Kreditgebühren

Nykredit muss Kunden neu wählen lassen

ritzau/swa
Kopenhagen
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Immobilien- und Kreditgeschäft sind eng miteinander verknüpft. Foto:  Mathias Løvgreen / Ritzau Scanpix

Das Kreditinstitut Nykredit hat einige seine Kunden schlecht beraten, als es um den Kreditwechsel ging. Betroffene Kunde haben nun das Recht, gebührenfrei neu zu entscheiden, wo sie ihren Immobilienkredit weiterlaufen lassen wollen.

Das Geldhaus Nykredit hat zehntausende Kunden nicht ausreichend über Kosten informiert, als diese sich für einen Folgekredit zu entscheiden hatten. Nykredit muss diesen Kunden nun erneut entscheiden lassen und zwar gebührenfrei. Darauf haben sich Institut und Verbrauchervertreter geeinigt.

Der Hintergrund: Nykredit hatte die Kunden nicht darüber informiert, dass Änderungen in den Beitragssätzen einer Genehmigung der Wettbewerbsbehörde erfordern, wenn sie bei Nykredit Realkredit verbleiben. Eine solche Bewilligung ist bei Totalkredit nicht notwendig, was Gebührensteigerungen erleichtert.

Von steigenden Gebühren nichts gewusst

So waren einige Kunden, die von Nykredit Realkredit zu Totalkredit gewechselt waren, erhöhten Gebühren ausgesetzt, ohne sich dessen vorher bewusst gewesen zu sein.

Nykredit teilte nun mit, dass man von April 2012 bis Oktober 2016 insgesamt 46.292 Kunden bei einem Wechsel beraten habe. Die meisten der Kunden sind mit dem Wechsel zufrieden.

„Es gibt leider eine Gruppe von Kunden, bei denen wir nicht ausschließen können, dass sie ihren Kredit nicht zu Totalkredit umgelegt hätten, wenn die sich über die Bedingungen der Beitragssatzregulierung im Klaren gewesen wären”, schreibt Konzerndirektor Anders Jensen in einer Erklärung. Das wolle man nun in Ordnung bringen und das biete man jenen Kunden nun an.

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