Wort zum Sonntag

„Was wir heute tun, hat Einfluss auf die nächsten Generationen“

Was wir heute tun, hat Einfluss auf die nächsten Generationen

Was wir tun, hat Einfluss auf die nächsten Generationen

Pastorin Cornelia Simon
Cornelia Simon
Gravenstein/Gråsten
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Warum es wichtig ist, sich Ruhepausen zu erlauben und schon heute an die kommenden Generationen zu denken, erklärt Pastorin Cornelia Simon in ihrem Wort zum Sonntag, 8. Oktober 2023.

1. Nachhaltigkeit ist gerade in aller Munde. Ebenso das Wetter, das gerade viel zu warm für die Jahreszeit ist. An einigen Orten in Nordschleswig wird gleichzeitig fleißig darüber debattiert, wo Windkraftanlagen gebaut werden dürfen und auf welchen Feldern Sonnenenergie genutzt werden darf….

2. Auf der anderen Seite gibt es eine Debatte, ob man in Dänemark genug arbeitet.

Beide Punkte finde ich in den 10 Geboten wieder (2. Mose 20,1-12; Predigttext für diesen Sonntag.)

Die erste Frage hat mit dem 1. Gebot zu tun. Gott sagt: „Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und ihnen dienen. Denn ich bin ein eifersüchtiger Gott. Ich verfolge die Missetaten der Väter bis in die dritte und vierte Generation. Doch die mich lieben und meine Gebote befolgen, erfahren meine Güte noch in tausend Generationen.“ (1.Mose 20,5f.)

Was wir heute tun, es hat Einfluss auf die nächsten Generationen. Es ist nicht egal, wie wir heute den Strom produzieren. Oder auch ganz elementar im Sinne Gebote gedacht: Es ist nicht egal, ob ich stehle oder ob ich von Neid zerfressen bin. Oder Gewalt ausübe mit Worten oder ich Lügen über andere verbreite. Das macht etwas mit mir selbst und mit denen, die es betrifft.

Natürlich sind die 10 Gebote in die Jahre gekommen. Besonders zwei Gebote, haben viel Leid über Familien gebracht. Die Gebote vom Ehebruch und von den Eltern sind unter bestimmten Umständen schwer einzuhalten. Wenn Gewalt im Spiel ist, sind sie, meiner Meinung nach, zu missachten.

Aber nun zu etwas Erfreulichem. Zur Debatte darüber, ob wir genug arbeiten. Im Dekalog steht ganz klar ein göttlicher Befehl zum Ausruhen. Ich bin so froh, dass das da steht. Dass man das nicht einfach mal so wegstreichen kann, wie z.B. den Store Bededag. Und da steht nicht etwas davon, dass das gut tut, Pause zu machen, dass man danach ja wieder besser ans Werk gehen kann. Nein! Die Begründung ist: Gott ruht sich ja schließlich auch aus, einfach, weil er Lust dazu hat, nicht weil er es braucht.

Einen schönen Sonntag, mindestens einen freien Tag in der Woche und Gottes Segen wünsche ich allen Leser*innen.

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