Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Arnd Wiegmann/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Eine Uhr von der Königin

Königin Margrethe II. hat am Mittwoch der Tradition folgend die „Uhr der Königin“ (Dronningens Ur) an einen Soldaten der Königlichen Leibgarde überreicht, der ausscheidet und sich besonders ausgezeichnet hat. Dazu gab es eine Abschiedsparade und die Königin bedankte sich bei allen Gardisten für die Dienste an Schlössern und Palästen. Stolzer Besitzer der Uhr der Königin ist seit Mittwoch Simon Bruhn Sørensen aus Hovedgård bei Horsens. Erstmals wurde die Armbanduhr 1970 verliehen, damals noch als Kongens Ur. Finanziert wird die Tradition aus einer Stiftung der Gardevereinigung.

Simon Bruhn Sørensen nimmt die Uhr von Königin Margrethe in Empfang. Foto: Tariq Mikkel Khan/Ritzau Scanpix

Die Börse am Mittwoch

Der Aktienmarkt in Europa hat sich am Mittwoch allgemein positiv entwickelt – auch in Dänemark, wo der Anstieg allerdings vergleichsweise verhalten ausfiel. Um nur 0,4 Prozent stieg der C25 auf 1.016,71 Zähler. Nach einer Kaufempfehlung durch die Apenrader Sydbank landete Ambu als Primus ganz oben – mit einem Zuwachs von 6,5 Prozent und einem Preis pro Wertpapier von nunmehr 118,90 Kronen.

Viele Hinweise im Yasar-Mordfall

Knapp zwei Tage nachdem Radiomoderator und Ex-Bandenmitglied Nedim Yasar auf offener Straße in Kopenhagen erschossen wurde, bekommt die Kopenhagener Polizei immer mehr Hinweise. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, erklärt Polizeidirektor Torben Svarrer. Er und seine Kollegen gehen davon aus, dass der Täter mindestens zwei Schüsse in Richtung Yasar feuerte und daraufhin flüchtete. „Wir wissen, dass der Täter nach der Tat über Glentevej und später Vibevej im nordwestlichen Kopenhagen verschwunden ist“, so Svarrer. Kurz vor der Tat habe Yasar seine Biographie „Rødder“ vorgestellt. Der Täter befindet sich weiterhin auf freiem Fuß. Zum möglichen Tatmotiv wollte sich die Polizei laut Nachrichtenagentur Ritzau nicht äußern.

Ikea entlässt 7.500 Mitarbeiter

Im Zuge der Digitalisierung der schwedischen Möbelhauskette Ikea sollen weltweit 7.500 Mitarbeiter entlassen werden. Das berichtet die schwedische Nachrichtenagentur TT. Auch dänische Ikea-Geschäfte sind demnach von den Kürzungen betroffen. In Dänemark werden laut ersten Meldungen 25 von insgesamt 2.700 Stellen gekürzt. Die dänischen Ikea-Standorte liegen in Taastrup, Gentofte, Odense, Aarhus und Aalborg.

1.000 Kilometer: Schutz der Wasserläufe soll weg

Die dänische Regierung plant, die Schutzzonen an kleineren Wasserläufen aufzuheben. Insgesamt soll es sich um 1.000 Kilometer handeln. Das schreibt Altinget. Der Naturschutzverein Danmarks Naturfredningsforening ist besorgt. Die Wasserläufe seien als Brut- und Schlüpfzone für Fische unverzichtbar und müssten geschützt bleiben. Ohne Schutz würden die kleineren Gewässer durch Abwasserverunreinigungen aus der Landwirtschaft schwer beschädigt oder als lebendige Wasserbiotope gar ganz ausgelöscht.

Zugführer-Streik legt Bahnverkehr lahm

Ein Streik unter den Zugführern der staatlichen Bahngesellschaft DSB hat am Mittwochmorgen für Verspätungen und vereinzelt auch zu Ausfällen bei den Fern- und Regionalverkehrszügen gesorgt. Grund für den Streik sei laut Nachrichtenagentur Ritzau die anhaltenden Vertragsverhandlungen zwischen DSB und der Gewerkschaft Dansk Jernbaneforbund, nachdem DSB dem privaten Arbeitgeberverband Dansk Industri (DI) beigetreten ist. Daraufhin habe die Bahngesellschaft die bestehenden Tarifvereinbarungen gekündigt. Von einer Vereinbarung seien die Verhandlungspartner noch weit entfernt, so die Gewerkschaft.

Schweinebauern: Wohlwollen der Bank entscheidet

Die ökonomische Situation vieler Schweineproduzenten im Land hat sich durch die besondere Wetterlage in diesem Jahr weiter zugespitzt. Das zeigen neue Zahlen von Seges, dem Fachzentrum der Branchenorganisation Landbrug og Fødevarer.

Weiter fallende Preise für Schweinefleisch und ein trockener Sommer, der so manchen Ernteeintrag geringer hat ausfallen lassen, haben die Situation verschärft. "Viele Schweineproduzenten stehen in einer äußerst verletzlichen Situation. Über einen Konjunkturrückgang mit niedrigen Preisen sind die Bauern von der Dürre dieses Sommers getroffen”, so der Chef der Wirtschaftsabteilung, Klaus Kaiser.

Wirtschaftsaufschwung sorgt für mehr Jobs

Die guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt lassen nicht nach. Wie neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde zeigen, haben auch im September mehr Personen eine Arbeit gefunden. Laut Behörde stieg die Zahl der Arbeitnehmer somit um 3.100 Personen. „Die Beschäftigung in Dänemark befindet sich weiterhin in einem soliden Aufschwung. Unternehmen finden trotz Arbeitskräftemangels weiterhin die nötigen Mitarbeiter“, erklärt Las Olsen, Chefökonom bei Danske Bank. Ihm zufolge profitiere der dänische Arbeitsmarkt von einer stabilen Weltwirtschaft, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Insgesamt gibt es laut Statistikbehörde derzeit 2,76 Millionen Arbeitnehmer in Dänemark.

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