Deutsche Minderheit

Neues Kirchen-Logo macht den deutschen Gemeindeteil sichtbar

Neues Kirchen-Logo macht den deutschen Gemeindeteil sichtbar

Neues Kirchen-Logo macht den deutschen Gemeindeteil sichtbar

Apenrade/Aabenraa
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Das neue Logo der Apenrader Kirchengemeinde, die sich künftig als „Volkskirche Apenrade“ definiert Foto: Folkekirken Aabenraa

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Drei Kirchen, vier Gemeinden – das ist die Botschaft des künftigen „Markenzeichens“ der Apenrader Kirchengemeinde. Gleichzeitig wird der Eigenname modernisiert.

Die Apenrader Kirchengemeinde erhält zum 1. März einen neuen Namen und ein neues Logo. Die drei Kirchen – Nicolaikirche, St.-Jørgens-Kirche und Hohe Kolstrup Kirche – sowie der deutsche Gemeindeteil werden künftig unter dem neuen Namen „Folkekirken Aabenraa“ zusammengefasst.

Hintergrund der Entscheidung ist es, die Volkskirche in Apenrade sichtbarer zu machen. „Das Wort ,sogn’ ist für viele sicherlich ein guter, alter und bekannter Begriff; insbesondere aber den Jüngeren ist er nicht so geläufig. Dafür wissen sie etwas mit dem Wort ,Volkskirche’ anzufangen“, ist der Kirchengemeinderatsvorsitzende Peter Roust überzeugt. „Es soll leichter werden, die Volkskirche zu finden, in der schließlich drei von vier Däninnen und Dänen Mitglied sind. Deshalb werden wir auf allen unseren Informationskanälen das neue Logo und den gemeinsamen Namen einführen“, fügt der Vorsitzende erläuternd hinzu. Der Beschluss wurde auf der jüngsten Gemeinderatssitzung gefasst. 

Anfängliche Widerstände

Besonders freut sich die deutsche Gemeindepastorin Anke Krauskopf darüber, dass der deutsche Gemeindeteil explizit aus dem neuen Logo hervorgeht. „Das war in der gesamten Diskussion allerdings auch gar kein Thema. Natürlich sollten wir auch in dem Logo Erwähnung finden, so der Tenor. Schließlich sollte das neue Logo auch die Einheit in der Vielfalt zeigen“, formuliert es die Pastorin.

Die Initiative zu dem neuen Logo und dem neuen Namen kam ursprünglich vom Kirchenausschuss der St.-Jørgens-Kirche. „Es gab anfangs intern einige Widerstände. Einig waren sich jedoch alle, dass man an der Idee weiterarbeiten solle, gerade weil man das Logo mit den drei Kirchen so schön und aussagekräftig fand“, erzählt Anke Krauskopf. 

Drei Kirchen, vier Gemeinden – ist eine der Botschaften des neuen Logos. Foto: Folkekirken Aabenraa

Corporate Identity

Entworfen hat das Logo mit den drei Kirchen der Grafiker Henning Rossen. Es soll künftig etwa auf der Homepage, im Newsletter, auf der Kirchenseite im Apenrader Anzeigenblatt „Aabenraa Ugeavis“, auf Facebook, auf Plakaten und Programmen gedruckt werden. 

In der Kommunikationsbranche wird dieses strategische Konzept zur Positionierung der Identität eines Unternehmens oder einer Organisation als Corporate Identity bezeichnet.

Veranstaltungen und Ansagen, die für alle drei Kirchen gelten, erhalten das komplette Logo. Wenn etwas allerdings für die Nicolaigemeinde gilt, werden auch nur die Grafik und der Name der Nicolaikirche verwendet. Genauso verhält es sich auch für Mitteilungen der Gemeinden auf Hohe Kolstrup und von der St.-Jørgens-Kirche. 

Das „deutsche“ Logo

„Für den deutschen Gemeindeteil war ursprünglich das Logo mit allen drei Kirchen vorgesehen. Wir haben uns aber allein für die Grafiken der Nicolaikirche und Hohe Kolstrup Kirche entschieden, weil wir die St.-Jørgens-Kirche praktisch nie nutzen“, sagt die deutsche Pastorin der Volkskirche in Apenrade. Allerdings lässt sie ein Hintertürchen offen: „Sollte sich daran etwas ändern, können wir diese Kirche ja dann auch in unser Logo aufnehmen.“

Obwohl sich die drei Kirchen künftig als „Volkskirche Apenrade“ definieren, so verschwindet der Begriff „Aabenraa Sogn“ nicht gänzlich aus dem kirchlichen Wortschatz. Bei offiziellen Briefen und Mitteilungen muss nämlich weiterhin dieser Eigenname genutzt werden. So verlangen es die Kirchenbehörden. 

Kirchenbüro ändert auch seinen Namen

Im Zuge der Namensänderung wird übrigens auch der Name des Kirchenbüros am Næstmark geändert. Es hieß früher „Fælleskontoret“. Ab Freitag soll das Gebäude dann auch offiziell  „Kirkekontoret“ heißen.

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