Eurovision Song Contest

Dänemark und Australien feiern Anja Nissen

Dänemark und Australien feiern Anja Nissen

Dänemark und Australien feiern Anja Nissen

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Anja Nissen Foto: Scanpix

Der Eurovision Song Contest in der Ukraine hat Dänemark am Donnerstagabend vor den Fernsehgeräten vereint. Mit ihrem Beitrag "Where I Am" hat die dänisch-australische Sängerin Anja Nissen auch am anderen Ende der Welt für Jubel gesorgt.

Der Eurovision Song Contest in der Ukraine hat Dänemark am Donnerstagabend vor den Fernsehgeräten vereint. Mit ihrem Beitrag „Where I Am“ hat die dänisch-australische Sängerin Anja Nissen auch am anderen Ende der Welt für Jubel gesorgt.

Der Unterhaltungschef von Danmarks Radio, Jan Lagermand Lundme, war einer derjenigen, die sich am meisten über den Finaleinzug von Anja Nissen gefreut haben dürften. In den vergangenen beiden Jahren ist Dänemark vor dem großen Finale des European Song Contest ausgeschieden. Diesmal sind durch den dänischen Beitrag auch für das Finale hohe Einschaltquoten garantiert. „Das hier war der erste Schritt. Jetzt sollten wir es unter die besten Drei schaffen. Wir setzen auf eine hohe Platzierung. Weniger wäre auch gut, aber es gibt keinen Anlass, die Ziele niedrig anzusetzen“, macht er sich mit der Sache der in Australien geborenen Nissen gemein.

„Ich bin glücklich, übertrieben glücklich, und ich kann gar nicht fassen, dass es jetzt passiert ist. Jetzt sind wir im Finale und das hatten wir uns so brennend gewünscht. Ich freue mich für ganz Dänemark“, jubelt er.

Die Buchmacher waren vor der Show bereits sicher, dass Nissenes ins Finale schaffen würde. Und der Unterhaltungschef des öffentlich-rechtlichen Senders zeigt sich von den gesanglichen Fähigkeiten Nissens begeistert: „Sie hat ganz Europa umgelegt. Ich glaube, die Leute können hören, dass sie vollkommen fantastisch singt, es ist ihre Stimme, die uns hier durchträgt.“

Alle, die etwas von der Sache verstehen, würden sagen, dass sie „noch nie etwas Vergleichbares gehört“ hätten, so Lundme, der von „Weltklasse“ spricht.

In Australien wird die dort gebürtige Nissen unterdessen als „Aussie“ vereinnahmt. Das Land nimmt ebenfalls an dem Gesangswettbewerb teil – und steht mit dem erst 17 Jahre alten Aboriginee Isaiah Firebrace ebenfalls im Finale. Doch die Medien berichten von „zwei Australiern“ im Finale: „Die australische Sängerin Anja Nissen hat Dänemark ins Finale geführt“, berichtet der Sender SBS. Nissen besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft.

Das Finale wird am Sonnabend um 21 Uhr auf DR1 übertragen.

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Absurdistan “