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Die Kommune Apenrade wird nachhaltiger

Die Kommune Apenrade wird nachhaltiger

Die Kommune Apenrade wird nachhaltiger

Apenrade/Aabenraa
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Solarzellen wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie um. (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen

Bald werden alle Haushalte der Kommune mit Strom versorgt, der aus Sonnenenergie gewonnen wurde. Zwei Projekte führen dabei zum ersehnten Ziel.

Die Sonne strahlt massenhaft Energie auf die Erde, die auch genutzt werden kann, um Strom zu produzieren. Und das lässt sich machen, ohne dass dabei Gase entstehen, die den Klimawandel anheizen, auch fällt kein nuklearer Abfall an. Das ist der Fall, wenn Strom durch Verbrennen von Kohle gewonnen wird, oder in Kernkraftwerken elektrische Energie durch Kernspaltung gewonnen wird. Im ersten Fall entsteht eine große Menge CO2, das mitverantwortlich für den Klimawandel ist, im zweiten bleiben radioaktive Abfälle zurück.

Der kommunale Wachstumsausschuss hat sich auf seiner üngsten Sitzung mit zwei Solarprojekten beschäftigt, die dazu beitragen, die Kommune CO2-neutral zu machen. Sind sie in Betrieb, können 100.000 Haushalte umweltfreundlich und nachhaltig mit Strom versorgt werden.

Solarpark bei Behrendorf

So hat der Ausschuss einer Solaranlage bei Behrendorf (Bjerndrup) zugestimmt. „Damit sind wir einen großen Schritt weiter, die Kommune ,grüner‘ zu machen“, sagt der Ausschussvorsitzende Philip Tietje (Venstre). Das Projekt lag zur Anhörung aus, und die Behrendorfer wurden bei einem Infoabend im dorfeigenen Gemeindehaus nach Änderungswünschen und Vorschlägen befragt.

Mit kleinen Änderungen konnte der Vorschlag nun gebilligt werden. Zu den Änderungswünschen der Bürger gehörten vor allem Anpflanzungen, die als Sichtschutz dienen. Aus einer Voruntersuchung geht hervor, dass „das Projekt positive Auswirkungen auf die Natur, das Grundwasser und auf die Luftverschmutzung hat“.

Solaranlage bei Tingleff

Vor dem Ortseingang von Tingleff (Tinglev), am Bjerndrupvej, soll ebenfalls eine Solaranlage entstehen. Der Wachstumsausschuss hat bei dem Projekt jedoch die Bürger vor Ort im Blick. Der kommende Flächennutzungsplan soll den Bau einer solchen Anlage nämlich nur dann erlauben, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Dazu gehört unter anderem auch hier eine Bepflanzung mit Bäumen und Büschen rund um die Anlage, die als Sichtschutz dienen soll.

Das Projekt geht jedoch nun erst in die Anhörungsphase.

Schutz vor Überschwemmungen

Für Nachhaltigkeit soll auch die neue Pumpen-Schleuse-Anlage der Mühlenau (Mølleå) in Apenrade sorgen. Sie soll vor klimabedingten Überschwemmungen schützen. Die Anlage soll an der Mündung der Mühlenau entstehen. Der Vorschlag geht nun in die achtwöchige Anhörungsphase. Geht alles nach Wunsch der Planer und Politiker, könnte das Projekt schon 2022 fertig sein und die Anlage ihren Dienst antreten. 33 Millionen Kronen soll das Projekt kosten und durch die kommunale Versorgungsgesellschaft „Arwos“ finanziert werden.

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Ole Cramer
„Das Wort zum Sonntag, 18. April 2021“