschutzbund insgesamt mit 235.000 Teilnehmenden rechnet. 
  • Die Gruppen sind aufgefordert, ihren Müll zu wiegen und zu registrieren. Im vergangenen Jahr kam rund eine Tonne Unrat zusammen. 
  • Auf der Homepage www.affaldsindsamlingen.dk/find-indsamling sind öffentliche Müllsammelaktionen registriert.
Mehr lesen

Kulturkommentar

Meinung
Erik Becker
„Requiem für einen Fuchs“