Internetwährung

Große Banken sagen Nein zu Bitcoin-Gewinnen

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Der Wert der Internetwährung ist in diesem Jahr massiv gestiegen, doch für dänische Bürger wird es schwer, sich diese Gewinne auf ihr Bankkonto auszahlen zu lassen. Die großen Banken akzeptieren die Währung nämlich nicht – unter anderem aus einem wichtigen Grund.

Bitcoins: Der Wert der digitalen Währung ist in diesem Jahr regelrecht explodiert und hat damit auch vielen dänischen Bürgern, die in die sogenannte Kryptowährung investiert haben, auf dem Papier große Gewinne eingebracht.

Wer sich zu Beginn des Jahres einen einzigen Bitcoin gekauft hatte, kann sich bis jetzt über eine Wertsteigerung von knapp 72.000 Kronen freuen. Doch es wird schwer für dänische Bitcoin-Besitzer, sich dieses Geld wirklich auszahlen zu lassen. Denn die größten Banken des Landes – Danske Bank, Nordea und Jyske Bank – akzeptieren die Internetwährung nicht. „Das Bitcoin-System wurde für Menschen gemacht, die anonym bleiben wollen und das funktioniert einfach nicht für eine Bank“, so Lars Sjögreen von der Danske Bank zur Zeitung Børsen.

Geldwäsche-Verdacht

Die Kryptowährung steht in der Kritik, weil sie durch ihre anonyme Verwendungsmöglichkeit in der Vergangenheit oft mit Drogengeschäften und Geldwäsche in Verbindung gebracht wurde. Da allerdings vor allem die Vorschriften zum Verhindern von Geldwäsche in den vergangenen Jahren in Dänemark strenger geworden sind, wird es für die Banken noch schwerer, mit der digitalen Währung zu hantieren, sagt Erik Gadeberg, Kapitalmarktsdirektor bei Jydske Bank, zu TV 2.

Daher sei es sehr wahrscheinlich, dass Kunden seiner Bank auch in Zukunft vergeblich versuchen werden, ihre Bitcoin-Gewinne auf ihr Bankkonto zu transferieren. „Wir werden erst eine Reihe mühseliger Fragen beantworten müssen, bevor dies möglich ist. Die Regeln bezüglich Geldwäsche sind sehr komplex und wir haben die Verpflichtung, zu überprüfen, wo das Geld herkommt“, so Gadeberg.

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