Eishockey

Dezimiertes SønderjyskE-Team in der Offensive zu harmlos

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Alexander Wiklund erzielte ein Überzahl-Tor, vergab aber auch große Chancen.

Der dänische Eishockeymeister hat eine weitere Niederlage einstecken müssen und ist als Tabellensechster mittlerweile schon 19 Punkte von der Tabellenspitze entfernt. Trainer Anders Førster sieht aber Licht am Ende des Tunnels.

Die Talfahrt hält weiter an. Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben aus den letzten zwölf Spielen lediglich zehn Punkte geholt und sind auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht.

Auch die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale in drei Wochen beim Final Four in Woyens (Vojens) ging für die Eishockeyspieler von SønderjyskE in die Hose. Die klare 2:5-Niederlage beim souveränen Tabellenführer Herning Blue Fox täuscht aber ein wenig über den Spielverlauf hinweg, denn es ging enger zu, als das Ergebnis andeutet.

Førster weiter zuversichtlich

Eine dezimierte, aber gut kämpfende SønderjyskE-Mannschaft verkaufte sich über weite Strecken teuer, war jedoch in der Offensive zu harmlos. Lediglich ein Tor bei zwei Mann mehr auf dem Eis und einen Ehrentreffer in der Schlussminute, ebenfalls in Überzahl, brachte der dänische Meister zustande.

„Das war eine bittere Niederlage. Wir haben vieles richtig gemacht und genug Chancen herausgespielt, aber die Tore nicht gemacht. Wenn man schon in einer Negativserie steckt, fallen die Tore nicht so leicht wie beim Gegner. Da müssen wir uns herauskämpfen, und ich habe keine Zweifel, dass uns dies auch gelingen wird“, sagt SønderjyskE-Trainer Anders Førster zum „Nordschleswiger“.

Fünf Stürmer fehlten

SønderjyskE musste in Herning ohne eine Handvoll seiner besten Stürmer auskommen. Jacob Schmidt-Svejstrup, Nikolaj Krag-Christensen, William Pelletier, William Boysen und Joseph Jonsson mussten alle verletzt oder erkrankt passen.

Dagegen durfte Alexander Wiklund überraschend spielen. Der Schwede war nach seinem üblen Foul gegen Frederikshavn nicht gesperrt worden und hätte mehr aus seinen drei dicken Chancen im Anfangsdrittel machen müssen, als SønderjyskE die besseren Möglichkeiten hatte.

Gute Chancen hatte der Titelverteidiger auch nach dem Anschlusstreffer von Wiklund, doch statt des Ausgleichs fiel der dritte Gegentreffer. Nach dem 4:1 zehn Minuten vor Schluss war die Luft raus.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir nur wenige Spieler zur Verfügung hatten, und gegen Ende des zweiten Drittels verschwand immer mehr die Energie. Wir nehmen aber viel Positives mit. Einige junge Leute haben durchgespielt, Unterzahl- und Überzahl-Spiel sahen gut aus“, so Anders Førster.

Herning Blue Fox - SønderjyskE (0:0,3:1,2:1) 5:2

1:0 Hjalte Thomsen (22:33), 2:0 Petter Hansson (23:06), 2:1 Alexander Wiklund (32:34/Ass.: David Madsen/5 gegen 3), 3:1 Mathias Bau (36:18/5 gegen 4), 4:1 Magnus Carlsen (49:12/4 gegen 5), 5:1 Morten Poulsen (58:27), 5:2 Mathias Borring Hansen (59:01/5 gegen 4).

Zeitstrafen: Herning 6x2 – SE 2x2 Minuten. Schiedsrichter: Thomas Søgaard Jensen/Rasmus Haarkær Ankersen. Zuschauer: 2.624.