Gesellschaft

Hunderte Feuerwehrleute werden auf PFOS getestet

Hunderte Feuerwehrleute werden auf PFOS getestet

Hunderte Feuerwehrleute werden auf PFOS getestet

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Eine neue Studie soll zeigen, ob Feuerwehrleute in Dänemark mit PFOS vergiftet wurden. Foto: Brand og Redning Sønderjylland

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Zunächst wurde das Testen der Feuerwehrleute abgelehnt, nun sollen aber doch 300 von ihnen auf eine Vergiftung überprüft werden.

Hunderte Feuerwehrleute werden auf giftige Fluoride im Blut getestet.

Die Gesundheitsbehörden werden aufgrund des Vorschlages einer Expertengruppe eine Stichprobe unter Feuerwehrleuten erheben. Diese soll zeigen, ob die Feuerwehrleute mit dem fluorierten Stoff PFOS (Perfluoroctansulfonsäure), der in Löschschaum verwendet wurde, vergiftet wurden.

Das teilte Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) laut „Jyllands-Posten“ bei einer Anhörung am Mittwoch mit.

Laut Heunicke soll die Stichprobe „nicht weniger als 300 Personen“ umfassen, schreibt die Zeitung.

Ausweitung der Studie möglich

Zeigen die Proben Spuren der Fluoride, könne es notwendig sein, die Studie auszuweiten, sagte der Minister.

Der Feuerwehrverband kämpft seit Mai dafür, dass seine Mitglieder kostenlos untersucht werden.

Heunicke hatte die dänischen Feuerwehrleute zuvor ermutigt, ihren eigenen Arzt aufzusuchen, wenn sie sich wegen PFOS Sorgen machen. Allerdings kostet sie ein Test aktuell mehrere Tausend Kronen.

118 Fälle jüngst aufgedeckt

PFOS ist nach einem Fall aus Korsør, bei dem 118 Bürger mit dem Stoff vergiftet wurden, ins Rampenlicht gerückt. Dies geschah, nachdem sie Fleisch von Rindern gegessen hatten, die auf einem vergifteten Feld gegrast hatten.

Es wird angenommen, dass PFOS sowohl krebserregend als auch hormonschädigend ist.

2006 wurde der Stoff in Feuerschaum verboten. Restbestände durften jedoch bis 2011 verwendet werden.

Mehr lesen

Kulturkommentar

Claudia Knauer
Claudia Knauer
„Was Stricken, Singen, Tanzen und Theater mit deiner Gesundheit zu tun haben“