Analyse

„Willkommensgruß – mit Grenzen“

Willkommensgruß – mit Grenzen

Willkommensgruß – mit Grenzen

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
Apenrade/Aabenraa
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Der frühere Chefredakteur Siegfried Matlok macht sich aktuelle Gedanken über die neue deutsche Welle, die die deutsche Minderheit erfasst hat. Sein Fazit: Die „Neu-Deutschen“ sind ein Glücksspiel – aber ohne Gewähr!

Es gibt ein Thema, das im Grenzland nicht offen diskutiert wird, aber nicht nur in der deutschen Minderheit für reichlich Gesprächsstoff sorgt. Es geht um die sogenannten „Neu-Deutschen“, die auf dänischer Seite besonders willkommen sind, weil sie in den nordschleswigschen Kommunen nicht nur den bisherigen Bevölkerungsrückgang wettmachen, sondern weil sie in dieser Zeit gerade als Arbeitskräfte in Nordschleswig und Dänemark dringend benötigt werden. Aber der Willkommensgruß hat auch seine Grenzen – gerade für die deutsche Minderheit, die plötzlich vor ganz neuen Problemen steht. 

Blicken wir mal nur einige Jahrzehnte zurück: die deutsche Volksgruppe ging zahlenmäßig zurück, abgesehen von neuen bundesdeutschen Mitarbeitern in den Institutionen der Minderheit (vor allem durch Lehrerinnen und Lehrer) gab es keinen Zuzug. 

Hohe Erwartungen an die EWG-Mitgliedschaft wurden enttäuscht

Die Volksabstimmung zur Mitgliedschaft in der EWG (heute EU) am 2. Oktober 1972 wurde in der deutschen Volksgruppe, die laut Untersuchungen mit 90 Prozent den Beitritt befürwortet hat, auch mit der nicht nur inneren Hoffnung verknüpft, dass sich nach Beendigung der wirtschaftspolitischen Teilung seit 1920 bundesdeutsche Wirtschaftsunternehmen eines Tages in Nordschleswig ansiedeln würden und dadurch auch eine Zuwanderung zu erwarten sei. 

Diesen Traum, den vor allem der damalige BdN-Generalsekretär Rudolf Stehr entwickelte, platzte, war unrealistisch, weil das Stigma deutsch nach 1945 leider in manchen dänischen Kreisen noch immer einen unangenehmen Klang hatte. Leidenschaftliche dänische EU-Gegnerinnen und -Gegner hatten während des Referendums vor allem die antideutsche Karte gespielt und unter anderem das Gespenst „Gau Nordmark“ und eine Besetzung der jütischen Westküste an die Wand gemalt. 

Dänische Sorgen um Land und Eigentum

Sie äußerten sogar offen den Verdacht, die deutschen Minderheit spiele das trojanische Pferd bei einer drohenden deutsch-kapitalistischen Unterwanderung. Dabei ging es um die dänischen Sommerhäuser, also vor allem um Grund und Boden. Als ein deutscher Landwirt einen bekannten dänischen Hofbesitz in der Nähe von Tondern erwerben wollte, gab es einen Riesen-Aufschrei mit Protesten gegen einen Ausverkauf an Deutschland. Auch geschäftliche Aktivitäten/Immobilien der Familie Jebsen wurden in Nordschleswig auf dänischer Seite mit großem Misstrauen verfolgt; medial besonders kritisch in „Ekstra Bladet“. 

Stimmungswende nach NATO- und EU-Mitgliedschaft

Nach der gemeinsamen Mitgliedschaft in NATO und EU veränderte sich die Stimmung, jedenfalls in den Hauptstädten. Es wuchs neues Vertrauen zwischen Kopenhagen und Bonn, aber im Grenzland vollzog sich dieser Prozess der größeren Nähe nur mit mühsamen Schritten. Man denke z. B. an die auf dänischer Seite heftig umstrittene und sogar emotional bekämpfte Gründung der Region Schleswig-Flensburg, an der – nur mal so zu Erinnerung im Jahre 2023 – übrigens damals auch führende Kräfte der dänischen Minderheit mit einem Grenz-Protest beteiligt waren.

Amtsbürgermeister Kresten Philipsen (Venstre) geriet unter schweren Druck, musste sogar erleben, dass ihm die Reifen seiner Fahrzeuge auf Lundtoftberg von Unbekannten zerstochen wurden. Selbst vernünftige Däninnen und Dänen lehnte eine Institutionalisierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit strikt ab. Da mussten Kresten Philipsen und vor allem die damalige SPD-Kreispräsidentin von Nordfriesland, Renate Schnack, – und besonders auch der schleswig-holsteinische SPD-Europaminister Gerd Walter – große Überzeugungsarbeit leisten, um die Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu nutzen. 

Arbeitsmarkt-Tendenzen und grenzüberschreitende Perspektiven

Wie schwierig es in jenen Jahren auf dem Arbeitsmarkt war, zeigte z. B. nachdrücklich eine Untersuchung durch den „Grenzfriedensbund“, wonach südlich der Grenze rund 70 Prozent der befragten Jugendlichen eine Beschäftigung nördlich der Grenze für sich auch künftig völlig ausgeschlossen haben.

Durch die neue Zusammenarbeit, nicht zuletzt durch das Pendlerbüro in Bau, kam es auch auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmark zu ersten Fortschritten, wobei in erster Linie Mitglieder der dänischen Minderheit den Sprung nördlich der Grenze wagten, von großem Vorteil auch wegen ihrer Zweisprachigkeit, die so auch indirekt manches Vorurteil auf dänischer Seite gegen die neuen deutschen Kolleginnen und Kollegen abzubauen vermochten.

Tove Larsens Einfluss auf den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt 

Es war Apenrades sozialdemokratische Bürgermeisterin Tove Larsen (von 2005 bis 2013), die neue Türen öffnete, die öffentlich mit den Bedenken gegen deutsche Arbeitskraft Schluss machte und dabei auch einen ganz wichtigen Aspekt hervorhob.  Das Interesse nördlich der Grenze für Bundesdeutsche sollte nach ihren Worten nicht nur ihrer Arbeitskraft gelten, sondern auch den Menschen, ihren Familien, die – wenn sie sich für Nordschleswig entschieden  – auch „gerne“ die Schulen und Kindergärten der deutschen Minderheit in Anspruch nehmen durften. Ganz neue Töne, die noch heute Anerkennung als Durchbruch verdienen!

Was den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt anbetrifft, so haben sich die Pendlerzahlen deutlich verändert. Anfangs gab es noch ein annäherndes Gleichgewicht auf beiden Seiten, aber inzwischen hat sich nicht nur die konjunkturelle Lage so verändert, dass die erstmalig seit 2007 statistisch erfassten Pendlerzahlen des Regionskontors für 2022 folgendes schiefes Bild ergeben: in Deutschland wurden am 30. Juni 2022  insgesamt 546 Beschäftigte sozialversicherungspflichtig mit dänischem Wohnsitz registriert, davon aber nur 361 in Schleswig-Holstein. Demgegenüber ermittelte Dänemark nach Auskunft von Regionsleiter Peter Hansen 2022  insgesamt 12.727 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nicht in Dänemark wohnhaft sind.

In der Region Süddänemark waren es 7.312 Arbeitnehmende, die sich 2022 wie folgt auf die vier nordschleswigschen Kommunen verteilten: 2.681 Apenrade, 1.525 in Sonderburg, 633 Tondern und 456 Hadersleben. Daneben wurden 1.341 deutsche Unternehmen in Dänemark registriert mit 4.744 Beschäftigten im Dienstleistungsbereich.  

Neuansiedlung nach Corona: Neue deutsche Welle in Dänemark

Nach der Corona-Lähmung durch die mehr oder wenigen festen Grenzkontrollen hat sich die Lage schlagartig verändert. Während es sich bei den Grenzpendelnden um Personen aus dem Landesteil Schleswig und Nordschleswig handelt, die ihren festen Wohnsitz nicht verändert haben, ist 2022 ein deutlicher Anstieg bei einer neuen Gruppe festzustellen, die vom Süden kommend in Dänemark einen neuen Wohnsitz gefunden haben und in Dänemark einen neuen Lebensabschnitt suchen. 

Insgesamt sind im vergangenen Jahr 5.708 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger nach Dänemark gezogen, davon die Hälfte in die Region Syddanmark, wobei die Zahlen für Nordschleswig aber nicht mit den Pendlerzahlen verwechselt werden dürfen, weil sie natürlich nicht vergleichbar sind. Beispiel: Apenrade verzeichnet 2.681 Berufspendler aus dem Landesteil Schleswig  – gleichzeitig haben jedoch laut „Danmarks Statistik“ im gleichen Zeitraum 713 deutsche Staatsbürger in Apenrade eine neue Heimat gefunden.

Integration und Herausforderungen

Wo liegt also das Problem mit der neuen deutschen Welle? Die Kommunen, die ja selbst sogar auf Messen südlich der Grenze um die „Neu-Deutschen“ geworben haben, sind zunächst einmal nur glücklich über die zusätzliche Arbeitskraft, die hier im Lande dringend benötigt wird und über gestiegene Einwohnerzahlen. Besonders glücklich sind natürlich die Däninnen und Dänen, die etwa in ländlichen Gebieten ihre Häuser/Höfe, die teilweise schon gar nicht mehr vermittelbar schienen, nun zu guten Preisen an Deutsche verkauft haben. Dass sich die meisten Bundesbürgerinnen und -bürger hier rasch integrieren wollen, wird anerkannt und auch von den dänischen Nachbarinnen und Nachbarn begrüßt.

Also, alles Paletti? Nein. Die meisten „Neu-Deutschen“ kommen nicht aus dem Landesteil Schleswig oder aus Schleswig-Holstein, sondern aus allen Ecken der gesamten Bundesrepublik und haben damit einen anderen geopolitischen Hintergrund:  Warum sie sich in so großer Zahl plötzlich für Nordschleswig/Dänemark entschieden haben, wird zurzeit wissenschaftlich untersucht, aber zwei Motive sind offenbar für den Wechsel ausschlaggebend: erstens das auch von den bundesdeutschen Medien geförderte „Hygge“-Bild von Dänemark und den Dänen mit dem weitverbreiteten Glauben, hier sozusagen das Paradies auf Erden vorzufinden, und zweitens ein innerlicher „Abschied von Deutschland“.

Sie haben die Nase voll, ihnen stinkt die Entwicklung – nicht nur wegen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise. Erste Untersuchungen ergaben, dass manche „Neu-Deutsche“ primär ihre negativen Erfahrungen in Deutschland mit Corona als Grund für den Wechsel gen Norden anführen. Ohne bisher über entsprechende Zahlen zu verfügen, sind – wie aus Gesprächen zu erfahren ist – eine ganze Reihe von „Neu-Deutschen“ sogenannte Querdenkerinnen und Querdenker, die bekanntlich die Corona-Impfungen abgelehnt und die sich in ihrem Widerstand teilweise auch antidemokratisch radikalisiert haben.

Sorgen und Bedenken: Isolation vs. Integration

Sie wollen in Dänemark sozusagen „unterm Radar“ leben, müssen jedoch zu ihrer großen Überraschung (und auch als erste große Enttäuschung) feststellen, dass die digitale Überwachung in Dänemark alles in den Schatten stellt, was sie ja als Eingriff des „bösen“ deutschen Staates in ihre Grundrechte kritisiert haben. Ein Däne schrieb mir dieser Tage zu diesem Thema süffisant Folgendes: „Interessant, was die Neu-Deutschen betrifft; vielleicht seid ihr die bald wieder los, wenn Deutschland beim Wählen so weitermacht.“

Fairerweise gehört jedoch zum Gesamtbild, dass viele „Neu-Deutsche“ Dänemark gerade als digitales Musterbeispiel betrachten und sich deshalb für einen Wechsel entschieden haben. Während die deutsche Minderheit in den vergangenen Jahrzehnten von innen organisch kaum zugelegt hat, erlebt sie nun – völlig unerwartet und ohne eigenes Zutun – einen „Boom“ von außen. Dass das inzwischen gute und stabile Grenzlandklima zwischen Deutschen und Dänen auch so manches Motiv beeinflusst hat, dürfte durchaus die Entscheidung für Nordschleswig günstig beeinflusst haben. Eine früher oft genug spürbare Angst vor der Nähe zur lange unter Verdacht stehenden deutschen Minderheit, ist kaum noch zu beobachten; heute ist erfreulicherweise eher das Gegenteil der Fall.

Unwissenheit und Hitlergruß

Nach Angaben des Deutschen Schul- und Sprachvereins ist die Zahl der Kinder von „Neu-Deutschen“ in ihren Schulen in den letzten beiden Jahren um rund 200 angewachsen. Das ist ein enormer Anteil, den es mit bisherigen Mitteln zu verkraften gilt. 2021 lag die Gesamtzahl bei 1.359, 2022 kletterte sie auf 1.569. Eine Zunahme, die hohe Anforderungen an die deutschen Kindergärten und Schulen stellt. Das betrifft nicht nur die platzmäßige Kapazität vor Ort, sondern auch die eigenen Ressourcen (Lehrerinnen und Lehrer/Pädagoginnen und Pädagogen), die nun täglich mit höheren Anforderungen zu kämpfen haben ­­­­­– nicht nur sprachlich.  

Dass es sich bei den Schulen um Schulen der deutschen Minderheit handelt, die den dänischen Schulgesetzen folgen, überrascht jedoch manche der „neuen“ Eltern, wie etwa die Tatsache, dass es in Dänemark keine Schulpflicht gibt, wohl aber eine Unterrichtspflicht. Da melden sich bereits erste Abstimmungsprobleme. Schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass an einigen deutschen Schulen die Aufnahme von „neuen“ bundesdeutschen Kindern sogar abgelehnt worden ist. In so manchen Gesprächen zwischen Schulleitung und Eltern waren – wie man hört – demokratische Dissonanzen unüberbrückbar, wobei es sich dabei offenbar um sogenannte Querdenkerinnen und Querdenker handelt, die für sich Ansprüche geltend machen, die die deutschen Schulen nicht akzeptieren.

In einem Fall des Deutschen Gymnasiums wurde eine Schülerin sogar aufgefordert, das Gymnasium zu verlassen, nachdem ihre Schulkameradinnen und Schulkameraden bei ihr im Internet rassistische Verschwörungstheorien entdeckt hatten. Dass sich der Rektor des Deutschen Gymnasiums in dieser Frage so eindeutig verhielt, konnten die Eltern gar nicht verstehen, denn für sie handelte es sich doch um eine deutsche Schule. Die Schülerin musste gehen – und verabschiedete sich mit dem Hitlergruß bei ihren Klassen-Kameradinnen und -Kameraden!

Wer definiert die deutsche Identität?

Deutsch ist eben nicht deutsch – jedenfalls nicht nach den heutigen Maßstäben der deutschen Minderheit, die aus der Geschichte längst die richtigen Folgen gezogen hat. Die Minderheit hat Farbe bekannt – keine braune! – und doch muss sie sich durch manche „Neu-Deutsche“ mit „rechten“ Problemen auseinandersetzen. 

Die Institutionen der deutschen Minderheit werden ja auch durch deutsche Steuergelder finanziert. Kann man also jene aufnehmen, die mit Deutschland nichts am Hut haben, ja, die im Gegenteil über Deutschland nur schlechtreden, und kann man erwarten, dass Berlin/ Kiel ausgerechnet Mehr-Kosten für eine solche „Integration“ übernimmt? Und wo bleiben die dänischen Kommunen, die diese „Neu-Deutschen“ ins „gelobte“ Land geholt haben? Die Ausgaben für deren Schulkinder müssen nun teilweise zusätzlich von der deutschen Minderheit getragen werden. Ist das eine faire Arbeitsteilung, den Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig diese Last auch mit gesellschaftlichen Herausforderungen allein tragen zu lassen?

Noch einmal: die allermeisten bereiten glücklicherweise weder der Mehrheit noch der Minderheit Probleme, aber unter der Oberfläche regt sich dennoch erster Widerstand. Nordschleswigsche Bürgermeister haben nach meinen Erkenntnissen bereits schriftliche Protestschreiben erhalten, in denen dänische Mitbürgerinnen und Mitbürger vor manchen „Neu-Deutschen“ warnen, die sich hier isolieren. Zum Beispiel vor jenen, die in einigen Dörfern durch Immobilien-Erwerb bereits manche Straßenzüge beherrschen, sodass dänische Bürgerinnen und Bürger sogar deutsche Enklaven befürchten. Und wenn dann festgestellt wird, dass „Neu-Deutsche“  – zum Beispiel durch aktive Werbung vor Ort – sich nach ihrer Ankunft der deutschen Minderheit als Mitglieder anschließen oder ihre Kinder etwa in die deutsche Minderheiten-Schule schicken, dann hört man wieder Stimmen aus alten Grenzkampfzeiten, die längst vergessen schienen. 

Tonderns deutsch-nordschleswigscher Bürgermeister Jørgen Popp Petersen hat in einem Fernseh-Interview mit DK4 gewisse Bedenken geäußert, jedenfalls gegenüber jenen, die sich hier nicht integrieren wollen. Seit den Bonn-Kopenhagener Erklärungen aus dem Jahre 1955 gibt es in der Politik für die deutsche Minderheit den fundamentalen Grundsatz: Deutscher ist, wer Deutscher sein will. Mit anderen Worten, die freie Wahl jedes Einzelnen darf – in diesem Falle – von den dänischen Behörden nicht überprüft werden.  

Gilt dies auch ab sofort für jeden „Neu-Deutschen“ im grenzenlosen Europa? Denn neue Grenzkontrollen sind ja verständlicherweise unerwünscht.

Die deutsche Minderheit und ihre Organisationen werden darauf zu achten haben, dass dieser Balanceakt mit einem offenen Willkommensgruß auch demokratisch gelingt und daran auch auf dänischer Seite keine Zweifel aufkommen.

Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist hier vielleicht besser: jedenfalls Vorsicht! 

 

 

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