Landesweiter Sender

Provinzmedien wollen Radiofrequenz von Radio 24syv

Provinzmedien wollen Radiofrequenz von Radio 24syv

Provinzmedien wollen Radiofrequenz von Radio 24syv

Odense/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
Blick in den Redaktionsalltag beim „Nordschleswiger“. Foto: Cornelius von Tiedemann (Archiv)

Sieben Medienhäuser wollen gemeinsam ein Angebot für die „FM4-Sendegenehmigung“ machen. „Der Nordschleswiger“ ist als redaktioneller Partner mit im Boot.

Ein Konsortium von sieben Medienhäusern hat sich zusammengetan, um einen neuen Radiosender zu gründen, der auf der jetzigen Frequenz von Radio 24syv senden soll. Jysk Fynske Medier, Herning Folkeblad, Skive Folkeblad, Sjællandske Medier, Lolland-Falsters Folketidende, „Flensborg Avis“ und Radio ABC wollen ein gemeinsames Angebot machen. Unterstützt werden sie dabei publizistisch vom „Nordschleswiger“ und JP/Politikens Hus.

Hauptakteur wird der Konzern Jysk Fynske Medier (unter anderem „JydskeVestkysten“). Dabei wird dem politischen Willen, die „FM4-Sendegenehmigung“ an einen Sitz außerhalb Kopenhagens zu binden, Rechnung getragen. Auch inhaltlich will das Konsortium dafür sorgen, regionale und lokale Themen – landesweit – in den Vordergrund zu rücken.

Nissen: Stärkung für den „Nordschleswiger“

Chefredakteur Gwyn Nissen freut sich schon auf das Projekt: „,Der Nordschleswiger’ beteiligt sich nicht finanziell an dem Vorhaben – wird aber als redaktioneller Partner eingebunden. Das stärkt die Präsenz des ,Nordschleswigers’ und der Minderheit insgesamt in Dänemark – und wir profitieren von einem noch breiteren Netzwerk, als es die Zusammenarbeit der Grenzland-Medien uns schon heute bietet.“

Jesper Rosener, Geschäftsführer bei Jysk Fynske Medier, sieht gerade die Vielfalt der Akteure als Vorteil: „Wir sehen das Angebot als Möglichkeit, Dänemark einen Radiokanal zu geben, der in der Provinz verankert ist und die große redaktionelle Stärke der lokalen und regionalen Medienhäuser nutzen kann, mit Nachrichten, Debatten und Veranstaltungen aus dem ganzen Land beizutragen.“

Der Medienkonzern JP/Politikens Hus wird, wie „Der Nordschleswiger“, nicht Teil des Konsortiums, will aber Inhalte für die Zusammenarbeit liefern, die „wir schwer alleine meistern könnten“, so Jens Nicolaisen von Sjællandske Medier.

Der Respekt vor Radio 24syv sei groß, sagt Bjarne Munck von Jysk Fynske Medier, der die Bewerbung des Konsortiums ausarbeitet. Ende 2019 bereits würde der Sendeplatz übernommen werden. „Wir gehen demütig an die Aufgabe heran, haben aber großes Vertrauen in unsere Fähigkeiten, es mindestens genauso gut zu machen, vielleicht sogar besser als Berlingske People“, sagt er.

Mehr lesen