Finanzen

Reiche Hauptstadtkommunen bekommen Geld aus Ausgleichstopf

Reiche Hauptstadtkommunen bekommen Geld aus Ausgleichstopf

Reiche Hauptstadtkommunen bekommen Geld aus Ausgleichstopf

jt
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Ólafur Steinar Gestsson/Ritzau Scanpix

Die Kommunen Frederiksberg und Gentofte werden im kommenden Jahr auch Geld aus dem kommunalen Ausgleichstopf bekommen. Venstre hat sich als Opposition eingeschaltet und fordert eine Antwort des zuständigen Ministers.

Die armen Provinz-Kommunen bekommen weniger, wenn reiche Hauptstadtkommunen wie Gentofte oder Frederiksberg auch einen finanziellen Teil vom kommunalen Ausgleichstopf bekommen. Dieser war lediglich für Kommunen mit vielen wegziehenden Bürgern gedacht. Das berichtet der Nachrichtensender DR (Danmarks Radio).

Weil Frederiksberg und Gentofte jedoch in ihren Volksregistern „aufgeräumt“ haben, stehen sie nun auch auf der Liste von Kommunen, die an Bevölkerung verlieren. Laut einer neuen Berechnung des Mediums „NB Økonomi“ wird Gentofte im kommenden Jahr 68 Millionen Kronen bekommen. Frederiksberg wird gar 117 Millionen Kronen zusätzlich in die Kommunenkasse legen können. Und das erntet Kritik von der Sprecherin für Sozialpolitik der Partei Venstre, Anni Matthiesen.

„Das ist erschütternd, dass zwei so reiche Kommunen Geld aus dem Ausgleichstopf bekommen können. Ich möchte vom Minister wissen, ob dieser eine Möglichkeit hatte, diese Geldüberweisung zu stoppen“, so Matthiesen zu DR.

Astrid Krag (Sozialdemokraten), Sozial- und Innenministerin in Dänemark, hatte bei einer früheren Frage zu dem Thema erklärt, dass die Zuschüsse für das kommende Jahr nicht geändert werden. Stattdessen verspricht sie, dass die Regierung eine neue Ausgleichsreform erstellen werde.

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