Verhandlung

Versuchter Terroranschlag: 31-Jähriger ab heute vor Gericht

Versuchter Terroranschlag: 31-Jähriger ab heute vor Gericht

Versuchter Terroranschlag: 31-Jähriger ab heute vor Gericht

Kopenhagen
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Foto: DPA

Nach Überzeugung der Anklage plante ein 31-jähriger Syrer einen Terroranschlag in Kopenhagen. Der Plan wurde vereitelt, dem Angeklagten droht eine lebenslange Haftstrafe.

Am Kopenhagener Stadtgericht hat heute eine Verhandlung gegen einen Terrorverdächtigen begonnen, berichtet Danmarks Radio. Dem Sender zufolge wirft die Staatsanwaltschaft dem 31-jährigen Syrer vor, er habe im Jahr 2016 in Kopenhagen wahllos Menschen mit einem Messer töten und Bomben zünden wollen. Er wurde von der Polizei am 21. Dezember 2017 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Laut Verteidigerin will sich der Angeklagte nicht weiter zu den Vorwürfen äußern, plädiert aber auf nicht schuldig. Die Anklage wirft ihm Terrorismus vor, dies kann eine lebenslange Haftstrafe zur Folge haben.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte um den 19. November 2016 mit einem unbekannten Mittäter einen Terroranschlag in Dänemark verüben. Beide baten einen damals 21-jährigen Syrer in Deutschland um Hilfe; dieser beschaffte 17.460 Streichhölzer, 17 Batterien, 6 Paar Funksprechgeräte, Feuerwerkskörper und zwei lange Küchenmesser. Der junge Syrer versuchte, über Rødby nach Dänemark zu kommen, wurde abgewiesen und tags darauf in Deutschland festgenommen und wegen Vorbereitung einer terroristischen Straftat zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“