Gesundheitswesen

Gesundheitsentwurf: Hoffnung auf mehr praktizierende Ärzte

jt
Kopenhagen
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Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre). Foto: Nikolai Linares/Ritzau Scanpix

Ältere Ärzte gehen in Rente, ohne dass für jüngeren Ersatz gesorgt wird. Die dänische Regierung will nun den Einsatz gegen den Ärztemangel mit einem neuen Gesundheitsentwurf verstärken.

Früher waren es die Randgebiete, die an Ärztemangel gelitten haben – doch heute ist es überall so. Deshalb hat die Regierung mit Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre) nun einen Gesundheitsentwurf präsentiert, der für eine Kehrtwende im Bereich des Ärztemangels sorgen soll, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau

Der Vorsitzende des Vereins der praktizierenden Ärzte (PLO), Christian Freitag, freut sich über den neuen Regierungsentwurf. „Der Entwurf hat eine Reihe von Initiativen, die für mehr praktizierenden Ärzte sorgen und auch den Job attraktiver gestaltet. Das wird in unserer Branche für Optimismus sorgen“, so Freitag.

Derzeit nehmen 70 Prozent der Ärztehäuser keine neuen Patienten auf, so die Zahlen des Gesundheitsministeriums. Der Regierungsentwurf „En læge tæt på dig“ (Ein Arzt in deiner Nähe) stellt insgesamt 600 Millionen Kronen für die Unterstützung der praktizierenden Ärzte bereit. Darüber hinaus will die Regierung sicherstellen, dass mehr Jüngere sich zu allgemeinen Praxisärzten weiterbilden möchten.

„Wir brauchen mehr digitale Lösungen, eine neue Forschungsstrategie und mehr Möglichkeiten, sich in einer größeren Praxis mit einem starken fachlichem Netzwerk niederzulassen. Das wollen die jüngeren Ärzte und das wollen wir umsetzen. Als Patienten sind wir davon abhängig, dass sich mehr Medizinstudenten zu praktizierenden Ärzten weiterbilden“, erklärt die Gesundheitsministerin in einer Pressemitteilung.

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