Landwirtschaft 2018

Ein sehr schlechtes Jahr – aber besser als befürchtet

gn/Ritzau
Nordschleswig/Kopenhagen
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Der Sommer 2018 war trocken, und die Erträge der Landwirtschaft lagen 20 Prozent unter dem normalen Ergebnis. Foto: Henning Bagger, Ritzau/Scanpix

Die dänischen Landwirte hatten 2018 ein mieses Jahr. Die Verluste waren allerdings um zwei Milliarden Kronen geringer als erwartet.

Die dänische Landwirtschaft hat unter dem Jahrhundertsommer 2018 stark gelitten. Aber unterm Strich ist es dennoch etwas besser gelaufen als befürchtet. Das zeigt der jährliche Bericht von dem Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie an der Universität Kopenhagen.

Der dänische Branchenverband der Landwirtschaft, Landbrug & Fødevarer, hatte im August noch mit Verlusten in Höhe von 6,4 Milliarden Kronen gerechnet. Doch als die Landwirte geerntet hatten, erwiesen sich die Erträge etwas besser als erwartet.

„Anfangs sprach man noch von einem Rückgang von 30 Prozent, doch in der Realität war die Ernte 2018 um die 20 Prozent schlechter", sagt der Forscher Michael Friis Pedersen. Auch die Milchbauern konnten im Spätsommer noch gut Gras ernten und so wurde aus der Sommer-Katastrophe ein „vernünftiges Erntejahr".

Das war allerdings nur ein geringer Trost, denn alles in allem wurde 2018 ein schlechtes Jahr für die dänische Landwirtschaft. Unterm Strich verdienten die Landwirte 1,7 Milliarden Kronen. Das sind 8,3 Milliarden Kronen weniger als im Jahr zuvor und etwa vier Milliarden Kronen weniger als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Die Landwirte hatten unter anderem mit schlechten Preisen zu kämpfen. Allein die Schweineproduzenten verdienten aufgrund der schlechten Abrechnungspreise 3,6 Milliarden Kronen weniger als im Jahr zuvor.

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