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Tischtennis für Ü 60: Großer Andrang zum Auftakt

Tischtennis für Ü 60: Großer Andrang zum Auftakt

Tischtennis für Ü 60: Großer Andrang zum Auftakt

Tingleff/Tinglev
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Das sportliche Miteinander in der Tingleffer Sporthalle stieß auf Interesse: Tischtennis ab 60 Jahre. Foto: Friedrich Hartung

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Mehr als 30 Tischtennisspieler wollten sich am Montag den Auftakt eines neuen Tischtennisangebots für über 60-Jährige in der deutschen Sporthalle Tingleff nicht entgehen lassen. Initiator Bent Holt scheint mit der neuen Sparte ins Schwarze getroffen zu haben. Auch ein „Nordschleswig“-Meister vergangener Tage griff wieder zum Schläger.

Im Vorraum der deutschen Sporthalle Tingleff gönnten sich einige Teilnehmer bei Kaffee, Schokolade und Kuchen eine gemütliche Pause, während andere in der Halle an den Tischtennisplatten spielten.

Etwa 30 Akteure haben am Montag im Laufe des Nachmittags die Gelegenheit genutzt, an der ersten Ausgabe des neuen Tischtennisangebots für über 60-Jährige teilzunehmen. Die neue Sparte hat Bent Holt in Zusammenarbeit mit der Kommune Apenrade (Aabenraa) und dem Sportverband „DGI“ ins Leben gerufen.

Mit so vielen habe er dann doch nicht gerechnet. Umso schöner sei es, dass das Tischtennisangebot offenbar Interesse hat, so Bent Holt am Rande des Treibens an und neben den grünen Platten.

Aus nah und fern

Deutsch-Nordschleswiger aus Tingleff und Umgebung und auch viele andere Tischtennisinteressierte waren beim Auftakt dabei und hatten sichtlich ihren Spaß, den kleinen Ball über das Netz zu schlagen.

„Hauten" sich die Tischtennisbälle beim Ü-60-Auftakt auch um die Ohren: Hans Jürgen Nicolaisen (l.) und Thies Rheintal. Foto: Friedrich Hartung

An einer Platte spielten Ejnar Matthiesen (72) und Hans Christian Eskildsen (64) aus Tingleff. Ejnar Matthiesen hatte noch drei Kumpels im Schlepptau, und er gehe davon aus, dass man nun regelmäßig zu den jeweils montags stattfindenden Tischtennistreffen gehen wird.

„Ich spiele auch Badminton und im Sommer Tennis, da passt Tischtennis noch gut rein“, so der 72-Jährige mit einem Schmunzeln.

Gemütliche Tischtennispause im Vorraum – auch das gehört dazu. Initiator Bent Holt (l.), Hans Christensen und Brigitte Schumacher gönnen sich eine kleine Auszeit. Foto: Friedrich Hartung

Auch Mitspieler Hans Christian Eskildsen möchte regelmäßig in der deutschen Sporthalle dabei sein. „Ich habe wie Bent (Holt, red. Anm.) auch in Apenrade gespielt. Mir schwebt vor, an beiden Orten zu spielen“, so Eskildsen, der den Mittwoch in Apenrade und den Montag nun in Tingleff fürs Tischtennis reserviert hat.

Altmeister wieder an der Platte

Zu den besonders reifen Akteuren gehörte bei der Premiere in der Sporthalle Jes Jessen aus Pattburg (Padborg).

Auch wenn der 89-jährige Volksgruppenangehörige seit vielen Jahrzehnten nicht mehr Tischtennis gespielt hat, ist er in der Szene kein Unbekannter.

In den 50er und 60er Jahren errang der noch immer agile Mann elf Jugendverbands-Nordschleswigtitel. Alte Zeitungsartikel, die er mit seinem Handy abfotografiert hat, belegen den einstigen Ruhm des Abonnementsiegers.

„Das waren noch Zeiten“, so Jessen mit einem Lachen.

Hat es nicht verlernt: Altmeister Jes Jessen an der Tischtennisplatte Foto: Friedrich Hartung
Jes Jessen mit Handyfotos von alten „Nordschleswiger“-Tischtennisberichten Foto: Friedrich Hartung

Es wundere ihn aus heutiger Sicht, dass er mit seiner defensiven Spielweise mit unterschnittenen Bällen so erfolgreich war.

„Ich habe das Gefühl, dass heute viel mehr draufgehauen wird“, ergänzt Jessen schmunzelnd. Das stelle er immer wieder fest, wenn er im Fernsehen Weltklassespieler wie den Deutschen Timo Boll spielen sieht.

Ob er sich der neuen Ü-60-Sparte anschließt, wisse er noch nicht, so Jessen während einer Tischtennispause.

Voller Sportkalender

Sport macht der 89-Jährige bereits reichlich. Er gehört auch der Senioren-Gymnastikgruppe an, die sich jede Woche in der Tingleffer Sporthalle trifft.

„Ich gehe zudem dreimal in der Woche schwimmen und mache Nordic Walking“, ergänzt Jes Jessen. Ob da noch Zeit für Tischtennis bleibt, müsse sich zeigen.

Bent Holt scheint angesichts des großen Interesses beim Auftakt einen Volltreffer gelandet zu haben.

Jederzeit willkommen

Man könne jederzeit dazustoßen, und die Teilnahme ist ganz unverbindlich, so der Initiator. Jeder entscheidet selbst, wann er kommt und wie lange er bleibt.

Bei der Premiere waren kaum weibliche Teilnehmer dabei, doch das kann sich noch ändern.

Die „Trainingszeit“ ist jeweils am Montag von 13.30 bis 16 Uhr. Die Saison ist bis April zu Ostern geplant.

Die Teilnahme an der Ü-60-Sparte, die dem SV Tingleff angeschlossen wird, ist auf 175 Kronen festgesetzt worden.

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