Deutsche Minderheit

Generalversammlung der Privatschule Feldstedt im Eiltempo abgehakt

Generalversammlung der Privatschule Feldstedt im Eiltempo abgehakt

Generalversammlung der Feldstedter Schule schnell abgehakt

Feldstedt/Felsted
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Der Schulvereinsvorsitzende Johnny Müller erläuterte den Eltern die Besonderheiten der Vorstandsarbeit an einer „Volksschule“ der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Foto: Anke Haagensen

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Da im Anschluss ein spannender Vortrag zum Thema SoMe-Fallen und Medienkonsum wartete, war die Fragelust beim statutarischen Teil nicht so ausgeprägt. Umso mehr wurde nachgehakt, als das Wort dann dem kriminalpräventiven Koordinator der Kommune Apenrade gegeben wurde.

Wegen einer Vorstandsfortbildung musste die für November vorgesehene Generalversammlung der Deutschen Privatschule Feldstedt verschoben werden. Sie fand nun kurz vor Ostern mit vierteljähriger Verspätung statt.

Im Bewusstsein dessen, dass Zahlen und Berichte, die inzwischen teilweise zwei Jahre zurückliegen, keinen hinter dem viel zitierten Ofenrohr hervorholen, hatten Vorstand und Schulleitung die Idee, einen interessanten Referenten dazu zu holen. 

Mit John Hansen, seines Zeichens kriminalpräventiver Koordinator der Kommune Apenrade, war dann auch ein Referent angeheuert wurde, der wichtige Informationen zu brandaktuellen Themen in Sachen SoMe und Medienkonsum bereithielt. 

„John im Nacken“

Zudem war in der Schulküche ein kleiner Imbiss vorbereitet worden. Besonders die Brote mit der Kräuterbutter mit frisch gepflücktem und gehacktem Bärlauch verbreiteten einen appetitlichen Duft in der Aula. Da nicht so viele Eltern kamen, wie die Verantwortlichen sich erhofft hatten, blieben noch Reste auf den Servierplatten. Die Bärlauchstullen waren allerdings schnell vergriffen.  

Weil man, wie es der Vorsitzende Johnny Müller formulierte, „John im Nacken“ hatte, verzichteten sowohl Schulleiterin Viola Matthiesen als auch der Leiter der Schulfreizeitordnung (SFO), Bo Mansen, darauf, ihre Berichte des Jahres 2022 anhand von Powerpoint-Präsentationen mit schönen Bildern von Aktivitäten und Veranstaltungen zu veranschaulichen

Viola Matthiesen verzichtete aus Zeitgründen auf eine Diashow mit den Höhepunkten des Berichtsjahrs. Foto: Anke Haagensen

Neue Möglichkeiten für den Club

So musste sich das Publikum mit Viola Matthiesens Aufzählung der vielen tollen Erlebnisse in und mit der Schule begnügen. An vielen Terminen hatten die anwesenden Eltern allerdings auch selbst teilgenommen, wie den Grillabend, das Gemeinschaftsfest, die Elternabende oder auch die Weihnachtsfeier. 

Bo Mansen erzählte von den vielen Angeboten, die in der Regie der SFO und auch des Kinder- und Jugendclubs des Schützenvereins Feldstedt durchgeführt wurden. „Durch die Anerkennung des Kinder- und Jugendclubs als ,folkeoplysende forening‘ der Kommune Apenrade haben wir künftig noch viel mehr finanzielle Möglichkeiten“, freute sich der SFO- und Clubleiter schon auf das Programm in den nächsten Wochen und Monaten. 

„Folkeoplysning“ – was ist das?

Der dänische Begriff „Folkeoplysning“ kann mit „Bildungsauftrag“ übersetzt werden, der in Dänemark nicht nur von staatlichen Einrichtungen übernommen wird. Vereine, die einen Bildungsauftrag, ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, erfüllen, erfahren finanzielle Unterstützung von den Kommunen.

Die Aufgaben des Vorstandes

Auch der Vorsitzende Johnny Müller verzichtete auf einen detaillierten Jahresbericht. Er erläuterte stattdessen den vielen neuen Eltern, was eigentlich die Arbeiten und die Aufgaben eines Vorstandes einer Schule der deutschen Minderheit sind. Verwaltungsaufgaben erledigen die Schulleitung vor Ort oder der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig zentral. Allerdings werde der Vorstand bei Neuanstellungen einbezogen und ist auch für bauliche Veränderungen zuständig.  „Wir vertreten die Schule nicht nur innerhalb der Gremien der Minderheit, sondern halten auch den Kontakt zur ,Außenwelt‘“, wie es Johnny Müller formulierte und erwähnte die Aktionen der Schule in Verbindung mit der Tour de France und des Dorffestes „Felsted Ugen“.

Sicherlich nicht zuletzt, weil Johnny Müller so eifrig die Werbetrommel rührte, war es anschließend kein Problem, die beiden vakanten Nachrückerplätze für den Vorstand zu besetzen. 

Schluss mit klingelnden Ohren

Müller nutzte zudem die Gelegenheit, allen Eltern zu danken, die sich mit Rat, Tat und Materialspenden an dem Projekt Akustikdecke im SFO-Raum beteiligt hatten. So sei es den Mitarbeitenden und Kindern möglich, „sich dort viele Stunden“ zu „beschäftigen, ohne dass anschließend die Ohren klingeln“, wie es Bo Mansen ausdrückte.

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