Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
2018 war für die Bauern nicht so schlimm wie zunächst befürchtet. Foto: Niels Ahlmann Olesen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Montag

Ein ruhiger Börsentag endete am Montag mit einem leichten Rückgang des C25-Index auf 1.049,90 Zähler (-0,48 Prozent). Große Verlierer waren die Danske Bank, Ambu und DSV. Der Logistikkonzern eröffnete den Tag mit schlechten Nachrichten aus der Schweiz, wo das Unternehmen Panalpina sich gegen eine Übernahme wehrt – der Haupteigner, die Ernst Göhner-Gruppe, will nicht mitspielen.

27-Jähriger aus Vejle für „Cyberterror“ verurteilt

Das Gericht in Kolding hat am Montag einen 27-Jährigen aus Vejle in den Punkten Exhibitionismus, Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie und systematischen Cyberangriffen gegen ein Mädchen und deren Familie schuldig gesprochen. Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass der Mann psychisch krank sei und verurteilte ihn zu einem Aufenthalt in der Psychiatrie. Die Behandlung wurde auf maximal fünf Jahre festgesetzt. Der Mann und das Mädchen aus Neuseeland lernten sich im Internet kennen, wo sie über den Videodienst Skype mehrfach miteinander Kontakt hatten. Dabei machte der Mann heimlich Aufnahmen von dem Mädchen, das damals 15 Jahre alt war. Später veröffentlichte er die Aufnahmen auf der Facebook-Seite der Schule des Mädchens und auf der Homepage der Firma des Vaters. Die Schikane ging sogar soweit, dass sich der Verurteilte in das Internet der Familie hackte und E-Mail-Konten durchsuchte. Der 27-Jährige muss dem heute 19-jährigen Mädchen zudem eine Entschädigung von 100.000 Kronen zahlen.

Zwei Huawei aus Dänemark ausgewiesen

Zwei Huawei-Angestellte sind am Montag aus Dänemark ausgewiesen worden. Das gab die Kopenhagener Polizei bekannt. Bei einer Routinekontrolle sei den Beamten aufgefallen, dass die Männer weder eine Aufenthaltsgenehmigung noch eine Arbeitserlaubnis besaßen, berichtet die Polizei. Huawei hatte zuletzt europaweit für Aufsehen gesorgt, weil mehrere westliche Regierungen dem chinesischen Unternehmen vorwarfen, aufgrund seiner Verbindungen zu den chinesischen Behörden, ein Sicherheitsrisiko zu sein. Die dänische Polizei streitet allerdings ab, dass die Ausweisung der beiden Mitarbeiter, etwas mit diesen Vorwürfen zu tun habe. Huawei arbeitet in Dänemark als Partner der einheimischen Telefongesellschaft TDC am Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes. Politiker mehrerer Parteien kritisieren die Beteiligung Huaweis und fordern, die Zusammenarbeit zu beenden.

Wahl des EU-Parlaments: DF-Spitzenkandidat steht fest

Peter Kofod wird bei der Wahl zum EU-Parlament am 26. Mai als Spitzenkandidat der Dänischen Volkspartei (DF) antreten. Das bestätigte die Partei gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. DF war die letzte Partei, bei der die Benennung des Spitzenkandidaten noch ausstand. Der 28-jährige Nordschleswiger ist aktuell rechtspolitischer Sprecher seiner Partei.Derzeit bekleidet das Amt des DF-Fraktionsvorsitzenden in Brüssel Anders Vistisen, der im Mai nun auf den zweiten Listenplatz hinter Kofod rutscht. An dritter Stelle steht die Parlamentsabgeordnete Pia Adelsteen.

Landwirtschaft: 2018 war nicht so schlimm wie befürchtet

Die dänische Landwirtschaft hat unter dem Jahrhundertsommer 2018 stark gelitten. Aber unterm Strich ist es dennoch etwas besser gelaufen als befürchtet. Das zeigt der jährliche Bericht von dem Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie an der Universität Kopenhagen. „Anfangs sprach man noch von einem Rückgang von 30 Prozent, doch in der Realität war die Ernte 2018 um die 20 Prozent schlechter", sagt der Forscher Michael Friis Pedersen. Auch die Milchbauern konnten im Spätsommer noch gut Gras ernten und so wurde aus der Sommer-Katastrophe ein „vernünftiges Erntejahr."

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