Wort zum Sonntag

„Das Wort zum Sonntag, 13. Dezember 2020“

Das Wort zum Sonntag, 13. Dezember 2020

Das Wort zum Sonntag, 13. Dezember 2020

Carsten Pfeiffer
Carsten Pfeiffer
Nordschleswig
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Das Wort zum Sonntag, 13. Dezember 2020, von Pastor Carsten Pfeiffer, Pfarrbezirk Buhrkall.

Liebe Leser,
Liebe Leserinnen und Leser,

ein Blick auf den Kalender zeigt uns an, dass wir nicht nur den 3. Advent haben, sondern auch das Fest von Santa Lucia. Diese Heilige aus Syrakus kündigt uns das Nahekommen des Weihnachtslichtes in unsere dunkle Welt an. Nun sind es nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest.

Manche kennen die Geschichte von den Tieren, die sich über das Weihnachtsfest unterhalten (nach Ingeburg Hildebrandt) ...

Die Tiere diskutierten einmal über Weihnachten. Sie stritten darüber, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei.

„Na klar, Gänsebraten“, sagte der Fuchs, „was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten!“

„Schnee“, sagte der Eisbär, „viel Schnee!“ Und er schwärmte verzückt: „Weiße Weihnachten!“

Das Reh sagte: „Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.“

„Aber nicht so viele Kerzen“, heulte die Eule, „schön schummerig und gemütlich muß es sein. Stimmung ist die Hauptsache.“

„Aber mein neues Kleid muß man sehen“, sagte der Pfau, „wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten.“

„Und Schmuck“, krächzte die Elster, „jedes Weihnachtsfest kriege ich was: einen Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten.“

„Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen“, brummte der Bär, „das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten.“

„Macht es wie ich“, sagte der Dachs, „pennen, pennen, pennen. Das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich: Mal richtig pennen.“

„Und saufen“, ergänzte der Ochse, „mal richtig einen saufen und pennen.“

Aber dann schrie er „Aua“, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. „Du Ochse, denkst du denn nicht an das Kind?“

Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, wie konnte ich es nur vergessen. Das Kind ist doch die Hauptsache an Weihnachten.“

„Übrigens“, fragte er den Esel: „Ob das die Menschen eigentlich auch wissen?“ Mir gefällt an dieser Geschichte besonders, dass hier unterschieden wird zwischen dem, was alles zum Weihnachtsfest dazugehört und dem, was Weihnachten eigentlich ist: Jesus wird geboren im Stall von Bethlehem und macht die Welt heller. In diesem Jahr werden wir vielleicht etwas vermissen, was für uns zum Weihnachtsfest dazugehört. Das Feiern im großen Familienkreis, der Besuch von Freunden zu Hause, im Krankenhaus und Pflegeheim. Und doch bleibt die Bedeutung des Weihnachtsfestes auch in diesem Jahr bestehen. Gott kommt als Kind in der Krippe in die Welt und macht diese Welt hell.

Und das wünsche ich euch, dass es nicht nur Weihnachten auf dem Kalender wird, sondern das Kind in der Krippe auch euer Leben heller macht.

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